Kia Picanto 1.2: Test Agiler City-Flitzer Kia Picanto

von Martin Urbanke 07.08.2017
Inhalt
  1. Test: Cityflitzer Kia Picanto 1.2
  2. Sportliches Fahrwerk, aber braver Motor
  3. Technische Daten und Fazit

Test: Mit dem kess gestylten Picanto präsentiert Kia einen neuen Kleinwagen mit ausgesprochen quirligem Fahrverhalten. Wie sportlich ist das City-Car tatsächlich? Wir verraten es im Test!

Auf den ersten Blick ordnet man den neuen Kia Picanto leicht ein Segment höher ein. Doch in Wahrheit handelt es sich bei dem kleinen Koreaner um ein typisches City-Car. Gemessen daran, offeriert der Picanto, der nun schon in der dritten Generation antritt, ein üppiges Raumangebot. Vorn geht es annähernd so luftig zu wie in der Polo-Klasse, und auch hinten sitzen selbst Erwachsene bequem, trotz geringer Kniefreiheit. Verglichen mit anderen Minis bietet der Kia vor allem mehr Innenbreite. Der Kofferraum fasst 255 bis 1010 Liter, lässt sich dank asymmetrisch geteilter Rücksitzlehne erweitern und hat einen variablen Ladeboden. Der Einstieg auf die Rückbank gelingt zudem ohne Verrenkungen, denn der aktuelle fünfsitzige Picanto hat auch immer fünf Türen. Ferner stehen die neuen Stadtfl itzer alle auf einem Fahrwerk mit verblüffend sportlichen Attributen.

Der Kia Picanto im Video:

 
 

Test: Cityflitzer Kia Picanto 1.2

Die Federung des Kia Picanto sorgt für ordentlichen Komfort, kann aber auch keine Wunder vollbringen. Derbe Bodenwellen und harsche Kanten gibt der Kleine recht unverblümt weiter. Dafür begeistert er mit einem quicklebendigen Einlenkverhalten und einer guten Straßenlage. Lastwechsel quittiert er mit sanftem Eindrehen, was ihn ausgesprochen agil sowie fahrstabil durch die Schikanen des Großstadtdschungels pfeilen lässt. Genauso erfreulich: die standfesten Bremsen. Allerdings sind die hinteren Bremsscheiben, mit denen unser Testwagen ausgerüstet war, an die höherwertigen Ausstattungsstufen gekoppelt. Weniger quirlig als das gekonnt abgestimmte Fahrwerk präsentiert sich der 84 PS starke 1,2-Liter- Vierzylinder des kleinen Kia.  Obwohl der Wagen effektiv weniger als eine Tonne wiegt (998 kg), fühlt sich der Sauger mit variabler Ventilsteuerung (Dual CVVT) zuweilen angestrengt an und unter-streicht dies mit einem knurrigen Tonfall. Doch das Gefühl trügt, denn laut Messelektronik sprintet der Testwagen mit elf Sekunden sogar eine Sekunde schneller aus dem Stand auf 100 km/h, als es die Werksangabe verspricht.

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Sportliches Fahrwerk, aber braver Motor

Jenseits der Stadtgrenze lässt der Vortrieb des Kia Picanto 1.2 aber deutlich nach. Um das Tempo von 100 auf 150 km/h zu erhöhen, vergehen weitere 17,7 s – und das trotz der kurzen Übersetzung des Fünfgang-Getriebes. Bereits bei Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn liegen schon fast 3500 Touren an. Das wirkt sich natürlich auch auf den Verbrauch aus: Im Test benötigt der Picanto im Schnitt 5,3 Liter Super. Kein schlechter Wert, aber für einen ganz neuen Kleinstwagen auch nicht gerade rekordverdächtig. Zu den Stärken des Kia zählt indes die umfangreiche Ausstattung, die optional gar Features wie einen autonomen  Notbremsassistenten oder eine Rückfahrkamera beinhaltet. Und sieben Jahre Garantie gibt’s auf jeden Fall.

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Technische Daten und Fazit

Kia Picanto
PositivAgiles Handling, geräumiger Innenraum, langeGarantiefrist, bequeme Sitze
NegativVerhaltener Motor, eingeschränkter Geradeauslauf, Resonanzgeräusche
Technische DatenKia Picanto 1.2
Motor4/4
Hubraum1248 ccm
Leistung84 PS
Maximales Drehmoment122 Nm
Getriebe5-Gang, manuell
AntriebVorderrad
0-100 km/h11,0 s
Höchstgeschwindigkeit173 km/h
Leergewicht998 kg
L/B/H in mm3595/1595/1485
Testverbrauch5,3 l S/100 km
Einstiegspreis9.990 Euro
Grundpreis11.890 Euro

von Martin Urbanke von Martin Urbanke
Unser Fazit

Der neue Kia Picanto wirkt erfreulich solide und begeistert mit einem herrlich agilen Fahrverhalten. Der 1,2-Liter-Motor verrichtet seinen Job ordentlich, mehr aber auch nicht. Sitzkomfort und Raumangebot sind sehr gut – sieben Jahre Garantie konkurrenzlos.

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