Holden Commodore: Belgischer Investor Heckantrieb und V8 auch nach 2017?

29.12.2015

Ein belgischer Milliardär will die Schließung des australischen Werks für den Holden Commodore verhindern und von General Motors eine Lizenz zur Nutzung der Technik erwerben.

Eigentlich wollte General Motors die australische Auto-Legende Holden Commodore demnächst auslaufen lassen, doch nun scheint plötzlich ein Happy End möglich. Rettung naht in Form des Milliardärs Guido Dumarey, denn der Belgier möchte mit GM über eine Fortsetzung der Produktion im Werk Elizabeth verhandeln. Dass er dafür neben der Hilfe lokaler Politiker auch eine gewisse Kooperationsbereitschaft der Amerikaner benötigt, ist ihm mehr als bewusst – genau deshalb will er derzeit auch keine übertriebenen Hoffnungen schüren. "Projekt Erich" hat der 56-jährige seinen Plan genannt, über den er kürzlich mit der australischen Website motoriing.com.au detailliert gesprochen hat. Die Verhandlungen mit der Holden-Mutter General Motors müssten demnach in der ersten Hälfte des Jahres 2016 weitgehend abgeschlossen sein, anderenfalls ließe sich die derzeit für Ende 2017 geplante Schließung des Werks nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll abwenden. Noch bevor sich Mitarbeiter um neue Jobs kümmern und große Zulieferer ihre Pläne ändern, müsse die Rettung des Holden Commodore auf den Weg gebracht sein.

Belgischer Milliardär plant Rettung des Holden Commodore

Neben der Rettung des Standorts Elizabeth steht für den Belgier die von General Motors entwickelte Zeta-Plattform des Holden Commodore im Fokus. Auf dieser Basis könne man seiner Meinung nach Premium-Automobile mit Hinterrad- und Allradantrieb anbieten, die sich sowohl in Australien als auch im Rest der Welt erfolgreich vermarkten ließen. Der ebenfalls erhältliche Pickup-Truck auf Basis des Holden Commodore könne zur Basis für eine ganze Reihe leichter Nutzfahrzeuge werden. Dumarey setzt bei seinen Plänen auch auf Hilfe der australischen Regierung, schließlich habe diese die Entwicklung des Werks mit Subventionen unterstützt und müsse außerdem großes Interesse am Erhalt der Arbeitsplätze haben – die von General Motors geplante Produktion im Ausland könne nicht im Sinne der Australier sein. Doch auch wenn das Werk und mit ihm die Lizenz zur Nutzung der Zeta-Plattform künftig dem Belgier gehören sollten, würde es den Holden Commodore in seiner heutigen Form nicht mehr lange geben: Ohne einen neuen Namen und einige optische Veränderungen wird GM den Plänen niemals zustimmen. Nach 2017 wollen die Amerikaner eine neue Generation des Holden Commodore mit Frontantrieb nach Australien bringen, diese soll technisch eng mit europäischen und amerikanischen Modellen des Konzerns verwandt sein und sich auch optisch nur geringfügig von diesen unterscheiden.

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