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Kia cee’d und Mazda3 gegen VW Golf

Euro-Asiaten

Mit dem für Europa konstruierten cee’d drängt Kia ebenso ins VW Golf-Lager wie Mazda seinerzeit mit dem Mazda3. Hat der Koreaner ähnliche Qualitäten und wird dem Golf sogar gefährlich?

Mangel an Entschlossenheit kann man den Koreanern nicht vorwerfen: Sie wollen in Deutschland in der reich besetzten Kompaktklasse jährlich rund 12 000 Kia cee’d verkaufen. Das Rezept hierfür klingt Erfolg versprechend – europäisches Design und günstige Preise dank der Fertigung im neuen slowakischen Kia-Werk Zilina. Im ersten Vergleich tritt der cee':d gegen den VW Golf und den Mazda3 an.

Karosserie

Im neuen Kia cee’d finden vier Personen einen geräumigen Innenraum vor. Das Platzangebot ist vorn wegen des weniger wuchtigen Armaturenbretts noch etwas besser als im Mazda, reicht aber nicht an den besonders im Kopfbereich großzügigeren VW Golf heran. Dessen Motorhaube lässt sich am schlechtesten einsehen. Hier haben es Mazda- und Kia-Fahrer beim Einparken wesentlich leichter. Auch bei der Bedienung überzeugt der Koreaner: Alle Schalter sind da, wo sie hingehören, die Instrumente gut ablesbar. Die viel zu klein geratene Schrift auf dem Display des Navigationssystems (1210 Euro) überfordert dagegen selbst Brillenträger. Dafür meldet der elektronische Wegweiser unterwegs sogar Radarfallen. Im Mazda3 besteht auch nach dem Facelift im vergangenen Jahr noch Verwechslungsgefahr zwischen Lautstärkeregler und Drehknopf bei der Radiosender-Suche. Der Golf gefällt mit gewohnter Güte und hat sogar Gasdruckfedern an der Motorhaube. Dafür reagiert sein Navigationssystem ungewohnt träge auf Eingabebefehle. Bei den Kofferraumvolumina liegen alle auf einem Niveau. Der Kia punktet als einziger bei umgeklappter Rückbank mit einer ebenen Ladefläche. Der Grund: Seine hintere Sitzfläche lässt sich im Gegensatz zu den Konkurrenten vorklappen. Dafür ist die Zuladung des Koreaners mit nur 390 Kilogramm eher mickrig. Volkswagen bietet für den Golf zahlreiche Sicherheitsdetails – wenn auch zum Teil gegen Aufpreis. Beim Kia hingegen gibt es nicht mal eine Isofix-Halterung für die Kindersitze. Die hat der Mazda3 zwar serienmäßig an Bord, aber er muss, wie auch der Kia, bei hinteren Seitenairbags und Xenonlicht passen. Die Verarbeitungsqualität des cee':d ist nur durchschnittlich. So sind Teile im Motorraum und an der Heckklappeninnenseite nicht klar lackiert und auch die Spaltmaße stellenweise groß. Da ist der Mazda besser verarbeitet, auch wenn sein Dachhimmel billig wirkt. In der Summe aller Eigenschaften setzt der Golf nach wie vor in dieser Klasse hier den Maßstab.

KarosserieMax. PunkteVW Golf 1.6Kia ceeMazda 3 Sport 1.6 MZR
Raumangebot vorn100656362
Raumangebot hinten100565555
Übersichtlichkeit70374343
Bedienung/ Funktion100908590
Kofferraumvolumen100302930
Variabilität100253520
Zuladung/ Anhängelast80332531
Sicherheit150826363
Qualität/ Verarbeitung200185170175
Kapitelbewertung1000603568569
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Inhaltsübersicht

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