Regionalklassen 2018: Bedeutung für die Kfz-Versicherung Neue Regionalklassen sind bekannt

von Lena Reuß 09.10.2017
Inhalt
  1. Änderungen bei Regionalklassen 2018
  2. Was sind Regionalklassen?
  3. Was wenn sich der Beitrag erhöht?
  4. Wie oft ändern sich die Regionalklassen?
  5. Regionalklassen 2018 nach Bundesländern

Die Regionalklassen tragen ganz wesentlich zur Höhe des Beitrages für die Kfz-Versicherung bei. Wir erklären was "Regionalklasse" eigentlich bedeutet und wie sie sich auf die Kosten auswirken. Außerdem: Die Regionalklassen 2018 sind raus!

Die Regionalklassen 2018 für die Kfz-Versicherung stehen fest. Je nach dem, ob die Regionalklasse steigt, sinkt oder gleich bleibt kann sich jetzt der Betrag für den Versicherungsschutz des Autos ändern – das ist zum kommenden Jahr bei über neun Millionen Autofahrern der Fall (Haftpflicht). Dabei profitiert ein Großteil der Autofahrer von den neuen Regionalklassen, denn für 5,5 Millionen Fahrer in 67 Bezirken verbessert sich die Einstufung. Damit wird bei vielen auch der Tarif für die Kfz-Versicherung günstiger. 3,6 Millionen Autofahrer aus 41 Bezirken werden in eine schlechtere Regionalklasse eingestuft und müssen damit rechnen, dass ihr Versicherungsschutz teurer wird. Besonders günstig fahren alle, deren Autos in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zugelassen sind. Hier profitiert man 2018 von durchschnittlich sehr niedrigen Regionalklassen. In Großstädten sowie Teilen Bayerns fallen die Einstufungen höher aus. Die höchste Schadensbilanz hat nach wie vor Offenbach am Main. Hier liegt der Indexwert knapp 34 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

KFZ-Versicherung KFZ-Versicherung: Jetzt über Wechsel informieren
Kfz-Versicherung wechseln: Unbedingt Frist wahren!  

Tipps zum Wechsel der Kfz-Versicherung

Regionalklassen im Video erklärt:

 
 

Änderungen bei Regionalklassen 2018

Da sich der Preis für die Kfz-Versicherung durch die neue Regionalklasse 2018 ändern kann, ist es ratsam, sich mit der neuen Einstufung auseinanderzusetzen.  So kann der Preisunterschied zweier ansonsten identischer Versicherungsnehmer im kommenden Jahr bei bis zu 209 Euro liegen – allein durch den Unterschied zwischen den Regionalklassen. Beispiel: Ein Versicherungsnehmer zahlt für seinen vollkaskoversicherten VW Golf 457 Euro pro Jahr, wenn er sein Auto in Wittmund (Niedersachsen) versichert hat. Wäre sein Auto in Garmisch-Patenkirchen (Bayern) versichert, läge die Jahresprämie wegen der schlechteren Schadensbilanz bei 666 Euro und damit 46 Prozent höher. Selbst in ein und der derselben Straße kann es aufgrund der verschiedenen Einstufungen Preisunterschiede geben. So ist es zum Beispiel in zwei verschiedenen Postleitzahlengebieten in der Landsberger Allee in Berlin: Hier sind bis zu 198 Euro Differenz im Jahr möglich. Auch in der Bergedorfer Straße in Hamburg (141 Euro), der Georg-Schumann-Straße in Leipzig (125 Euro) und der Dachauer Straße in München (111 Euro) gibt es deutliche Unterschiede, je nach dem in welchem Teil der Straße man lebt. Wie sich die eigene Regionalklasse zum Jahr 2018 verändert, lässt sich hier abfragen.

 

Was sind Regionalklassen?

Die Regionalklasse richtet sich nach Statistiken für den jeweiligen Zulassungsbezirk. Innerhalb Deutschlands gibt es so über 400 verschiedene Regionalklassen. Die Einstufung der Autos wird danach bewertet, wie sich die Schadens- und Unfallzahlen in einer bestimmten Region verändert haben. Schließlich ist in einer Großstadt mit viel Verkehr das Risiko einen Unfall zu haben wesentlich größer, als auf dem Land. Neben Unfällen werden in der Kasko-Versicherung ebenfalls eingerechnet, wie viele Fahrzeuge in einem Bezirk gestohlen wurden und welche Wetterverhältnisse (z.B. Hagel) normalerweise vorherrschen. Diese Schadensbilanzen werden anschließend in einen Indexwert umgerechnet, der die jeweilige Regionalklasse festlegt. Für die Haftpflicht gibt es 12, für die Vollkasko 9 und für die Teilkasko 16 Klassen.

Verkehrsrecht Fahren ohne Zulassung
Mit ungestempelten Kennzeichen fahren (Regeln!)  

Fahren ohne Zulassung erlaubt?

 

Was wenn sich der Beitrag erhöht?

Wenn sich der Beitrag für die Kfz-Versicherung durch die neue Regionalklasse 2018 erhöht, haben Verbraucher das Recht zur außerordentlichen Kündigung. Da bei den Tarifen der Versicherer viele unterschiedliche Parameter – und nicht nur die Regionalklasse – miteinfließen, kann es sich lohnen den Versicherungsanbieter zu wechseln.

 

Wie oft ändern sich die Regionalklassen?

Die Regionalklasse werden einmal pro Jahr von der GDV für jeden einzelnen der insgesamt 413 deutschen Zulassungsbezirke berechnet und herausgegeben. In der Regel geschieht dies im Spätsommer eines Jahres für das darauffolgende Kalenderjahr.

 

Regionalklassen 2018 nach Bundesländern

BundeslandEInstufung der Regionalklasse
Baden-WürttembergBessere Einstufung
BayernBessere Einstufung
BerlinWeiterhin hohe Einstufungen
BrandenburgWeiterhin günstige Einstufungen
BremenWeiterhin günstige Einstufungen
HamurgWeiterhin hohe Einstufungen
HessenGroße Unterschiede, kaum Veränderungen
Mecklenburg-VorpommernWeiterhin günstige Einstufungen
NiedersachsenWeiterhin günstige Einstufungen
Nordrhein-WestfalenZahlreiche Veränderungen
Rheinland-PfalzBessere Einstufungen
SaarlandBessere Einstufungen
SachsenBessere Einstufungen
Sachsen-AnhaltWeiterhin günstige Einstufungen
Schleswig-HolsteinWeiterhin günstige Einstufungen
ThüringenBessere Einstufungen
Weiteres zur Kfz-Versicherung
Tipps zum Versicherungswechsel
Kündigung der Kfz-Versicherung
Günstige Versicherung für Fahranfänger
Typklassen-Einstufung erklärt
Bei der Zweitwagen-Versicherung sparen
Schadenfreiheitsklasse übertragen

Tags:
Diagnosegerät
 
Preis: EUR 9,99 Prime-Versand
Alkoholtester
 
Preis: EUR 16,99 Prime-Versand
SONAX AntiFrost KlarSicht
UVP: EUR 18,48
Preis: EUR 13,50 Prime-Versand
Sie sparen: 4,98 EUR (27%)
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.