Hyundai i20 WRC: Rallye-Mitfahrt Durchgeschüttelt, aber glücklich!

26.08.2016

Wenn Dani Sordo im Cockpit des Hyundai i20 WRC Platz nimmt und den 300 PS starken Allradler über nassen Asphalt jagt, verliert man auf dem Beifahrersitz den Glauben an physikalische Gesetze.

Manchmal ist Vertrauen das Wichtigste, was man für die Fahrt in einem Rennwagen mitbringen muss. Zumindest dann, wenn es um den Beifahrersitz eines Hyundai i20 WRC geht und Dani Sordo kurz davor steht, seinen Dienstwagen über die Weinberge in der Nähe von Trier zu jagen. Auf einem Streckenabschnitt der ersten Etappe der Deutschland-Rallye hatten wir die Möglichkeit, ein wenig Motorsport-Luft zu schnuppern und für einige Kilometer den Platz von Sordos etatmäßigem Copilot Marc Martí einzunehmen. Doch während sich der spanische Beifahrer üblicherweise auf seinen Aufschrieb konzentrieren und Dani Sordo über die nächsten Kurven informieren muss, durften wir uns voll auf die Performance des Hyundai i20 WRC und das beeindruckende Fahrkönnen seines 33-jährigen Piloten konzentrieren. Bevor man sich jedoch auf etwaige Details konzentrieren kann, wird das eigene Hirn schon mit Wucht an die Rückwand des Schädels gedrückt. Denn was selbst auf feuchter Straße möglich ist, wenn ein auf extrem grippigen Reifen stehender Allrad-Sportler mit Vollgas loslegt, hat mit dem Beschleunigungspotenzial gewöhnlicher Automobile rein gar nichts mehr zu tun. Dabei hilft auch die extrem kurze Getriebe-Übersetzung, denn wenn der sechste Gang des 300 PS-Kleinwagens in den roten Bereich kommt, stehen gerade erst 200 km/h auf dem digitalen Tacho.

Video: Rasante Rallye-Mitfahrt bei Dani Sordo im Hyundai i20 WRC

 

 

Dani Sordo beherrscht den Hyundai i20 WRC im Schlaf

Und während die Weinberg-Idylle rund um Trier wie im Zeitraffer an den leichten Kunststoff-Seitenscheiben des Hyundai i20 WRC vorbeifliegt, nähert sich Dani Sordo mit voller Geschwindigkeit einer tiefen Entwässerungsrinne. Hat er den künstlichen Graben übersehen, fehlt ihm die Warnung des erfahrenen Beifahrers, unterschätzt er die heftige Querfuge? Nein, er kennt nur sein Auto und weiß, wozu das extrem teure Hightech-Fahrwerk des Rallye-Boliden in der Lage ist. Denn beim Überfahren des Hindernisses werden Fahrer und Beifahrer zwar kurz durchgeschüttelt, der Hyundai bleibt dabei ungerührt in der Spur und wird erst instabil, als ihn Dani Sordo mit Hilfe des langen Handbrems-Griffs in den nächsten Drift zwingt. Pedalerie, Schaltwippen, Handbrems-Hebel und Lenkrad sind die Instrumente der Rallye-Elite, die Übersteuern und kontrollierte Drifts für völlig normale Fahrzustände hält und die über 500.000 Euro teuren Boliden dabei nicht nur sicher in der Spur hält, sondern auch noch um Zehntelsekunden kämpft. Von den im Straßenverkehr üblichen Geschwindigkeiten ist man dabei so weit entfernt, dass die relativ seriennahe Optik des Kleinwagens fast schon zur Karikatur wird: trotz deutlich breiterer Kotflügel, riesigem Heckspoiler und Sponsoren-Beklebung sieht man den Hyundai i20 WRC als Understatement auf Rädern, nachdem man einen Hauch von seiner Performance erleben durfte – und im Anschluss von Dani Sordo erfährt, dass er in den letzten Minuten kaum mehr als 80 Prozent aus dem Rallye-Monster herausgeholt hat.

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