Jaguar F-Type R AWD im Fahrbericht Mit geschärften Krallen

01.08.2015

Fahrbericht: Jaguar überarbeitet den F-Type und frischt nicht nur ganz dezent die Optik auf, sondern spendiert dem Sportwagen einen voll auf Dynamik getrimmten Allradantrieb

Rassiger Sound, agiles Handling, betörend schöne Form – diese Kerntugenden des überarbeiteten Jaguar F-Type bleiben unberührt. Na ja, fast: Der stimmgewaltige V8 rotzt seinen Auspuffsound nicht mehr ganz so unverschämt lauthals raus wie bislang – klingt aber immer noch spektakulär.

Wirklich neu am Topathleten aus Coventry ist indes der optionale Allradantrieb. Je nach gewähltem Fahrprogramm generieren die über ein elektronisch geregeltes Kupplungspaket stufenlos zuschaltbaren Vorderräder eine verblüffende Spurtreue und maximalen Grip selbst auf regennasser Straße – oder bewahren, nein: schärfen trotz merklich gesteigerter Traktion den ultraagilen Charakter des F-Type. Bei deaktiviertem DSC-System (ESP) erlaubt der zweisitzige Jaguar zudem nach wie vor epische Drifteinlagen.

 

Fahrbericht Jaguar F-Type R AWD: Mit geschärften Krallen

Doch der schnittige Brite überzeugt nicht nur als Showcar, sondern bietet dank Allradtechnik mehr Fahrdynamik: Trotz des um rund 80 kg höheren Gewichts spurtet der Jaguar F-Type R AWD schneller als der Hecktriebler. Die Durchführung der vorderen Antriebswellen durch die Ölwanne bedingt zwar einen um zehn Millimeter höher eingebauten Motor, doch das spürt man als Fahrer ebenso wenig wie den um 1,2 Prozentpunkte schwereren Vorderwagen. Dafür sorgt in erster Linie die heckbetonte Kraftverteilung des Allradsystems. Erst wenn die Elektronik erkennt, dass die Hinterräder an ihre Haftgrenze stoßen, wird der vordere Antriebsstrang aktiviert – und zwar bevor der Schlupf für den Fahrer spürbar wird. Normalerweise fließen 100 Prozent der Kraft nach hinten, bei Bedarf ist ein Split von maximal 50:50 Prozent zwischen den Achsen möglich.

Die IDD genannte Regelelektronik (Intelligent Driveline Dynamics) bezieht neben dem Allradantrieb auch das obligatorische Torque Vectoring-System sowie das im R-Modell elektronisch gesteuerte Hinterachsdifferenzial in die Regelstrategie mit ein. So garantieren die Ingenieure eine stets berechenbare hecklastige Kraftverteilung, die dem F-Type nichts von seiner Handlichkeit raubt, aber das Gripniveau und die Spurtstabilität steigert.

Erfreulicherweise bleibt die feinnervige Lenkung dabei weitestgehend frei von störenden Antriebseinflüssen. Vielmehr begeistert die nun elektromechanische Servolenkung mit einer klar definierten Mittellage und einem punktgenauen Ansprechverhalten. Steifere Lagerbuchsen der Querlenker sowie um zwölf Prozent straffer abgestimmte Federn erhöhen die Lenkpräzision zusätzlich.

Der kraftstrotzende und kultivierte Kompressor-V8 mit 550 PS bleibt unverändert und ist nun auch im Cabrio zu haben (119.800 Euro mit Allrad). Eine lohnende Investition stellt ferner die optionale Karbon-Keramik-Bremsanlage dar, die mit ihrer hohen Verzögerungsleistung, dem sauber definierten Druckpunkt sowie extremer Standfestigkeit brilliert.

Brillanter präsentiert sich mit dem aktuellen Modelljahr (2016) auch das InControl-Multimediasystem. Der Touchscreen wird größer und schärfer, die Bedienlogik verbessert. Besonders das Navi ( jetzt mit 3D-Darstellung) soll fixer und zuverlässiger arbeiten. Außerdem lässt sich der Wagen optional sogar per Handy-App ferngesteuert starten, um den Innenraum schon vor Fahrtbeginn wunschgemäß zu klimatisieren. Ein echt cooles Gimmick.

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