Jaguar XF 2015: Britischer Luxus zur New York Auto Show Angriffslust statt Understatement

Schon vor seiner Weltpremiere auf der New York Auto Show lässt Jaguar die Raubkatze aus dem Sack: In London zeigt der neue Jaguar XF 2015 einen spektakulären Stunt über der Themse

Jaguar gibt weiter Vollgas: Nachdem die Briten mit F-Type Roadster und Coupé Fahrt aufgenommen haben und schon bald mit dem XE in der Premium-Mittelklasse angreifen wollen, zeigen sie jetzt in London ein weiteres heißes Eisen. Genau wie der XE zielt auch der brandneue Jaguar XF 2015 mit viel Hightech voll auf die deutsche Premium-Liga von Audi, BMW und Mercedes.

 

Jaguar XF 2015: Britischer Luxus zur New York Auto Show

In den Konzernzentralen dieses Trios dürfte man die nächste Kampfansage aus England gleichermaßen gespannt wie aufmerksam zur Kenntnis nehmen, denn die Briten strotzen vor Selbstbewusstsein. Bis zu 80 Kilogramm leichter als die deutschen Wettbewerber soll der neue Jaguar XF dank seiner Aluminium-Karosserie sein, mit 104 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer liefert der 163 PS starke Basis-Diesel einen neuen Bestwert im Segment.

Diesen Wert, der einem Verbrauch von 3,9 Liter Diesel auf 100 Kilometer entspricht, verdankt die britische Oberklasse-Limousine nicht nur dem konsequenten Leichtbau und dem Ingenium-Vierzylinder-Diesel, sondern auch der optimierten Aerodynamik: Der cW-Wert fällt mit 0,26 vorbildlich aus. Den Vierzylinder-Diesel gibt es auch in einer Ausbaustufe mit 180 PS, darüber rangiert ein 300 PS starker V6-Diesel. Bei den Benzinern umfasst die Palette zunächst zwei Sechszylinder, die 340 und 380 PS leisten und aus dem F-Type bestens bekannt sind. Später wird ein neuer Jaguar XFR mit weit über 500 PS folgen.

Neben dementsprechend souveränen Fahrleistungen auf gerader Strecke verspricht Jaguar auch ein sportliches Handling auf kurvigen Straßen. Neben dem geringen Gesamtgewicht helfen dabei auch dessen ausgeglichene Verteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, die doppelten Dreiecksquerlenker an der Vorderachse und die integrale Einzelrad-Aufhängung hinten. Auf Wunsch rüstet Jaguar den XF auch mit Allradantrieb aus.

Im Innenraum haben die Entwickler großen Wert darauf gelegt, dass Fond-Passagiere künftig bequemer sitzen und mehr Platz um sich herum genießen können. In der ersten Reihe profitieren die Insassen von einem neuen Infotainment-System mit 10,2 Zoll großem Touchscreen. Das Display ist dabei in der Lage, für die Blickwinkel von Fahrer und Beifahrer völlig unterschiedliche Inhalte anzuzeigen – beispielsweise Navigationsdaten für den Fahrer und eine DVD für den Beifahrer.

Ergänzt wird das zentrale Display durch ein 12,3 Zoll großes TFT-Kombiinstrument, das bereits aus dem Range Rover bekannt ist und den Fahrer mit allen relevanten Infos zum Fahrzustand versorgt. Einige Informationen wie Geschwindigkeit und Navigations-Pfeile können auch im Head-Up-Display angezeigt werden, außerdem unterstreichen Voll-LED-Scheinwerfer und eine ganze Flotte von Assistenzsystemen den hohen Anspruch des Jaguar XF. Ob es reicht, um der deutschen Konkurrenz die schönen Rücklichter zu zeigen, müssen erste Vergleichstests zu einem späteren Zeitpunkt klären.

Tags:
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.