Kia Optima (2016): Fahrbericht So fährt der neue Optima

17.12.2015

Der kleine Kreis der Kia-Optima-Freunde könnte mit der neuen Generation zu einer exklusiven Nische wachsen. Erste Ausfahrt mit dem 1.7 CRDi.

Es ist hierzulande ein ziemlich exklusives Vergnügen, Kia Optima zu fahren. Die Zulassungszahlen für die Mittelklasselimousine bewegten sich vergangenes Jahr auf dem gleichen Level wie die des Bentley Continental: knapp über 370 Stück. Dabei hat die neue Generation der fast 4,90 Meter langen Limousine durchaus das Zeug zur Alternative zu VW Passat oder Ford Mondeo. Außen modern und innen geräumig, bietet der Kia mehr als so mancher Premium-Konkurrent. Nur über dem Kopf wird es in der zweiten Reihe mit dem Luftraum knapp. Insgesamt wirken die Materialien deutlich wertiger als bisher. Die Sitze sind bequem, alle Knöpfe und Schalter da, wo sie sein sollten und die Anzeigen übersichtlich und informativ.

 

Der Optima gleicht Unebenheiten souverän aus


Kias Akustiker haben zudem den Geräuschpegel abgesenkt: Der Motor hält sich angenehm leise im Hintergrund, selbst Wind- und Abrollgeräusche sind kaum zu vernehmen. Angeboten wird der Optima mit einem Zwei-Liter-Benziner (163 PS), zweite Option ist ein Diesel mit 1,7 Liter Hubraum. Dessen 141 PS und das maximale Drehmoment von 340 Newtonmeter bringen den 1,6-Tonnen-Optima ausreichend flott voran. Alternativ zur knackigen Sechsgang-Schaltung passt auch das optionale sanft schaltende, siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe perfekt, wie auch das ebenfalls optionale adaptive Fahrwerk, das Unebenheiten souverän wegbügelt. 

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Der Diesel ist behäbiger als der Benziner: Sein Spurt von null auf 100 km/h in 10,0 Sekunden ist nicht gerade berauschend – aber er passt zum eher entspannten Fahrcharakter des Kia, der immerhin eine Spitze von 203 km/h schafft. Den Verbrauch gibt Kia mit 4,4 Litern an – etwas optimistisch angesichts  eines Bordcomputer-Werts von 8,1 Litern bei durchaus gemächlicher Fahrweise. Aufgerüstet hat Kia vor allem bei den Assistenzsystemen. Verfügbar sind unter anderem Rundumsichtkamera mit Vogelperspektive, Einparksystem, Kurvenlicht, Fernlichtassistent, Verkehrsschilderkennung, Notbremsassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung. Bei den Preisen ist Kia auf dem Niveau des Vorgängers geblieben. Der Benziner kostet in der Basisversion 24.990 Euro, den Diesel gibt es ab 29.990 Euro. Ob das die Verkaufszahlen aus dem Keller holt, ist fraglich. Bessere Chancen dafür dürfte es ab Herbst 2016 geben: Dann soll der Optima auch als Kombi auf den Markt kommen.

Unser Fazit

Guter Mittelklassestandard mit Komfort, Platz und modernem Equipment. Was fehlt? Ein Schuss Dynamik und die Kombi-Version.

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