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Autoversicherung wechseln und sparen: Ratgeber

Kostenbremse

Die Vollkasko bietet dagegen einen Rundumschutz für das eigene Auto. Sie schließt die Teilkasko mit ein, erweitert diese aber in vielen Bereichen. So versichert die Vollkasko das Auto nicht nur gegen Diebstahl, sondern auch gegen Vandalismus. Zudem übernimmt sie alle Arten von Parkschäden. Wichtig: Der Rundumschutz umfasst auch selbstverschuldete Unfälle, die durch falsches Verhalten oder Fehleinschätzungen entstanden sind. In der Kaskoversicherung stellt sich die Frage nach einer Werkstattbindung. Solche Tarife locken mit bis zu 20 Prozent günstigeren Beiträgen – und das bei gleichen Leistungen. 

Dazu  gibt  es  mehr Service: Die Versicherung kümmert sich nach einem Unfall um alles und lässt das defekte Auto abholen. Während der Reparatur bekommt der Versicherte in den meisten Fällen einen kostenlosen Ersatzwagen. Die Anbieter garantieren zudem, dass ihre Partnerwerkstätten einen hohen Qualitätsstandard erfüllen und Originalteile verwenden. Doch wo ist der Haken? Bei Verträgen mit Werkstattbindung bestimmt die Versicherung, in welchem Betrieb Ihr Auto repariert wird. Die Assekuranzen garantieren ihren Partnerwerkstätten damit eine hohe Auslastung und können so die Reparaturkosten drücken. Problematisch wird es jedoch, wenn Sie das Auto nicht in den von der Versicherung gewünschten Betrieb bringen. Je nach Anbieter müssen Sie dann entweder einen Teil der Reparaturkosten übernehmen oder Sie werden nachträglich in den teureren Tarif umgestuft. Für die Halter von geleasten oder finanzierten Neuwagen empfiehlt sich generell keine Werkstattbindung: In den Verträgen kann der Autohersteller bei einer Reparatur seine eigenen Werkstätten vorschreiben – Konflikte mit der Versicherung sind vorhersehbar. Egal ob mit oder ohne Werkstattbindung: Bei der Deckungssumme in der Haftpflicht sollten Sie sich immer für 100 Millionen Euro entscheiden.

Gerade billige Basistarife setzen auf eine Deckungssumme von 50 Millionen Euro. Doch bei Unfällen mit Gebäuden oder Zügen können die Kosten schnell ins Astronomische steigen. In unseren Beispielprofi len sind wir daher immer von einem Wert von 100 Millionen Euro ausgegangen. Wer seinen Neuwagen finanziert oder least, sollte zudem auf die sogenannte GAP-Deckung in der Vollkasko achten. Sie schließt bei einem Totalschaden die Lücke (Englisch: gap) zwischen dem von der Versicherung erstatteten Wiederbeschaffungswert des Autos und der vom Händler verlangten Ablösesumme. Diese oft einige tausend Euro große  Differenz gleicht die GAP-Deckung aus. Fehlt der Schutz im Leasing- oder Finanzierungsvertrag, gehört er unbedingt in die Police. Um das Sparpotenzial bei den Versicherungen voll auszuschöpfen, müssen Sie viel Persönliches preisgeben. Die Anbieter wollen mit  den  Infos  das  Schadensrisiko und damit die Höhe des Tarifs besser abschätzen. Teilweise treibt dieses Spiel seltsame Blüten: So bekommen etwa Inhaber einer Bahncard bei vielen Versicherungen Rabatte von bis zu fünf Prozent. Je nach Berufsgruppe sind weitere Nachlässe drin – an der Spitze stehen die Beamten mit bis zu 15 Prozent Ersparnis.

Genauso wie Hauseigentümer gelten die Staatsbediensteten bei den Assekuranzen als besonders verantwortungsbewusst. Naheliegender ist die Einbeziehung der Jahresfahrleistung und des Stellplatzes in die Versicherungs-Kalkulation. Wer seltener fährt und sein Auto stets in der Garage parkt, verursacht statistisch gesehen weniger Schäden. Selbst mit einer Änderung der Zahlungsweise können Sie bis zu fünf Prozent sparen. Dafür müssen Sie Ihre Prämie nur jährlich statt monatlich einziehen lassen. Die Kostenbremse ist bei der Autoversicherung manchmal leichter zu finden als man denkt.

>> Teil 3: Kündigung, Leistungen und Typ-Klassen