Jeep Cherokee: SUV-Kaufberatung Fluchtwagen

24.04.2015
Inhalt
  1. Jeep Cherokee: gute Ausstattung ab Werk
  2. Jeep Cherokee: zwei Motoren, drei Leistungsstufen
  3. Jeep Cherokee: Viele Komfortextras im Angebot

Raus aus dem Alltag, hinein ins Vergnügen. Dank der großen Ausstattungsvielfalt hält der Jeep Cherokee für kleine und große Abenteuer jede Menge Möglichkeiten bereit. Kaufberatung

Es kommt letztendlich darauf an, wie man die Dinge sieht. Der Jeep Cherokee der vierten Generation zum Beispiel ist für Amerikaner nur ein Kompakt-SUV, während er in Europa in der Mittelklasse dieser Fahrzeug-Gattung rangiert. Dort, wo Autos wie etwa ein Audi Q5 um Käufer kämpfen, heißt Mittelklasse bekanntermaßen alles andere als mittelprächtig. Grund genug also, sich dem extravagant gestylten SUV der Allrad-Urmarke einmal intensiver zu widmen.

 

Jeep Cherokee: gute Ausstattung ab Werk

Auf 4,62 Meter Länge hält der Amerikaner fünf bequeme Sitzplätze bereit und glänzt mit beachtlicher Variabilität. So ist die Rücksitzbank nicht nur asymmetrisch geteilt klappbar, sondern auch längs- und die Lehne neigungsverstellbar. Zusätzlich lässt sich die Beifahrersitz-Lehne umklappen, um lange Gegenstände problemlos unterzubringen. Je nach Ausstattung wartet unter dem Beifahrersitz zudem ein großes Fach, um Wertvolles blickdicht zu verstauen. Bei Bedarf fasst der Laderaum zwischen 412 und 1267 Litern.

Für den Cherokee, der aus den Produktionshallen in Toledo, Ohio rollt, sind hierzulande drei Ausstattungsversionen erhältlich. Die Basis heißt „Longitude“ (ab 34.800 Euro). Auch wenn es sich dabei um die Einstiegsvariante handelt, können Cherokee-Interessenten hier getrost zugreifen, denn sie ist bereits reichhaltig ausgestattet. Das bedeutet zum Beispiel serienmäßig 17-Zoll-Räder, Einparkhilfe hinten, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregelanlage, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, CD-Radio inklusive digitalem Radioempfang (DAB) und 5-Zoll-Touchscreen sowie eine Freisprecheinrichtung.

Darüber rangiert die luxuriöse „Limited“-Linie (ab 39.800 Euro) mit serienmäßigen 18-Zoll-Leichtmetallrädern. Wer also nicht auf den Euro schauen muss, ist mit dieser Version bestens bedient, zumal damit die Option auf fast alle, später noch zu erörternden Antriebsvarianten verbunden ist.

Hier sind beispielsweise ein schlüsselloses Zugangssystem, Bi-Xenon-Scheinwerfer, eine elektrisch öffnende Heckklappe, eine Rückfahrkamera, mit Nappa-Leder bezogene Sitze (Fahrersitz elektrisch verstellbar) und ein Multimedia-System mit 8,4-Zoll-Touchscreen aufpreisfrei an Bord. Eine Besonderheit ist die serienmäßige Induktionsladeschale, mit deren Hilfe sich Smartphones kabellos aufladen lassen. Dieses praktische Extra kostet für die „Longitude“-Version 250 Euro extra.

Einen Sonderfall stellt die „Trailhawk“-Ausstattung dar, welche sich an Offroad-Fans richtet. Optisch ist sie auf den ersten Blick an den Trailhawk-Plaketten auf den vorderen Kotflügeln erkennbar, dem Jeep-Gütesiegel für besondere Geländeeigenschaften. Hierfür bürgt etwa das um ein Zoll höhergelegte Offroad-Fahrwerk samt Unterboden-Schutzschild, das dem Trailhawk eine Bodenfreiheit von gut 22 Zentimetern beschert. Die 17-Zoll-Leichtmetallräder tragen M+S-Profil für mehr Grip. Eine Alarmanlage schreckt Langfinger ab, und wie beim „Limited“ sorgt ein 230-Volt-Stromanschluss für diverse Elektrogeräte dafür, das Leben auch in der Wildnis angenehmer zu gestalten.

 

Jeep Cherokee: zwei Motoren, drei Leistungsstufen

Der „Trailhawk“ (48.000 Euro) wird ausschließlich in Verbindung mit dem 3,2 Liter großen V6-Benziner angeboten, der 272 PS und 315 Nm Drehmoment zur Verfügung stellt. Das laufruhige Aggregat ermöglicht eine gelassene Fahrweise und bietet abseits der Straße genügend Reserven, um steile Hänge zu erklimmen. Hilfreich dabei ist die neue Neunstufen-Automatik von ZF, welche erstmals in einem Mittelklasse-SUV zum Einsatz kommt.

Im Onroad-Alltag zeichnet sie sich durch ebenso spontane wie weiche Fahrstufenwechsel aus. Im Gelände hält sie aufgrund ihrer engen Abstufung stets die passende Übersetzung bereit und sollte deshalb bei der Wahl der Kraftübertragung Priorität genießen. Apropos Gelände: Hier kann der ausschließlich allradgetriebene „Trailhawk“ als einziger Cherokee auf eine serienmäßige Hinterachs-Differenzialsperre zurückgreifen.

Der V6-Benziner lässt sich zum gleichen Preis wie der Trailhawk auch mit der „Limited“-Version kombinieren, dann aber nur mit dem automatisch zuschaltenden Allradantrieb ohne weitere Traktionshilfe. Diese ist in Form eines Reduktionsgetriebes außer dem erwähnten Trailhawk der allradgetriebenen „Limited“-Version in Verbindung mit der 170-PS-Variante des 2.0 Liter-MultiJet-Diesels mit Automatik (47.250 Euro, erkennbar an den zwei eckigen Auspuffrohren) vorbehalten.

Wer 1750  Euro sparen möchte, wählt die Ausstattungs- und Motorversion ohne Reduktionsgetriebe für 45.500 Euro. Die Basis-Motorisierung wiederum hat 140 Diesel-PS und ist nur mit 6-Gang-Handschaltung zu bestellen, wahlweise mit Vorderrad- oder Allradantrieb (Aufpreis: 2100 Euro).

Kaufentscheidend für Interessenten dieser Version dürfte sein, wie oft tatsächlich unbefestigtes Terrain unter die Räder genommen wird, denn die Frontantriebsvariante beschleunigt spürbar besser als die Allradversion, die dafür auf nassem oder losem Untergrund erwartungsgemäß ihren Traktionsvorteil in die Waagschale wirft. Erhältlich ist der kleine Diesel sowohl mit Vorderrad- als auch Allradantrieb in der Basis-Version „Longitude“ und in der „Limited“-Ausstattung.

Nach der Montage einer Anhängerkupplung beim Händler (ca. 800 bis 1000 Euro) darf der Cherokee je nach Version zwischen 450 kg (ungebremst) und 2475 kg (gebremst) schwere Anhänger ziehen. Kapazitäten wie diese dürften für die Mehrzahl der Fälle völlig ausreichen. In der Sicherheitsausstattung zeigt sich die Generation Cherokee KL auf der Höhe der Zeit: Hier erweist sich vor allem das „Fahrassistenzpaket“ als sinnvolle Anschaffung (ab 2000 Euro).

 

Jeep Cherokee: Viele Komfortextras im Angebot

Es lässt sich für die „Limited-“ und „Trailhawk“-Ausstattungen ordern und enthält einen Spurhalteassistenten, einen Abstandsregeltempomaten mit Auffahr-Warn-, Anbrems- und Stop&Go-Funktion, einen Totwinkelassistenten, einen Parkassistenten für Längs- oder Querparkmanöver und einen Fernlichtassistenten. Diese beiden Ausstattungslinien bieten in puncto Sicherheit übrigens serienmäßig einen Bergabfahrassistenten (beim „Limited“ nur mit Automatik- und Reduktionsgetriebe), mit dessen Hilfe sich schwierige Abfahrten mit konstanter Geschwindigkeit bewältigen lassen.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Aufenthalt an Bord des Cherokees so angenehm wie möglich zu gestalten. Egal, ob auf dem Weg ins Einkaufszentrum oder auf der Expeditionstour – auf jeden Fall empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das Winterpaket (ab 250 Euro), das unter anderem ein beheizbares Lenkrad beinhaltet. Im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend wirkt das „Navigation & Sound“-Paket für 1450 Euro.

Wer nicht gleich zur „Limited“-Version greift, die vieles serienmäßig mitbringt, tut gut daran, das „Licht & Sicht“-Paket (beim „Longitude“ für 1100 Euro) oder das „Komfort & Sicht“-Paket (beim „Trailhawk“ für 1150 Euro) zu bestellen, wo jeweils Bi-Xenon-Scheinwerfer Asphalt und Wildnis ausleuchten. Viel Licht in den Innenraum lässt dagegen das Command View genannte Panorama-Glasdach (1450 Euro Aufpreis). Wer all diese Optionen in Betracht gezogen hat, dem bleibt auch noch die Qual der Wahl unter zehn verschiedene Außenfarben.

Nicht zu vergessen ist die große Auswahl im Original-Zubehör-Katalog, um mit dem Jeep Cherokee in individueller Optik und Ausstattung aus dem Alltag auszubrechen und ins Freizeit-Vergnügen einzutauchen. Hierbei helfen beispielsweise Transportboxen oder gar ein aufsetzbares 4-Personen-Zelt, das an der geöffneten Heckklappe befestigt werden kann. So haben Jeep Cherokee-Piloten das Abenteuer stets unter Dach und Fach.

Unser Fazit

Mit dem Cherokee hat Jeep die Lücke zwischen der Gelände-Ikone Wrangler und dem luxuriösen Grand Cherokee gekonnt gefüllt. Die Ausstattungsvielfalt lässt eine für alle Ansprüche maßgeschneiderte Konfiguration zu. Als empfehlenswerte Kombination kristallisiert sich dabei der 170 PS-Diesel mit Allradantrieb und Neunstufen-Automatik heraus, welche ordentliche Fahrleistungen bei moderatem Verbrauch bietet. Für gelegentliche Ausflüge ins Gelände sollte die Version mit Geländeuntersetzung ins Auge gefasst werden. Die artgerechte Haltung abseits befestigter Straßen gelingt beim Cherokee am besten mit der Trailhawk-Version. Deren etwas rustikalen Charme gibt es serienmäßig dazu.

Elmar Siepen

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