USA: Kleinwagen-Crashtest mit geringer Überlappung Unterschätzte Gefahr?

27.01.2014

Mit geringer Überdeckung wurden in den USA aktuelle Kleinwagen gecrasht. Der Test zeigt dramatische Zerstörung in einem Szenario, das laut Autobauern nur selten Realität wird

Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die die größte Wirkung haben. Zum Beispiel eine Barriere, die das Auto beim Crashtest fast verfehlt: Mit nur 25 Prozent Überdeckung testet das amerikanische Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) neuerdings die Sicherheit von Autos – und nachdem vor einigen Monaten viele aktuelle Mittelklasse-Modelle mit schlechten Bewertungen abgestraft wurden, zeigte sich nun beim "Small Overlap Front Crash" mit Kleinwagen ein ähnlich durchwachsenes Bild.

 

USA: Kleinwagen-Crashtest mit geringer Überlappung

Von elf getesteten Kleinwagen erhielten sechs das schlechteste Prädikat "Poor", vier schafften die zweitschlechteste Wertung "Marginal" und nur der Chevrolet Spark erfüllte die Kriterien für das Gesamtergebnis "Acceptable". Durch die geringe Überdeckung können die wirkenden Kräfte beim Unfall mit 40 Meilen pro Stunde (64 km/h) weniger gut als üblich auf die Karosseriestruktur verteilt werden, ein Großteil der stabilen Crash-Strukturen wird von der Barriere verfehlt.

Das Ergebnis: Bis zur A-Säule frisst sich das Hindernis beinahe ungehindert durch das Fahrzeug, die Insassen werden schräg nach vorne geschleudert – und verfehlen so in vielen Fällen die schützenden Airbags, die eher auf frontale Unfallszenarien ausgelegt sind. Wie unser Video zeigt, kann der Kopf so trotz Airbag Kontakt mit dem Armaturenbrett bekommen, was zu schwersten Verletzungen führen kann. Hinzu kommt die Verkleinerung des Fußraumes, weil sich das Vorderrad samt Aufhängung in die Fahrgastzelle schiebt.

Benny Hiltscher

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