Hit to kill: Autofahrer in China töten Unfallopfer mit Vorsatz Unfallopfer absichtlich überrollt?

08.09.2015

Angeblich fährt die Fahrerin des BMW, nachdem sie die Kontrolle über ihren Wagen verloren hat, mehrmals über den Körper eines Kindes. Wie Augenzeugen berichten, mit voller Absicht. Unfug, oder Tatsache?

Medienberichten zur Folge beobachten chinesische Behörden ein immer häufiger auftretendes Phänomen im Verhalten von Autofahrern. Demnach sollen Fahrer, die mit ihrem Fahrzeug einen Fußgänger angefahren haben, das am Boden liegende Unfallopfer mit Vorsatz weitere Male überfahren. Angeblich um den Tod des Opfers sicherzustellen. Im April 2015, so berichtet eine Zeugin im US-Onlinemagazin Slate, soll in der chinesischen Provinz Guangdong die Fahrerin eines BMW in einen belebten Markt gerast sein und ein dabei zweijähriges Mädchen mitgerissen haben. Selbst als umstehende Passanten die Frau aufgefordert haben endlich stehen zu bleiben, sei sie mehrmals vor und zurück über das bereits leblose Kind gefahren. Nachdem die Unfallfahrerin ihr Fahrzeug verlassen hatte, bot sie der herbei eilenden Familie Schweigegeld an. Besonders prekär: Im chinesischen Sprachgebrauch gibt es für derartige Vorfälle angeblich folgendes Sprichwort: Es ist besser zu treffen um zu töten, als zu treffen um zu verletzen.

 

Unfassbare "Hit-to-kill"-Fälle in China

Ein weiterer Vorfall wurde von einer Überwachungskamera gefilmt: Bei einem Wendemanöver mit hohem Tempo übersah ein über 60-jähriger Passat-Fahrer eine ältere Frau, die zu Fuß unterwegs war. Die Kamera zeichnete auf, wie das Auto über die Frau hinweg krachte. Weitere Minuten zeigen, dass der Fahrer, (später als Zhao Xiao Cheng ermittelt) nachdem er die Frau überfahren hatte in einiger Entfernung stoppte, umkehrte und ein weiteres Mal über den Körper des Opfers fuhr. Zum Entsetzen der Personen die das Überwachungsmaterial sichteten, verfing sich der leblose Körper unter dem Auto und wurde zeitweise mitgeschleift. Bei der späteren Gerichtsverhandlung in der Provinz Zhejiang gab der Unfallfahrer an, er habe angenommen über einen Müllsack gefahren zu sein. Wegen Fahrlässigkeit wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt.

 

"Hit-to-kill", oder auch "Double-Hit-Cases" genannt

Die Bevölkerung in China ist sich über die Gründe die zu solchen Vorfällen führen weitestgehend einig. So kommt es zu den "Hit-to-kill", oder auch "Double-Hit-Cases" vor allem wegen der teils abstrakten Opferentschädigungen. Von Summen zwischen 30.000 und 50.000 US-Dollar ist bei Todesfällen die Rede. Wird ein Unfallopfer zum Pflegefall, fallen dagegen Entschädigungszahlungen von mehreren Hunderttausend US-Dollar an.

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