Jeep Cherokee gegen Renegade: Vergleichstest Zwei Jeep-SUV im Test

03.05.2016

Eine längere SUV-Tradition als Jeep hat keiner. Mit dem eigenwillig gestylten Cherokee und dem kantigen Renegade treffen zwei unterschiedliche Interpretationen des Themas aufeinander. In unserem Vergleich "Groß gegen Klein" haben wir die beiden Jeep getestet.

Es war 1963, als Jeep mit dem Wagoneer im Geländewagensegment Komfort einfließen ließ. Servolenkung und Automatik-Getriebe hatte es bis dato bei den rustikalen Allradvehikeln nicht gegeben. Der 1966 erschienene Super Wagoneer setzte mit einstellbarer Lenksäule, Klimaanlage oder Servolenkung noch eins drauf. Bis auf den heutigen Tag fährt Jeep mit Autos sowohl fürs Grobe als auch fürs Feine zweigleisig. In unserem Test ist es der beliebte Renegade, der in der Trailhawk-Version mit Allradantrieb, Diferenzialsperre und Geländeuntersetzung durch Dick und Dünn geht und sogar den Rubicon-Trail, die wohl anspruchsvollste Geländestrecken der Welt, meistern soll. Darauf weisen stolz die Trailrated-Plaketten auf den vorderen Kotflügeln hin. Auf der Straße jedoch entfaltet er einen eher rustikalen Charme. Der 2,0-Liter-Mulitjet-Diesel mit 170 PS lässt seine Insassen stets an seiner Arbeitsweise teilhaben. 350 Newtonmeter sorgen für genügend Druck, und die aufmerksame Neunstufen-Automatik stellt stets die richtige Übersetzung parat. Bei hohem Tempo steigen die Windgeräusche im Test aber deutlich an, und die recht strafe Feder-Dämpfer-Abstimmung ist besser für grobe Untergründe ausgelegt. Kurze Bodenwellen reicht der kleine Kraxler munter durch. Abseits befestigter Wege bereitet er dafür viel Spaß und zeigt im Test und den meisten Konkurrenten keck die markanten Rücklichter.

 

Jeep Cherokee nimmt 7,2 Liter im Testverbrauch

Mit 7,6 Liter Diesel auf 100 Kilometern darf der Renegade angesichts seiner kantigen Karosserie als durchaus sparsam bezeichnet werden. Da setzt der größere Cherokee mit dem neuen, 200 PS starken 2,2-Liter-Diesel zum Überholen an: 7,2 Liter Testverbrauch sind ein Wort für das fast zwei Tonnen schwere SUV. Die marginalen Unterschiede in den Fahrleistungen sind im Alltag kaum von Bedeutung. Eher schon die Fahreigenschaften: So zeigt der Cherokee in unserem Test einen deutlich besseren Abroll- und Geräuschkomfort. Auch auf den Sitzen reist es sich vorn wie hinten bequemer als im Renegade. Kurvenkünstler sind weder Cherokee noch Renegade, sie wollen es auch gar nicht sein. Doch da, wo beiden Kurven unter die Räder kommen, reagiert der kleine Renegade deutlich spontaner auf Lenkbefehle. Kein Wunder, schleppt er doch auch über 300 kg weniger Leergewicht mit sich herum. In der Limited-Ausstattung ist man auch im Cherokee jenseits des Asphalts nicht gleich aufgeschmissen.

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Dafür sorgt der automatisch zuschaltende Allradantrieb, der – sensorgesteuert – mit Hilfe eines Transfergetriebes an der Vorderachse die Antriebskraft bei zu viel Schlupf an den Vorderrädern an die Hinterräder leitet. Gemanagt wird die stufenlose Kraftverteilung von einer elektro-hydraulischen Kupplung. Wer möchte, bekommt den Cherokee aber auch mit einem Reduktionsgetriebe, dass die Offroad-Eigenschaften weiter steigert – oder auch als Trailhawk mit mehr Bodenfreiheit und einer zusätzlichen Hinterachsdifferenzialsperre. In der getesteten Limited-Ausstattung kostet der Cherokee zwar 45.900 Euro, ist dafür aber deutlich besser ausgestattet als der Renegade in der Trailhawk-Version für 33.500 Euro. So gehören bei ihm beispielsweise ein Navisystem und eine Rückfahrkamera zum serienmäßigen Lieferumfang. Obendrein sind die Sitze ab Werk elektrisch einstellbar.

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Tech. Daten Jeep Cherokee Jeep Renegade
Version 2.2 Multijet Limited 2.0 Multijet Trailhawk
Motor 4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel 4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel
Hubraum 2184 cm³ 1956 cm³
Leistung 147 kW/200 PS
bei 3500 /min
125 kW/170 PS
bei 3750 /min
Getriebe Allrad Allrad
0-100 km/h 9,1 sec 9,2 sec
Höchstgeschw. 204 km/h 196 km/h
Verbrauch 7,2 l/100 km 7,6 l/100
Grundpreis 45.900 Euro 33.500 Euro

Unser Fazit

Der Jeep Renegade verkörpert in der Trailhawk-Version die klassischen Jeep-Tugenden wie Geländegängkeit und Strapazierfähigkeit. Der Cherokee ist größer, und komfortabler und deshalb im Verkehrsalltag der angenehmere, wenn auch teurere Begleiter.

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