Kindersitz-Test (2017): Die besten Sitze! (Update) Insgesamt 53 Kindersitze im großen Test

von Lena Reuß 02.11.2017
Inhalt
  1. Ergebnisse des Kindersitz-Tests 2017 in der Galerie oben
  2. ADAC & Stiftung Warentest prüften Kindersitze gemeinsam
  3. Insgesamt sechs Kandidaten fielen durch (Herbst + Frühling)
  4. Allrounder werden immer beliebter

Im Kindersitz-Test 2017 haben ADAC und Stiftung Warentest im ganzen Jahr insgesamt 53 Modelle unter die Lupe genommen. Während davon 44 Modelle das Prädikat "gut" erhielten, fielen sechs mit der Note "mangelhaft" durch. Hier sind die Ergebnisse der Tests aus Herbst und Frühling!

Dass ein sehr guter Kindersitz kein Vermögen kosten muss, zeigt der Kindersitz-Test 2017. Zwölf der 16 im Herbst getesteten Modelle schneiden gut ab, darunter der Maxi-Cosi Rodi XP für Kinder zwischen 15 und 36 Kilogramm, der ab 140 Euro zu haben ist. Zwei weitere Sitze erhielten die Note befriedigend. Testsieger des aktuellen Kindersitztests sind die beiden Babyschalen Cybex Aton M i-Size & Base M i-Size und Cybex Aton M i-Size für die Allerkleinsten (bis 87 cm Körperlänge). Durchgefallen sind hingegen die Modelle Recaro Optia und Jané Grand. Im Test der Stiftung Warentest und des ADAC löste sich der Recaro-Kindersitz beim Frontalaufprall von seiner Basis und flog, wie der Automobilclub schreibt „in hohem Bogen durch das Prüflabor“. Beim Jané Grand lösten sich die Isofix-Haken. Als Reaktion auf das Testergebnis hat Recaro den Kindersitz vom Markt genommen und bietet Kunden den kostenlosen Austausch an. Jané bietet für das Modell eine kostenfreie Reparatur an. Bis auf die zwei mangelhaft getesteten Sitze konnten im Kindersitz-Test im Herbst 2017 alle Modelle in der wichtigsten Disziplin, der Unfallsicherheit, überzeugen. Alle Ergebnisse des ADAC Kindersitz-Tests 2017 sind in der Bildergalerie zu finden.

 

Ergebnisse des Kindersitz-Tests 2017 in der Galerie oben

Schon zu Beginn des Jahres haben ADAC und Stiftung Warentest insgesamt 37 Kindersitze auf Herz und Nieren geprüft. Neben den Kriterien Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, wurden die Produkte ebenfalls auf ihre Schadstoff-Belastung sowie Reinigung und Verarbeitung untersucht. Das Ergebnis überrascht, denn ausgerechnet eines der günstigsten Modelle, der Cybex Aton 5 für 130 Euro, wird mit einer Gesamtnote von 1,6 (gut) zum Testsieger gekürt. Er punktet nicht nur durch ein gutes Abschneiden in allen Kategorien, sondern auch durch sein leichtes Gewicht. Die Babyschale ist bis zu einem Alter von anderthalb Jahren oder einem Gewicht von 13 Kilo zu verwenden. Auch der Britax Römer Baby-Safe i-Size liegt im Kindersitz-Test 2017 vorne und bietet Kindern bis 83 Zentimetern Körpergröße optimalen Schutz. Insgesamt schneiden 22 Modelle im Kindersitz-Test 2017 mit dem Gesamtergebnis "gut" ab. Neun weitere erhalten das Test-Ergebnis "befriedigend".

Kindersitz-Test 2017 im Video:

 
 

ADAC & Stiftung Warentest prüften Kindersitze gemeinsam

Für etwas ältere Kinder ab vier Jahren zeigt sich im Kindersitz-Test 2017 zum Beispiel der Cybex Solution M SL empfehlenswert. Der Kindersitz ist ebenfalls mit Isofix-Befestigung erhältlich und ein weiterer preiswerter Kandidat. Auch der Kiddy Cruiserfix 3 oder der Baier Adefix sind günstige Alternativen für Kinder ab vier Jahren, die im Kindersitz-Test 2017 die Note "gut" erhielten. Die meisten Punktabzüge gab es bei Kindersitzen in Sachen Sicherheit und Bedienung. In den Crashtests zeigten sich einige Sitzhalterungen nicht sehr stabil. Zudem sorgten mögliche Fehlerquellen beim Einbau der Sitze, zum Beispiel durch eine komplizierte Anleitung, für Abzüge. Vier Sitze fielen deswegen im Kindersitz-Test 2017 des ADAC mit der Note "mangelhaft" durch. Beim Joolz iZi Go sowie seinem Pendant mit Isofix-Befestigung begründen die Tester das schlechte Ergbnis mit der hohen Schadstoff-Belastung: Beide Modelle sind mit dem Flammschutzmittel TCPP belastet, das als krebserregend gilt. Der LCP Kids Saturn iFix, schnitt bei den Schadstoffen zwar gut ab, verlor aber in Puncto Sicherheit, da der Beckengurt beim Aufprall tief in den Bauchraum schneidet und somit ein großes Verletzungsrisiko birgt. Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim Casualplay Multipolaris Fix: hier drehte sich der Neun-Kilo-Dummy beim Aufprall aus der Führung des Sitzes, wodurch ebenfalls die Gefahr ernster Verletzungen steigt.

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    Sehr geringes Verletzungsrisiko

    Optimaler Gurtverlauf

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Cybex Gold
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Insgesamt sechs Kandidaten fielen durch (Herbst + Frühling)

Zwei weitere Sitze wurden im Kindersitz-Test 2017 mit "ausreichend" bewertet. Der Axkod Wolmax ist aus Sicht von ADAC und Stiftung Warentest nicht stabil genug im Auto zu befestigen. Zudem birgt er eine erhöhte Gefahr der Fehlbedienung aufgrund einer missverständlichen Anleitung. Ähnliche Schwächen weist der Graco Milestone auf, der verspricht mit dem Kind mitzuwachsen und von der Geburt bis zum Ende der Kindersicherungspflicht verwendbar zu sein. In der Realität birgt der Kindersitz wegen seiner instabilen Befestigung aber ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Die Aussicht darauf einen Kindersitz vom Säuglings- bis ins höhere Kindesalter zu verwenden wird dem ADAC zufolge immer beliebter. Im Kindersitz-Test 2017 wurden deswegen vier weitere dieser "Allrounder" getestet, die sowohl gegen als auch in Fahrtrichtung montiert werden können. Zwei davon schnitten mit dem Testurteil "gut" ab: Zum einen der Maxi-Cosi AxissFix Plus und zum anderen der Recaro Zero.1 i-Size. Der Joie Spin 360 und der Takata Midi i-Size Plus, der mit 600 Euro der teuerste Test-Sitz war, wurden mit "befriedigend" bewertet.

 

Allrounder werden immer beliebter

Auch wenn die Aussicht auf die Anschaffung von nur einem Kindersitz für viele Eltern wohl verlockend klingt, weist der ADAC im Kindersitz-Test 2017 auch auf Nachteile und Gefahren hin. Da die Sitze fest im Auto verbaut sind, können sie nicht wie bei einer Babyschale auch außerhalb des Autos genutzt werden. Zudem ist es wichtig, dass weiterhin darauf geachtet wird, dass Kinder unter neun Kilo Gewicht bzw. unter einem Alter von 15 Monaten entgegen der Fahrtrichtung sitzen. Erst danach, darf der Kindersitz nach vorne gedreht werden, da die Montage entgegen der Fahrtrichtung das Verletzungsrisiko enorm reduziert.

Die Ergebnisse des Kindersitz-Tests 2017 von ADAC und Stiftung Warentest sind im Detail hier nachzulesen.

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