VW Golf Variant 2013 im Vergleichstest der kompakten Kombis Transportgesellschaft

17.09.2013
Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

Volkswagen schickt den neuen Golf Variant ins Rennen um die Krone des besten Kombis im Kompaktformat. Die Konkurrenz von Ford, Hyundai, Opel und Skoda steht bereit zum ersten Vergleichstest

Mit der aktuellen Golf-Generation oder besser gesagt mit den Kompaktmodellen auf der neuen MQB-Plattform (Modularer Querbaukasten) hat der VW-Konzern mitten ins Schwarze getroffen. Denn nicht nur der Golf fährt seinen Verfolgern auf und davon, sondern auch der Skoda Octavia Combi. Seit dem Erscheinen der beiden neuen Baureihen teilen sie sich die Klassensiege untereinander auf. In unserem Test muss sich nun der Golf Variant dem erfolgreichen Octavia Combi und der Konkurrenz von Ford, Hyundai und Opel stellen. Der neue Variant, der jetzt in Zwickau und nicht mehr in Mexiko gefertigt wird, tritt als 1.4 TSI mit dem gleichen Antrieb zum Wettkampf an wie der Skoda Octavia Combi. Beide leisten wie der Opel Astra 140 PS. Der Ford wirft zehn PS mehr und 1,6 Liter Hubraum in die Waagschale. Schlusslicht ist der Hyundai. Als einziger ohne Turbo produziert er zwar 135 PS, fällt aber mit seinen 164 Nm vor allem beim Drehmoment deutlich ab.

 

Karosserie

Geht es um Kombis, dann sind Platz und Transportqualitäten gefragt. Und hier spielt der Skoda Octavia seine Trümpfe aus. Bereits Fahrer und Beifahrer bietet der Tscheche üppige Platzverhältnisse. Allerdings teilt er sich diesen Vorsprung gegenüber den etwas knapper geschnittenen Rivalen mit dem vorn ebenso großen Golf. Das Ende bildet hier der Focus, der zwar mit der breitesten Karosserie aufwartet, aber im Innenraum diesen Vorsprung mit wuchtigen Bauteilen verspielt.

Im Fond kommt dann aber der Vorteil des fünf Zentimeter längeren Radstands des Octavia im Vergleich zum Golf zum Tragen. Hier kann dem Skoda in diesem Vergleich keiner das Wasser reichen. In Sachen Kniefreiheit könnte er es sogar mit Vertretern der Mittel- und Oberklasse aufnehmen. Wie effektiv beim Tschechen der Raum ausgenutzt wird, zeigt vor allem der Vergleich mit dem Opel. Bei gleichen Radständen kann der Rüsselsheimer weder beim Raumangebot im Fond noch beim Laderaumvolumen mithalten. Lediglich der Ford Focus Turnier im Einzeltest hält noch weniger Stauraum bereit. VW Golf Variant und Hyundai i30 Kombi haben bereits deutlich mehr zu bieten.

Mit satten 1740 Litern bleibt der Titel des Lademeisters allerdings beim Octavia Combi. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er, wenn die Lehne des Beifahrersitzes vorgeklappt (80 Euro Aufpreis) ist, die längsten Gegenstände verstaut und zudem schwere Fracht ohne Kante in den glattflächigen Laderaum leicht hinein- und herausgeschoben werden kann. Bei der Konkurrenz erfordert eine Kante mehr Krafteinsatz. Den Vorteil der zusätzlichen Stauraumlänge durch die vorklappbare Beifahrersitzlehne sorgt aber auch beim Golf für wichtige Zähler. Ford, Hyundai und Opel verzichten auf diese praktische Option.

Erst bei der Sicherheitsausstattung übernimmt der VW Golf die Führungsposition. Er setzt – angefangen bei den aufpreispflichtigen hinteren Seitenairbags bis hin zur Notbremsfunktion, in die für 555 Euro eine durchaus erschwingliche automatische Distanzregelung (ACC) integriert ist – die wichtigen Akzente. Zwar stehen der proaktive Insassenschutz, das ACC und die Notbremsfunktion bereits in der Octavia-Preisliste, erhältlich sind sie laut Skoda allerdings erst ab Ende des Jahres. Bis dahin bleibt der Ford Focus zweitbester in Sachen Sicherheit. Auch für ihn sind nahezu alle Features erhältlich, außer den Seitenairbags im Fond – das gilt auch für den Opel Astra Sports Tourer. Der Hyundai fällt hier deutlich ab: Die Koreaner erfüllen zwar das Standardprogramm, aktuelle Assistenzsysteme sind derzeit jedoch nicht zu haben. Dafür stimmt die Qualität des i30. Sowohl die Verarbeitung als auch die Materialauswahl liegt auf einem hohen Niveau, wenn auch nicht ganz auf dem Level des penibel gefertigten und mit feinen Oberflächen ausgestatteten Variant und des grundsoliden Octavia. Doch ebenso wie der Ford ist der i30 das Quäntchen souveräner zusammengefügt als der Opel Astra mit Kombiheck.

KarosserieMax. PunkteSkoda Octavia Combi 1.4 TSIVW Golf Variant 1.4 TSIFord Focus Turnier 1.6 EcoBoostOpel Astra Sports Tourer 1.4 Turbo ecoFLEXHyundai i30 Kombi 1.6 GDI
Raumangebot vorn1007272687070
Raumangebot hinten1006860555560
Übersichtlichkeit704040373636
Bedienung/ Funktion1008988828386
Kofferraumvolumen1006664495155
Variabilität1003535283131
Zuladung/ Anhängelast803835353534
Sicherheit1507488777661
Qualität/ Verarbeitung200148150144142144
Kapitelbewertung1000630632575579577

 

Fahrkomfort

Einer der Gründe, weshalb die siebte Golf-Generation zum Seriensieger avanciert, ist der Fahrkomfort. Da macht auch der neue Variant keine Ausnahme. Insbesondere dann nicht, wenn er über die adaptive Fahrwerksregelung (990 Euro) verfügt. Dabei wird der Komfort-Modus seinem Namen mehr als gerecht. Mit großer Gelassenheit gleitet der VW Golf Variant über jede noch so zerfurchte Piste. Querfugen begegnet er mit seinem sensiblen Ansprechverhalten, große und lange Bodenwellen gleicht er souverän aus, ohne dabei ins Schaukeln zu geraten.

Ein ebenfalls sehr fein austariertes Zusammenspiel zwischen Federung und Dämpfung zeigt auch der Ford Focus. Ohne einstellbare Dämpfer reagiert er auf Kanten und Wellen unaufgeregt und sehr feinfühlig. Die straffe, aber keineswegs harte Federung hält die Karosserie selbst auf stark ausgefahrenen Strecken ausgesprochen ruhig. Etwas mehr Bewegung lässt der Hyundai zu. Insgesamt gefällt aber auch er mit gutem Komfort. Erst mit steigender Zuladung kommt mehr Bewegung ins Fahrzeug und der i30 Kombi an seine Grenzen.

Der straff abgestimmte Skoda Octavia Combi verlangt etwas mehr Nehmerqualitäten. Vor allem ohne Ballast gibt er Unebenheiten recht ungefiltert an seine Insassen weiter, unangenehm wird er jedoch nie. Der Opel hinterlässt ein zwiespältiges Bild: Während er auf Autobahnen mit gutem Komfort überzeugt, gibt er auf rauen Landstraßen Stöße teilweise deutlich spürbar an seine Insassen weiter – trotz des Flexride-Sicherheitsfahrwerks (980 Euro) mit einstellbaren Dämpfern. Die gut konturierten und bequemen Ergonomiesitze des Opel Astra Sports Tourer, die mit dem Gütesiegel AGR (Aktion gesunder Rücken) ausgezeichnet sind und 390 Euro extra kosten, finden da deutlich mehr Zustimmung als die Fahrwerksauslegung.

Ebenfalls sehr bequem fallen die Sitze in VW und Skoda aus. Allerdings kosten die Sportsitze des Golf 150 Euro extra, und beim Octavia muss der Kunde die Ambiente-Ausstattung (2400 Euro) wählen, um in den Genuss des besseren Gestühls zu kommen.

Auch beim Ford gehören die etwas engeren, aber sehr komfortablen Sportsitze zur teuren Titanium-Ausstattung (2350 Euro). Hyundai bietet beim i30 nur einen Sitz an. Dieser ist ausreichend komfortabel, zeigt aber eine schlechtere Seitenabstützung gegenüber den Exemplaren der Konkurrenz. Auch bei den Innengeräuschen hängt der i30 etwas hinterher: Wind- und Fahrwerksgeräusche dringen stärker nach innen als es zum Beispiel in den gut gedämmten Opel, Skoda und VW der Fall ist. Der Ford schirmt seine Insassen jedoch am besten vor äußeren Einflüssen ab.

Dass eine Klimaanlage in dieser Klasse längst nicht fester Bestandteil der Serienausstattung ist, zeigt der Octavia. Eine gut gekühlte Fahrgastzelle kostet bei Skoda 1120 Euro extra, während eine manuelle Klimaanlage bei den vier Mitstreitern zum Standard zählt.

FahrkomfortMax. PunkteSkoda Octavia Combi 1.4 TSIVW Golf Variant 1.4 TSIFord Focus Turnier 1.6 EcoBoostOpel Astra Sports Tourer 1.4 Turbo ecoFLEXHyundai i30 Kombi 1.6 GDI
Sitzkomfort vorn150115115112115107
Sitzkomfort hinten1007472666670
Ergonomie150129130125128128
Innengeräusche503836393836
Geräuscheindruck1006868706866
Klimatisierung502235343435
Federung leer200137146140137139
Federung beladen200137140136134134
Kapitelbewertung1000720742722720715

 

Motor und Getriebe

Eigentlich gehören kleine Turbomotoren mit Direkteinspritzung in der Kompaktklasse zum guten Ton. Allerdings gönnen sich der Hyundai mit dem Direkteinspritzer-Saugmotor und der Opel mit dem Turbotriebwerk ohne Direkteinspritzung ihre Eigenheiten. Beim Hyundai i30 Kombi führt das schon auf dem Papier zum klaren Nachteil. Während die 135 PS noch ins Umfeld passen, wirken die 164 Newtonmeter, die erst bei hohen Drehzahlen anstehen, recht bescheiden. Dennoch schlägt sich der i30 zumindest gegenüber dem Astra beachtlich. Zwar kann er keinem seiner vier Gegner beim Sprint von null auf Tempo 100 die Stirn bieten, beim Durchzug in den oberen beiden Gängen hängt er den Opel aber trotz dessen höheren Drehmoments deutlich ab.

Die langen Übersetzungen, die das Sechsgang-Getriebe anbietet, rauben dem Rüsselsheimer bei Überholvorgängen im fünften und sechsten Gang jedes Temperament. Da bleibt nur der Griff zum Schalthebel. Lange Schaltwege und eine nicht sonderlich exakte Führung schmälern jedoch die Freude an der zusätzlichen Schaltarbeit.

Während der Fahrer im Astra noch den richtigen Gang einlegt, ist die Konkurrenz bereits auf und davon – auch der Hyundai. Gegen die Rivalen von VW und Skoda hat der Koreaner jedoch auch keine Chance. Selbst der kraftvoll antretende Ford Focus, mit 150 PS der stärkste Kompaktkombi in diesem Test, sieht nur die Rücklichter der beiden Konzernbrüder. Die baugleichen TSI-Motoren in Octa- via und Golf deklassieren die Konkurrenz mit ihrer enormen Durchzugskraft. Ab kurz über Leerlaufdrehzahl sorgen die Vierzylinder für beachtlichen Vortrieb. Keine Spur von verzögerter Gasannahme oder einer Anfahrschwäche. Die 140-PS-Motoren hängen spritzig am Gas und lassen sich sehr gut dosieren. Der satte Antritt aus niedrigen Drehzahlen liegt ihnen ebenso wie das Erklimmen hoher Drehzahlen. Dass der Skoda dem VW in allen Werten leicht überlegen ist, liegt nicht zuletzt an seinem geringeren Leergewicht.

Nur der EcoBoost-Motor im Ford Focus hält in diesem Vergleich den Anschluss. Vor allem das perfekte Zusammenspiel mit dem exakt und leicht schaltbaren Sechsgang-Getriebe überzeugt. Und bei der Laufkultur markiert der Focus den Maßstab. Die Motoren von Opel, Skoda und VW sortieren sich dahinter ein. Der Saugmotor des Hyundai arbeitet vor allem bei niedrigen Drehzahlen nicht nur verhaltener, sondern auch rauer.

Die Dominanz der aufgeladenen Motoren aus dem Wolfsburger Automobilkonzern wiederholt sich auch beim Verbrauch. Hier ist es wiederum der leichtere Skoda, der dem neuen Golf Variant die Show stiehlt. Allerdings ist der Vorteil mit 0,1 Litern äußerst gering. Die Aggregate in Focus und Astra geben sich mit 6,9 Litern auf 100 Kilometer ebenfalls recht bescheiden. Der Hyundai hingegen benötigt noch einmal 0,4 Liter mehr für die gleiche Distanz.

Unterm Strich sind es die beiden Konzernkollegen, die mit ihren effizienten Motoren das Kapitel unter sich ausmachen – mit leichtem Vorteil für den Skoda.

Motor und GetriebeMax. PunkteSkoda Octavia Combi 1.4 TSIVW Golf Variant 1.4 TSIFord Focus Turnier 1.6 EcoBoostOpel Astra Sports Tourer 1.4 Turbo ecoFLEXHyundai i30 Kombi 1.6 GDI
Beschleunigung1501071041019791
Elastizität1007877715868
Höchstgeschwindigkeit1506263605347
Getriebeabstufung1008484868180
Kraftentfaltung503028282625
Laufkultur1006565676562
Verbrauch325256254251251243
Reichweite251414181516
Kapitelbewertung1000696689682646632

 

Fahrdynamik

Fahrsicherheit und Fahrspaß müssen sich nicht unbedingt im Weg stehen. Skoda Octavia und VW Golf gelingt die Verknüpfung der beiden Ansprüche jedenfalls ausgezeichnet. Beide gefallen mit ihren feinnervigen Lenkungen, deren Lenkkräfte sich über die Fahrprofilauswahl (Skoda 95 Euro, ab Ausstattung Ambition; VW 120 Euro) spürbar beeinflussen lassen. Sowohl der Octavia als auch der Golf folgen bestechend genau den Richtungswünschen ihrer Fahrer. Zudem fällt ihre Untersteuertendenz deutlich geringer aus als bei den Mitstreitern.

Am Ende ist es der Variant, der auf dem Handlingparcours und bei der Slalomwertung einen Wimpernschlag schneller unterwegs ist. Und dabei bleiben beide derart narrensicher auf Kurs, dass sie derzeit den absoluten Maßstab bei Fahrdynamik und Fahrsicherheit markieren. Dass der Skoda sogar das Kapitel für sich entscheiden kann, liegt an seinen energisch zupackenden Bremsen. Der Tscheche weist hier den bereits stark verzögernden Golf in die Schranken, und die anderen Konkurrenten sind wie in kaum einem anderen Kapitel ohne jede Chance. Erster Verfolger ist der Focus. Feine Lenkung, williges Einlenkverhalten und nur leichte Lastwechselreaktionen fördern durchaus die Lust am Fahren. Die nicht ganz so hohen Kurvengeschwindigkeiten, die Octavia und Golf auf den Asphalt zaubern, stören da kaum. Der Ford patzt aber beim Bremsen: Ein fast drei Meter längerer Bremsweg aus Tempo 100 im Vergleich zum Skoda ist inakzeptabel.

Der Astra Sports Tourer verzögert zwar besser als der Kölner, fahrdynamisch kann er aber nicht zum Focus aufschließen. Der Opel leidet selbst in der Sport-Stellung unter seiner gefühllosen Lenkung. Zudem will der Astra mit großen Lenkwinkeln über den Kurs dirigiert werden. Dabei lenkt er zwar zackig ein und zeigt nur eine mäßige Tendenz zum Untersteuern, reagiert aber auf spontane Gaslupfer mit einem deutlich nach außen drängenden Heck. Im Gegensatz zu den sehr sensiblen ESP-Systemen in Skoda und VW wird der Astra heftig eingebremst. Zudem umrundet er Kurven mit starker Seitenneigung, was zu spürbaren Traktionsverlusten führt.

Noch heftiger radiert der Hyundai aus engen Kehren heraus mit dem entlasteten Rad auf dem Asphalt. Keine Spur von der souveränen Traktion, die der Golf und der Octavia am Kurvenausgang mit ihren fein abgestimmten elektronischen Differenzialsperren aufbauen.

Der Koreaner präsentiert sich im Grenzbereich ohnehin nicht sonderlich souverän. Frühzeitiges und energisches Untersteuern bremsen ebenso die Fahrfreude wie das Übersteuern bei Lastwechseln, das vom rüden ESP gnadenlos unter Kontrolle gebracht wird.

FahrdynamikMax. PunkteSkoda Octavia Combi 1.4 TSIVW Golf Variant 1.4 TSIFord Focus Turnier 1.6 EcoBoostOpel Astra Sports Tourer 1.4 Turbo ecoFLEXHyundai i30 Kombi 1.6 GDI
Handling1507272696154
Slalom1005558525048
Lenkung1008686858277
Geradeauslauf504141404042
Bremsdosierung302120222121
Bremsweg kalt15010694788579
Bremsweg warm150111105808480
Traktion1004646423935
Fahrsicherheit150135135129129127
Wendekreis201213131011
Kapitelbewertung1000685670610601574

 

Umwelt und Kosten

Die Kosten explodieren in allen Bereichen. Ein gutes Angebot ist deshalb ein wichtiges Kaufargument. Hyundai hat hier am schärfsten kalkuliert. Inklusive der Testwagen-Optionen kostet der i30 Kombi gerade einmal 22.210 Euro. Der Skoda Octavia Combi ist zwar mit 20.340 Euro fast 600 Euro günstiger als der Hyundai, mit testrelevanten Extras liegt er jedoch bei 23.460 Euro. Der Opel und der fast 26.000 Euro teure, allerdings recht ordentlich ausgestattete Ford belasten aber noch mehr das Budget.

Und auch der Golf Variant ist alles andere als volksnah. Die Basisversion schlägt bereits mit 24.525 Euro zu Buche. Der von uns mit allen testrelevanten Optionen bewertete Preis liegt nochmal fast 2000 Euro höher.

Bei den Garantiebedingungen leistet Hyundai mit einer fünfjährigen Garantie auf die Technik echte Überzeugungsarbeit. Die Konkurrenz hat da deutlich weniger Vertrauen in ihre Produkte. Vor allem die Opelaner, die eine Zeitlang mit lebenslanger Garantie auf Kundenfang gingen, gewähren sogar nur ein Jahr auf die Mobilität. Hier könnten auch Ford, Skoda und Volkswagen mehr Entgegenkommen zeigen.

Für den Golf sprechen die geringsten Werkstattkosten und ein im Verhältnis zum hohen Grundpreis geringer Wertverlust. Lediglich der Skoda Octavia Combi erzielt einen besseren Wert. Das verschafft dem Tschechen in der Endabrechnung eine gute Bilanz, doch der Kapitelsieg geht an den günstigen Hyundai i30 Kombi.

Kosten/UmweltMax. PunkteSkoda Octavia Combi 1.4 TSIVW Golf Variant 1.4 TSIFord Focus Turnier 1.6 EcoBoostOpel Astra Sports Tourer 1.4 Turbo ecoFLEXHyundai i30 Kombi 1.6 GDI
Bewerteter Preis675252223226238254
Wertverlust502726232525
Ausstattung251723171720
Multimedia501919221620
Garantie/Gewährleistung502828271835
Werkstattkosten201516141414
Steuer101010999
Versicherung403638373537
Kraftstoff554242414140
Emissionswerte25
Kapitelbewertung1000446425416413454

 

Fazit

Die neue MQB-Plattform des VW-Konzerns ist ein voller Erfolg. Nicht nur für VW, sondern in diesem Test vor allem für Skoda. Denn der Octavia Combi gewinnt diesen Vergleich. Er kann nahezu alles, was der Golf auch kann, ist darüber hinaus einen Hauch spritziger, im Fond geräumiger und deutlich günstiger. Die besseren Bremswerte sind schlussendlich das Zünglein an der Waage.

Dem Golf Variant bleibt der zweite Platz. Allerdings setzt er in dieser Klasse den Maßstab beim Fahrkomfort. Kein anderer gleitet so souverän über schlechte Pisten wie er – ein echter Klassenunterschied. Sein Manko ist aber der sehr hohe Grundpreis.

Rang drei geht an den Ford Focus Turnier. Einmal mehr festigt der Kölner seine Rolle als erster Verfolger des VW-Skoda-Duos. Der Focus behauptet sich mit seinem kräftigen und kultivierten 1,6-Liter-EcoBoost-Triebwerk in der Motor/Getriebe-Wertung, und bei der Fahrdynamik rangiert er auf Platz drei. Die mäßigen Bremswerte trüben aber den guten Gesamteindruck.

Der Opel Astra Sports Tourer sichert sich den vierten Platz. Die Basis stimmt, die Feinabstimmung nicht. Das gilt für den nicht sonderlich durchzugsstarken Antrieb wie auch für das unausgewogene Fahrverhalten.

Auf dem fünften Platz landet der Hyundai i30 Kombi. Zwar ist der Koreaner das günstigste Angebot im Vergleich, der schwache Antrieb verhindert aber eine bessere Platzierung.

Gesamtbewertung

Max. PunkteSkoda Octavia Combi 1.4 TSIVW Golf Variant 1.4 TSIFord Focus Turnier 1.6 EcoBoostOpel Astra Sports Tourer 1.4 Turbo ecoFLEXHyundai i30 Kombi 1.6 GDI
Summe500031773158300529592952
Platzierung12345

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