Hacker knacken Jeep-uconnect, Fiat-Chrysler gibt Entwarnung Keine Gefahr?

22.07.2015

Der Hacker-Angriff auf den Jeep Grand Cherokee kann in Europa nicht gelingen. Für amerikanische Kunden gibt es ein Sicherheits-Update

Zwei Sicherheitsexperten in den USA haben nachgewiesen, dass ein fahrendes Auto aus der Ferne manipuliert werden kann. Die Hacker konnten bei dem Experiment bei einem Jeep Grand Cherokee Bremsen, Geschwindigkeit, Klimaanlage und Radio steuern. Sie nutzen dafür eine Sicherheitslücke in dem Uconnect genannten Infotainment-System des Wagens, das mit dem Internet verbunden ist.

 

Hacker knacken Jeep-uconnect, Fiat gibt Entwarnung

Hersteller Fiat-Chrysler gab am heutigen Mittwoch Entwarnung, zumindest für Kunden in Europa: Die hier verkauften Autos verfügten demnach nicht über den Baustein zur Internetverbindung. Hiesige Kunden seien daher nicht betroffen.

Die beiden Hacker Charlie Miller und Chris Valasek hatten die Sicherheitslücke entdeckt. Sie konnten sich über das Internet mit dem Unterhaltungssystem eines Jeeps verbinden. Von dort drangen sie in weitere Bereiche der Steuerungssoftware des Autos vor und programmierten das System so um, dass sie die Kontrolle über den Wagen bekamen. So konnten sie einen Journalisten des US-Magazins «Wired» bei voller Fahrt auf einer Autobahn ausbremsen. Dem Hack war monatelange Programmierarbeit vorausgegangen.

Hersteller Fiat Chrysler sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, Jeeps auf dem europäischen Markt seien nicht betroffen. Das betroffene Mobilfunk-Modul zum Internetzugang sei hier nicht verbaut. «Der Zugang geschah über eine GSM-Schnittstelle im Fahrzeug, die es nur bei Autos auf dem amerikanischen Markt gibt», sagte ein Sprecher. «Für Kunden in Europa ist das also kein Thema.»

Für Besitzer eines Jeeps in den USA habe Chrysler inzwischen ein Software-Update herausgegeben, mit dem die Lücke geschlossen werde. Um das durchzuführen, müssen Autofahrer ihren Wagen in die Werkstatt bringen.

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