IAA 2013 - Neuheiten aus dem VW-Konzern: Audi Quattro Concept & Co. Fit für Frankfurt

04.07.2013
Inhalt
  1. Audi Quattro Concept: BIS ZU 650 PS IN SICHT
  2. VW GOLF R: JETZT 300 PS
  3. Neues von Seat, Skoda & Lamborghini

Der VW-Konzern rüstet für die Frankfurter IAA 2013. Heiße Messe-Neuheiten planen alle Marken, aber die Überraschung bietet Audi – einen  extremen Leichtbau-Sportler im zackigen Coupé-Kleid. Die Ingolstädter planen allen Ernstes die Serienversion

Mit einem ultrasportlichen Kracher will Audi auf der Frankfurter IAA die Rivalen BMW und Mercedes schocken. Streng geheim ist das Thema, das schon seit Wochen das Okay des Vorstands hat – und jetzt heftig die Ingolstädter Designer und Entwicklungsingenieure beschäftigt. Es ist wirklich der Hammer: Audi plant quasi die Wiederauferstehung des legendären Sport Quattro von 1984.

Dazu wird jetzt Stück für Stück die heiß diskutierte Quattro Concept Studie von 2011 zu einem Serienmodell umgebaut, das schon in gut zwei Jahren – so lautet die aktuelle Vorgabe – in einer Kleinserien-Produktion starten soll. Ein radikaler Sportler, wie es ihn bei Audi noch nie gab, soll es werden. Deshalb bleibt kein Stein auf dem anderen. Erstens wird die Karosse des 2+2-Sitzers noch viel schärfer und skulpturaler als die der Studie. Der Racer, der den A5 als Basis nutzt, ist gut 4,40 Meter lang, rund 1,87 m breit und nur etwa 1,34 m hoch. Zweitens soll die Leichtbau-Karosse einen ordentlichen Laderaum bieten. Das ganze Auto, das auf einen Materialmix aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK), Aluminium und Magnesium setzt, dürfte nur um die 1300 Kilo wiegen. Ein Audi-Manager: „Das wird ein magisches Auto.“

 

Audi Quattro Concept: BIS ZU 650 PS IN SICHT

Permanenter Allradantrieb ist Pflicht, und bei der Power will es Audi auf die Spitze treiben. Denn unter der Motorhaube arbeitet nicht der 408 PS starke Fünfzylinder-Turbo aus der Studie, sondern die Antriebseinheit des RS 7. Im Klartext: Der 300 km/h schnelle Super-Quattro erhält den 4,0 Liter großen Biturbo-V8, der hier dann sogar bis zu 650 PS abliefern soll (RS 7: 560 PS). Und der kann sogar sparen, denn bei geringer bis mittlerer Last und Drehzahl werden die Zylinder 2, 3, 5 und 8 stillgelegt, indem die Ventile über elektro-mechanische Aktoren geschlossen werden. Der Sprint von null auf Tempo 100? Wir rechnen mal mit 3,4 Sekunden.

Zudem soll der Quattro sensationelle Kurvenkünste offerieren – inklusive Sportdifferenzial an der Hinterachse sowie Kohlefaser- Keramik-Bremsscheiben. Preislich soll das extreme Coupé (ein Roadster ist nicht geplant) das untere Level des R8 knacken, diskutiert werden rund 115.000 Euro. In Relation zum bekannten Sportwagen soll der Quattro mehr Langstreckenkomfort bieten – die adaptive Dämpfung magnetic ride, die die Stoßdämpfer nach Bedarf variiert, ist an Bord. Gebaut wird der Audi übrigens in Handarbeit bei der Neckarsulmer Quattro GmbH. Die Bayern haben auf der IAA 2013 aber noch mehr zu bieten, etwa das neue A3 Cabrio, das im nächsten März startet und dann vier vollwertige Sitze und auch deutlich mehr Kofferraumvolumen bietet. Es nutzt als Basis die A3 Limousine, erhält aber für eine feinere Kurvendynamik einen verkürzten Radstand. Es bleibt beim klassischen Stoffverdeck, die Motoren reichen von 105 bis zu 300 PS, denn es soll später auch eine reizvoll verdichtete S3-Version geben.

 

VW GOLF R: JETZT 300 PS

Damit haben wir das Stichwort für die VW-News, denn bei den Wolfsburgern feiert der neue Golf R Messepremiere. Und soeben haben die Wolfsburger beim bissigen Allradler (4Motion, Haldexkupplung) noch einmal nachgelegt – statt 290 PS sind nun à la Audi S3 glatte 300 PS und bis zu 380 Nm Drehmoment angesagt. Ergo dürfte Tempo 100 auch hier in 4,8 s erledigt sein und die elektronisch begrenzte Spitze bei 250 km/h liegen. Verkauf ab Anfang 2014.

Noch spannender ist, dass VW vom Golf eine RD-Version plant, deren neuer Zweiliter-Biturbo-TDI jetzt 225 PS und 500 Nm generieren soll. Geschaltet wird ausschließlich per Doppelkupplungsgetriebe. Und wie wir aus Wolfsburg hören, wird sogar an einen wilden, fast 300 km/h schnellen R Plus-Golf gedacht. Er soll in limitierter Serie dann den 3,0-Liter-V6-Biturbo nutzen, den die „Design Vision GTI“- Studie unter der Haube hat. Noch fehlt das Okay des Vorstands – und noch ist offen, ob es dann 503 PS sein müssen. Aber auch 400 PS wären eine satte Hausnummer.

Nächste Golf-Überraschung: Der Nachfolger des Golf Plus, den VW auf der IAA zeigt, wird ein richtiges Familienauto im Van-Stil. Er hat deshalb fast das Format des neuen Golf Variant, ein drittes Seitenfenster (ergo eine D-Säule) und eine viel coupéhaftere Dachlinie. Das üppige Ladevolumen soll ungefähr zwischen 500 und maximal 1600 Liter liegen. Die Türausschnitte werden größer, und wie bisher gibt es eine längs verschiebbare Rückbank. Zudem erhält das Auto einen neuen Namen – über den noch diskutiert wird. Der VW wird ab Februar gebaut und soll Ende März im Handel sein. Bleibt noch der Golf-e-Motion, der Elektro-Golf, der Frühjahr 2014 startet. Details? Siehe Bildergalerie.

 

Neues von Seat, Skoda & Lamborghini

Die erfolgreiche tschechische VW-Tochter stellt in Frankfurt ihrer neuen Günstig-Stufenhecklimousine Rapid ein kompaktes Schrägheckmodell zur Seite – wir haben schon darüber berichtet. Fest steht: Auf der IAA 2013 im September ist Showtime, der Verkauf soll noch im Spätherbst beginnen. Und auch dieses ziemlich scharfkantig gestylte Auto hat einen überdurchschnittlich großen Kofferraum – und dürfte dann sogar noch unter 13.500 Euro kosten. Die Motorenpalette bei den Benzinern reicht voraussichtlich von 75 bis 122 PS, der Turbodiesel mit 1,6 Liter Hubraum mobilisiert 105 PS.

Die spanische Marke, die in Deutschland gut verkauft, zeigt den Kombi zum schicken Golf-Bruder Leon. Er heißt ST und wird vorbildlich geräumig sein, sein Standard-Ladevolumen soll bei üppigen 580 Litern liegen. Der Verkauf startet noch kurz vor Jahresende, motorisch gibt es das komplette Benziner-Diesel-Angebot der Schräghecklimousine von 86 bis 184 PS. Auch die im VW-Konzern beheimatete Sportwagen-Marke Lamborghini dürfte auf der IAA für Aufsehen sorgen, denn die Italiener haben den Gallardo-Nachfolger Cabrera dabei. Das Auto wird aber erst im Frühjahr 2014 starten. Neben der Allradversion gibt es wieder Heckantrieb und erstmals ein Doppelkupplungsgetriebe Ach ja, es fehlt noch der Porsche 918 Spyder.

Computerdesign: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign

Wolfgang Eschment

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