Kindersitz-Test (2016): Die besten Sitze! (Update) Aktuelle Kindersitze im Test

11.01.2017

Ein aktueller Kindersitz-Test (2016) des ADAC zeigt, dass auch günstige Kindersitze im Test mit guten Ergebnissen bestehen können. Es stimmt also nicht zwangsläufig, dass Sicherheit immer auch teuer sein muss. Alle Ergebnisse und Preise!

Gute und vor allem sichere Kindersitze müssen nicht immer teuer sein. Das beweist der aktuelle Kindersitz-Test 2016 des ADAC, der 16 Kindersitze auf die Kriterien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffe hin untersucht hat. Im Gegenteil, auch ein sehr teurer Sitz kann im Test völlig versagen, wie es beim Recaro Optia der Fall war. Dort löste sich die Sitzschale von der Isofix-Basis. Der Hersteller hat bereits eine Umtauschaktion für das entsprechende Produkt gestartet. Zwei weitere Kindersitze sind mit 5,5 ("mangelhaft") bewertet worden: der Diono Radian 5 sowie der Nuna Rebl. Bei letzterem brach im Frontaufprall-Test der Metallrahmen unter der Sitzschale. Der Diono Radian 5 weist erhebliche Schwächen in der Bedienung auf. Zusätzlich kann der Hosenträgergurt bei diesem Modell nicht gespannt werden. Preislich bewegen sich diese Modelle zwischen 370 und 550 Euro. Am besten schnitten mit der Note 1,7 ("sehr gut") der Cybex Aton Q i-Size für Neugeborene bis ca. einem Jahr  jeweils mit und ohne Isofix-Basis und der Kiddy Phoenixfix 3 für Kinder von ca. einem bis vier Jahre ab. Preislich liegen diese zwischen 200 und 350 Euro. Am günstigsten ist das Modell Nania Befix SP, das 49 Euro kostet. Zu unterscheiden sind bei den Preisspannen jedoch immer die Modelle mit und ohne Isofix-Basis, welche in Kombination natürlich teurer sind. Um das Verletzungsrisiko für Kinder zu minimieren, wird empfohlen, die Kindersitze so lange wie möglich, mindestens aber bis das Kind laufen kann, rückwärts zur Fahrtrichtung zu installieren. Für Sitze in der i-Size-Norm (ECE R 129), die sich an der Größe des Kindes orientiert, ist das sogar vorgeschrieben. Sitze nach der Norm ECE R 44, die sich am Gewicht orientiert, unterliegen dieser Vorschrift nicht, jedoch wäre dies bei allen getesteten Kindersitzen rein technisch möglich. Die Bildergalerie zeigt alle Sitze, die in den beiden 2016 durchgeführten Tests des ADAC geprüft wurden. Die Reihenfolge hängt vom Testergebnis ab. Die besten Kindersitze beginnen den Überblick.

 

Kindersitz-Test im Video:

 

 

 

Kindersitz-Test 2016 mit gute Ergebnissen

Darüber hinaus sollten Kindersitztests immer differenziert betrachtet werden – dazu rät der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). Eltern sollten sich nicht ausschließlich auf das Gesamtergebnis verlassen, sondern vor allem auch der Bewertung der Unfallsicherheit viel Gewicht beimessen. Diese fließt teilweise nur zu 50 Prozent in die abschließende Bewertung ein, während ein etwas komplizierterer Einbau zu großem Punktabzug führen kann. Unwichtig ist der Einbau deswegen natürlich nicht. Eltern sollten sich die Befestigung besonders gut vom Händler zeigen lassen, da falsch justierte Kindersitze ein großes Sicherheitsrisiko darstellen. Zu bedenken sei weiterhin, in welche verschiedenen Autos der Sitz eingebaut werden soll. Oftmals werden Kinder auch von den Großeltern oder in Fahrgemeinschaften zur Schule gefahren. Für welche Modelle ein Sitz geeignet ist, findet sich zumeist in der Anleitung oder auf den Internetseiten der Hersteller.

i-Size: Neue ECE-R-129-Norm bei Kindersitzen

Bereits im Frühjahr wurden 26 Modelle getestet, davon hatten acht Kindersitze die neue "i-Size"-Zulassung nach ECE-R 129. Also die neue Kindersitznorm, nach der ein bestimmter Körpergrößen-Bereich (z.B. 100 – 120 cm) auf dem Kindersitz angegeben ist und nicht mehr, wie in der Vergangenheit, das Gewicht des Kindes. Getestet und bewertet wurden die Punkte Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt. 2015 wurde die Testdurchführung und -auswertung überarbeitet und dem Stand der Technik angepasst.  Dadurch haben sich die Anforderungen erhöht und die Testergebnisse können nicht mehr mit vorherigen Jahren verglichen werden. Der ADAC-Kindersitz-Test aus dem Frühjahr 2016 ergab insgesamt 17 Mal die Gesamtnote "gut", ein Kindersitz bekam sogar die Note "sehr gut". Gewonnen haben Kindersitze, die die gesetzlichen Vorschriften deutlich übertreffen und bei denen nachweislich die Anforderungen von Verbraucherschutztests bei ihrer Entwicklung berücksichtigt wurden. Fünf Kindersitze wurden mit "befriedigend" beurteilt, auch diese Sitze können trotz leichter Abstriche bedenkenlos verwendet werden, da auch sie die gesetzlichen Anforderungen klar erfüllen. Auch der mit "ausreichend" bewertete Sitz bietet grundsätzlich einen guten Schutz, jedoch offenbart er Schwächen bei der Bedienung. Zwei der 26 Sitze können nicht empfohlen werden, da sie die Sicherheit des Kindes nicht ausreichend gewährleisten können.

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Kindersitze: Testergebnisse differenziert betrachten

Beim Modell "KidsEmbrace Friendship" muss ab einer gewissen Größe des Kindes die Rückenstütze abgenommen werden. Dadurch bietet dieser Kindersitz dann keinen Schutz mehr bei einem seitlichen Aufprall. Ebenfalls nicht empfehlenswert und beim gemeinsamen Kindersitz-Test vom ADAC und Stiftung Warentest durchgefallen ist das Modell "Kiwy SF01 Q-Fix", welches auch Schwächen beim Seitenaufprallschutz aufwies und zudem noch durch eine hohe Schadstoffbelastung des Bezugsstoffs negativ auffiel. Der ADAC-Kindersitz-Test 2016 bringt es an den Tag. Die schlechten Sitze sind benannt, aber welche sind wirklich empfehlenswert? In der Bildergalerie werden die jeweils drei besten Kindersitze aus jeder Altersklasse vorgestellt. Da sowohl Auto und Kindersitz zusammen passen müssen und auch die Eltern und Kinder natürlich individuelle Ansprüche haben, sollten Eltern grundsätzlich nicht blind zu einem Kindersitzmodell greifen, sondern mehrere in ihr Auto zur Probe einbauen und das Kind jeweils probesitzen lassen. Mehr zum Thema: Kindersitzt-Test 2014

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