Irmscher GT i40 Kleine Corvette

10.06.2008

Der Autozulieferer und -veredler Irmscher feiert seinen 40. Geburtstag. Das schönste Geschenk machen sich die Schwaben selbst: den GT i40 auf Basis des Opel GT mit einem 480 PS starken V8-Motor aus der Corvette

Eckdaten
PS-kW480 PS (353 kW)
AntriebHinterrad, 6 Gang manuell
0-100 km/hk.A.
Höchstgeschwindigkeitk.A.
Preisk.A.

Das 1968 in einer Doppelgarage bei Stuttgart begann, ist heute ein weltweit operierendes Unternehmen: In 40 Jahren hat Irmscher rund eine halbe Million Fahrzeuge umgebaut, veredelt, sparsamer oder schneller gemacht. Die meisten waren Opel – schließlich besteht seit 1971 eine enge Partnerschaft. Und so verwundert es nicht, dass sich die Schwaben zum Firmenjubiläum das sportliche Topmodell der Rüsselsheimer vorgeknöpft haben, den zweisitzigen Opel GT.

Schon von Haus aus ist der Roadster kein Waisenknabe: 264 PS, 353 Newtonmeter Drehmoment, von null auf Tempo 100 in 5,7 Sekunden, 229 km/h Spitze. In der von Irmscher bereits überarbeiteten und angebotenen Version stehen nach einem Eingriff in die Motorsoftware bis zu 315 PS und rund 410 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung, Tempo 100 erreicht der GT dann nach 5,2 Sekunden.
Ein noch viel schärferes Kaliber ist der Irmscher GT i40, dessen Prototyp zum Jubiläum vorgestellt wurde und den wir in Hockenheim exklusiv fahren konnten: 480 PS, 570 Newtonmeter, 4,2 Sekunden bis Tempo 100, 275 km/h Spitze. Für den Umbau flog der serienmäßige Vierzylinder-Turbo raus, die Irmscher-Ingenieure passten stattdessen den mächtigen V8 aus der Corvette des Jahrgangs 2007 ein.

Aufwendig verfeinert

Doch leichter gesagt, als getan: Um den sechs Liter großen Aluminiummotor unter die Haube zu bringen, mussten Teile der Vorderachse umgebaut werden. Wie ein mächtiger Schnorchel ragt der Ansaugschlund nach vorn und endet direkt hinter dem Kühlergrill. Auch ein zusätzlicher Ölkühler ist hier platziert.

Der Corvette-Motor, schon an sich ein feines Stück, wurde aufwendig getunt: bearbeitete Zylinderköpfe mit geglätteten Ansaugkanälen, eine scharfe Nockenwelle mit größeren Überschneidungszeiten beim Gaswechsel, dazu eine handgefertigte Auspuffanlage. Insgesamt stieg die Leistung von 404 auf 480 PS.

Auch im Cockpit ist von der Großserie nicht viel übriggeblieben. Allerdings kann die Lederausstattung mit Karbonstruktur auch in Verbindung mit der 315-PS-Version geordert werden. Die linke Hand umschließt das weiche Leder des Lenkrads. Der etwas kürzere Schalthebel für das amerikanische Sechsganggetriebe von Tremec fällt kaum auf, verlangt beim Fahren aber eine starke Hand auf kurzen Schaltwegen.

Auf den ersten Metern rollt der GT i40 ganz sacht über den Asphalt – doch der Schein trügt. Bei deaktiviertem ESP lassen sich jederzeit per Gasbefehl schwarze Striche auf die Fahrbahn malen. Dieser urwüchsigen Gewalt ist die Serien-Hinterachse auf Dauer nicht gewachsen, deshalb kommt demnächst eine kräftigere Konstruktion mit mechanischem Sperrdifferenzial zum Einsatz. Aber die Mini-Corvette ist trotzdem kein brachialer Kraftprotz. Selbst die noch nicht optimierte Fahrwerksabstimmung bietet einen guten Kompromiss aus Restkomfort und viel Talent für schnelle Kurvenfahrten.

Kleinserie ist möglich

Ein leichter Hang zum Übersteuern lässt sich leicht kontrollieren. Selbst der Geradeauslauf ist überzeugend. Und die Kraftentfaltung des großvolumigen Saugmotors ist harmonisch bis zur Grenze von rund 7000 Umdrehungen. Über 4500 Touren, kurz vor dem Erreichen des maximalen Drehmoments, geht die Reise aber erst so richtig los. An der Bremsanlage wird ebenfalls noch gefeilt. In der endgültigen Version kommen 360 Millimeter große, innenbelüftete Scheiben mit Vierkolben-Bremssätteln zum Einsatz. Die 19 Zoll großen Alu-Räder mit 245er Bereifung, der ausladende Frontspoiler und die knackigen Abmessungen lassen den i40 imponierend dastehen. Diese Bauteile und die kernige Auspuffanlage bietet Irmscher übrigens für jeden Serien-GT an.

Bleibt die wichtige Frage: Wann kann man das komplette Auto kaufen? Bei Irmscher wird gerade gerechnet, ob sich eine Kleinserie von 20 bis 30 Autos lohnt. Der Preis dürfte dann allerdings bei über 65000 Euro liegen. Holger Eckhardt

Technische Daten
Motor 
ZylinderV8-Zylinder, 2-Ventiler
Hubraum5967
Leistung
kW/PS
1/Min

353/480
5950 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
570
4900 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe6 Gang manuell
AntriebHinterrad
Fahrwerk 
Bereifungv: 245/40 ZR 19
h: 245/40 R 19
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)1385
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)k.A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)k.A.
Verbrauch 
Testverbrauchk.A.
EU-Verbrauchk.A.
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)k.A.

Tags:
Zmarta Autokredit
Autokredit

Jetzt den günstigsten Autokredit finden

Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.