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Mazda3 Kaufberatung - Gesicht in der Menge

Gesicht in der Menge

In der Kompaktklasse sticht der neue Mazda3 nicht nur durch sein frisches Design hervor, er bietet auch deutlich mehr Qualität und Komfort als sein Vorgänger

Auf der Suche nach einem geeigneten Gefährt in der Kompaktklasse kann man angesichts des unüberschaubaren Angebots schon mal den Überblick verlieren. Und da Geld nun mal hier wie fast überall eine Rolle spielt, stellt gerade der neue Mazda3 in seiner Klasse eine preiswerte und zugleich hochwertige Alternative auch zum deutschen Mainstream dar.

Das spiegelt sich nicht nur im frischen Design des Japaners wider, sondern auch im Preis-Leistungs- Verhältnis. Der knapp kalkulierende Kunde bekommt mit dem Mazda3 1.6 bereits in der Basisausstattung Prime-Line ein Auto, das alle Grundbedürfnisse mehr als erfüllt und dabei selbst mit der aufpreispflichtigen Klimaanlage (1180 Euro) deutlich unter 20 000 Euro bleibt.

SOLIDE BASISAUSSTATTUNG
Der Basis-Fünftürer mit dem kultiviert laufenden, wenn auch nicht sehr durchzugsstarken 105-PS-Benziner bringt dabei vieles mit, was woanders extra kostet – wie zum Beispiel eine komplette Airbag- Ausrüstung inklusive Kopfairbags, aktive Kopfstützen vorn, Isofix- Kindersitzbefestigung hinten, einen Bremsassistenten und die Fahrdynamikregelung DSC (ESP). Doch nicht nur für umfassende Sicherheit ist gesorgt, auch der Komfort kommt nicht zu kurz.

Bereits ab Prime-Line sind serienmäßig ein zweifach einstellbares Lenkrad, ein höhenvariabler Fahrersitz, elektrische Fensterheber vorn, elektrisch einstellbare Außenspiegel, fernbedienbare Zentralverriegelung und sogar eine Radio/CD-Anlage inklusive MP3- Funktion im Preis mit drin.

Als Alternative für Vielfahrer empfiehlt sich der Mazda3 mit 1,6-Liter-Diesel und 109 PS. Dieser ist mit 20.300 Euro in der Basisausstattung Prime-Line zwar deutlich teurer als der Benziner, verfügt aber serienmäßig bereits über eine Klimaanlage. Der Diesel läuft etwas ruppiger als der Benziner, zieht dafür im mittleren Drehzahlbereich aber kräftiger durch und verbraucht weniger.

Ausschließlich für beide 1.6er ist zudem die Ausstattungslinie Center-Line im Programm (Diesel: 21.400, Benziner: ab 19.200 Euro), die eine Klimaanlage auch für den Benziner sowie 16-Zoll-Alu-Räder, elektrische Fensterheber auch hinten und ein Sport-Lederlenkrad mit Audio-Bedienelementen enthält.

Wer etwas großzügiger wirtschaften kann, sollte sich die um 1500 Euro teurere High-Line-Ausstattung gönnen. Hier gehören nicht nur Annehmlichkeiten wie Sitzheizung, Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregelanlage sowie attraktive 17-Zoll-Alus zum Serienumfang, sondern auch sicherheitsrelevante Details wie Nebelscheinwerfer, automatisch abblendender Innenspiegel, Licht-/Regensensor, Einparkhilfe hinten und der innovative Spurwechselassistent.

Das so genannte Rear Vehicle Monitoring (RVM) erkennt Fahrzeuge im Toten Winkel und signalisiert dies dem Fahrer durch Warnleuchten in den Außenspiegeln. Erst ab High-Line-Ausstattung sind das Navigationssystem mit dem kleinen Farbmonitor (720 Euro) und die satt klingende Bose-Soundanlage inklusive CD-Wechsler (930 Euro) lieferbar.

Auch das uneingeschränkt empfehlenswerte Sahnestück unter der Motorhaube gibt es erst ab High-Line: Der neue 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel mit 150 PS macht den Mazda3 zum zugleich sprintstarken wie sparsamen Gleiter. Der optimale Mazda3 ist also ein 2.2 CD mit 150 PS in High- Line-Ausstattung für 24 800 Euro – ein faires Angebot.

Dem Diesel-Abstinenzler bietet sich darüber hinaus eine technisch nicht minder anspruchsvolle Alternative in Form des 151 PS starken, ebenfalls brandneuen Zweiliter-Benziners (ab High-Line, 22.600 Euro). Der hört auf den etwas sperrigen Namen Mazda3 2.0 MZR-DISI. DISI steht für Direct Injection Spark Ingnition.

Es handelt sich also um einen Benzin-Direkteinspritzer, der zudem mit einem spritsparenden, innovativen Start-Stopp-System kombiniert wird. Der Vierzylinder zieht von unten heraus nicht so brachial durch wie der 2.2 CD, sorgt aber dennoch für gute Fahrleistungen und läuft dabei stets kultiviert.

PURER LUXUS AB HIGH-LINE

Wer die im Mazda3 durchweg exakt schaltbaren manuellen Getriebe (1.6er: 5-Gang, sonst 6-Gang) verschmäht, ist auf den konventionellen Zweiliter-Benziner mit Saugrohreinspritzung und 150 PS angewiesen, der mit einer Fünfstufenautomatik kombiniert wird.

Ihn gibt es ab High-Line-Ausstattung für 24.080 Euro oder wahlweise auch in der nochmals 2000 Euro teureren Luxus-Variante Sports-Line, die mit Bi-Xenon- plus Kurvenlicht, schlüssellosem Zugang und Sportpaket (Sportsitze, Front-/Heckschürze) nur noch die Metalliclackierung (480 Euro) und die Lederausstattung (1560 Euro) als Optionen offen lässt.

Allein der Topausstattung Sport-Line vorbehalten ist der überaus kräftige 2,2-Liter-Diesel in der 185-PS-Variante, die aber angesichts der guten Performance des 150-PS-Diesels nicht zwingend notwendig erscheint.

Mazda3 ist für die meisten gleichbedeutend mit Fünftürer. Es gibt ihn aber auch als viertürige Stufenhecklimousine. Der geräumige Innenraum zeigt keinerlei Unterschiede zum Fünftürer. Allerdings fasst der Kofferraum stolze 430 Liter, lässt sich dafür aber – trotz der Durchladeluke und asymmetrisch geteilt klappbarer Fondlehnen – nicht ganz so variabel nutzen wie der des Fünftürers. Dessen Laderaum kann man durch Umklappen der geteilten Rücksitzlehne von 340 auf 1360 Liter vergrößern.

DYNAMIK PLUS KOMFORT
Zudem ist das Stufenheckmodell, dessen Form stark an den größeren Mazda6 erinnert, um 500 Euro teurer als der Fünftürer und nur als Benziner in den Ausstattungen Center- bzw. High-Line lieferbar. Doch ganz gleich für welchen Mazda3 man sich entscheidet, alle haben eine gehörige Portion fahrdynamisches Talent mit auf den Weg bekommen, ohne dabei den Komfort zu vernachlässigen. Das äußert sich einerseits in einer präzise ansprechenden Lenkung, die dem Fahrer stets das Gefühl für den nötigen Lenkeinschlag vermittelt.

Andererseits – und das stellt einen großen Fortschritt im Vergleich zum Vorgänger dar – federt der Mazda3 nun deutlich geschmeidiger über Querfugen und sonstige Unebenheiten hinweg. Dabei bleibt der Kompakte immer noch sportlich straff, was die Karosseriebewegungen in Kurven minimiert. Auch die vom Vorgänger bekannten, deutlich hörbaren Abroll- und Windgeräusche hat man dem aktuellen Modell weitgehend abgewöhnt.

Damit schafft der Mazda3 den Spagat zwischen jenem Komfort, den man besonders auf langen Strecken schätzen lernt, und kurzweiligem Fahrspaß. Noch mehr Freude bereitet der Mazda3 MPS ... Jürgen Voigt



Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mazda 3 1.6 CD

PS/KW 109/80

0-100 km/h in 11.00s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 185 km/h

Preis 20.300,00 €

Mazda 3 2.2 CD (150 PS)

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.20s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 24.800,00 €

Mazda 3 2.2 CD (185 PS)

PS/KW 185/136

0-100 km/h in 8.20s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 213 km/h

Preis 27.800,00 €

Mazda 3 1.6

PS/KW 105/77

0-100 km/h in 12.20s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 184 km/h

Preis 16.900,00 €

Mazda 3 2.0 DISI

PS/KW 151/111

0-100 km/h in 10.40s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 206 km/h

Preis 22.600,00 €

Mazda 3 2.0 Automatik

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 10.60s

Frontantrieb, 5-Stufen Automatik

Spitze 205 km/h

Preis 24.080,00 €