Neuheiten Kompakt-SUV: Audi, BMW, VW & Co. Neue Golf-Klasse

23.02.2015

Handliche SUV sind der Renner – und die Auswahl wird noch größer. Audi, BMW, Skoda und VW planen kompakte Neuheiten zum fairen Preis. Eine Übersicht

Die erste Messe des Autojahrs 2015 ist gelesen. Und wieder waren es Mobile der Gattung Sports Utility Vehicle, die in Detroit den Ton angaben. Autoerfinder Mercedes lupfte das Tuch vom neuen GLE Coupé. Rivale Audi stellte gleich nebenan einen knallblauen Q7 zur Schau – und obendrein einen noch höher positionierten Q8 in Aussicht. Motto: Ohne SUV fehlt dir was.

 

Kompakt-SUV: Skoda und Audi legen nach

Die Einsicht kann schmerzen, führt der Weg zur Erfüllung doch unweigerlich zu den Preislisten, die im Fall des luxuriösen Q7 bei rund 61.000 Euro ihren Anfang nehmen und deutlich jenseits der 100.000-Euro-Grenze weiter zum Horizont führen, wo ein 585 PS starkes Mercedes-AMG GLE 63 Coupé darauf wartet, mit fabelhaften Extras weiter aufgerüstet zu werden. Doch keine Sorge, wer im finanziellen Diesseits bleiben will, kann in absehbarer Zeit auf sehr attraktive Neuzugänge hoffen. Die „Golf-Klasse“ der SUV wird zügig ausgebaut

Volkswagen selbst mischt munter mit. Anfang 2017 nämlich kommt das Golf-SUV. Der rund 4,25 Meter lange Fünftürer soll die Lücke schließen zwischen dem neuen Tiguan (Premiere auf der IAA im September) und einem für 2018 geplanten Klein-Kraxler auf Polo-Basis. „Das wird mit Sicherheit kein hochgesetzter Country-Golf“, wie Eingeweihte berichten, sondern ein formal eigenständiges Modell, das entfernt an die 2014 in Genf gezeigte Studie T-Roc erinnert.

Als waschechter Spross des extrem skalierbaren Modularen Querbaukastens (MQB) des VW-Konzerns wird der sportlichknackige Kompakte mit all dessen Technik-Features zu haben sein – vom Doppelkupplungsgetriebe mit sechs und sieben Gängen über den 4Motion-Allradantrieb mit elektrischen Fahrhilfen für Gefälle bis hin zu Assistenzsystemen für Spurhaltung und Staufolgung.

Auch bei den Motorisierungen entfaltet sich die volle Wucht des MQB. Die Triebwerkspalette reicht erstmals vom Dreizylinder-Turbodiesel (1,4-Liter, 105 PS) bis zum Turbobenziner aus dem Golf GTI (2,0-Liter, 230 PS). Fest eingeplant ist auch der Plug-in-Hybrid. Die Preise stehen zwei Jahre vor der Markteinführung natürlich nicht fest, dürften sich aber ziemlich genau zwischen Golf (17.325 Euro) und Tiguan (24.975 Euro) bewegen.

Auch die fürs Bodenständige und Feine zustän-digen Konzernkollegen von Skoda und Audi erweitern ihr SUV-Angebot. Oberhalb des für 2016 avisierten neuen Yeti, der ebenfalls aus dem viel zitierten Querbaukasten schöpft, soll Anfang 2017 ein optional siebensitziges SUV das Skoda-Angebot erweitern, das wir „Montania“ getauft haben.

Wie beim neuen Superb zeigt Skoda auch hier Mut zu ausdrucksstarkem Design. Auffällig sind die plateauartig gestaltete Motorhaube, hoch angesetzte Nebelleuchten, ein breiter Grill, die kraftvoll aus den Flanken modellierten Radläufe und eine umlaufende, sich auch quer über die Heckklappe ziehende Sicke.

Mit rund 4,65 Metern fällt der Skoda Montania gut 20 Zentimeter länger aus als der heutige VW Tiguan. Skoda setzt ebenfalls auf den Plug-in-Hybrid. Der sparsamste Verbrennungsmotor soll knapp über 100 Gramm CO2/km emittieren. Ein interessanter Antrieb dürfte der neue, auch für den Quereinbau geeignete, 2,0-Liter TDI mit 190 PS sein.

 

BMW X1 2015: Nachfolger auf neuer Basis

Während Skoda sein SUV nach oben ausbaut, geht Audi den umgekehrten Weg. Im Frühjahr 2016 kommt der Q1. Der Name täuscht – unter dem eindrucksvoll vom neuen Audi-Designchef Marc Lichte modellierten Blech steckt der A3, also abermals MQB-Technik.

Formal spielt der Ingolstädter SUV-Benjamin die Rolle des Frechdachses. Speziell die Seitenpartie mit ihren polygonalen Flächen fällt auf. „Das muss man im Tageslicht sehen – ein phantastischer Effekt“,  macht Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg neugierig. Preislich dürfte die neue Q1-Reihe – Details siehe Kasten– bei rund 25.000 Euro beginnen.

Wenn BMW im Oktober sein kleinstes SUV erneuert, ändert sich Grundlegendes. Eine neue, bereits beim 2er Active Tourer eingeführte Frontantriebsplattform – Allradantrieb mit Haldexkupplung auf Wunsch – dient als technischer Unterbau.

Das Cockpit ähnelt dem des Active Tourer – Head-up-Display als Extra –, der mit deutlich verbesserter Anfassqualität ein höheres Niveau in die kleine Klasse von BMW gebracht hat. Der intern als X1 F48 bezeichnete Offroader kommt in einer im Radstand um gut zehn Zentimeter verlängerten Version (X1 F49, für China) und erstmals mit den von Mini bekannten 1,5-Liter-Dreizylindern (Benziner: 136 PS, Diesel: 116 PS).

Renault Kadjar
Am boomenden Trend der Kompakt-SUV sollte endlich auch Renault teilhaben können, sobald im Juni der neue Renault Kadjar in den Handel geht (Premiere: Genfer Salon März). Der 4,45 Meter lange Fünfsitzer nutzt die Technik des Nissan Qashqai und wird sowohl mit Front- als auch mit automatisch zuschaltendem variablen Allradantrieb zu haben sein. Zunächst kommen Vierzylinder-Motoren zum Einsatz: ein 1,2-Liter-Turbo-Benziner mit 130 PS sowie die beiden Diesel 1.5 dCi (110 PS, optional auch mit Doppelkupplungsgetriebe) und 1.6 dCi (130 PS). Später könnten neue Dreizylinder und sogar ein elektrifizierter Antrieb folgen.

Computerdesign: Jean-François Hubert, DeLusi, Reichel CarDesign, KoNi

Stefan Miete, Jürgen Voigt

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