Google-Auto: Waymo Chrysler Pacifica (Update) Google-Tochter Waymo testet

11.01.2017

100 umgebaute Chrysler Pacifica Hybrid werden ab 2017 von der Google-Tochter Waymo genutzt, um den Traum vom autonomen Fahren Wirklichkeit werden zu lassen. Einige Zeit zuvor hatte Google bekannt gegeben, die hauseigen Entwicklung selbstfahrender Autos einzustellen.

Das "Google-Auto" nimmt weiter Fahrt auf, wenn auch unter anderem Namen. Auf Basis des Chrysler Pacifica wird Waymo schon bald einen Van auf die Straße bringen, der zahlreiche Daten für das autonome Fahren der Zukunft sammeln soll. Einhundert mit zahlreichen Sensoren und extrem leistungsfähiger Rechentechnik aufgerüstete Pacifica werden Anfang 2017 von Fiat-Chrysler an Waymo übergeben und sollen gemeinsam hunderttausende Test-Kilometer absolvieren. Die komplett autonom fahrenden Autos wurden in den vergangenen sechs Monaten exakt nach den Wünschen der Google-Tochter Waymo aufgebaut, wofür beide Unternehmen eng zusammenarbeiten mussten. Gemeinsam wurden Strategien entwickelt, die eine möglichst zügige und reibungslose Entwicklung ermöglichen sollten – offenbar mit großem Erfolg. Google und Waymo wollen mit ihren selbstfahrenden Autos dazu beitragen, in den nächsten Jahren einen Großteil der Verkehrstoten zu vermeiden: 94 Prozent aller Unfälle entstehen durch menschliche Fehler, genau diese sollen von autonom fahrenden Autos vermieden werden. Zwar dürften auch selbstfahrende Autos nicht frei von Fehlern sein, die Anzahl soll aber deutlich niedriger als bei den immer öfter von Smartphone & Co. abgelenkten Menschen am Steuer sein.


Video: Autopilot im Tesla Model S

 

 

Google-Auto: Waymo testet mit Chrysler-Technik

Der Google-Mutterkonzern Alphabet arbeitet seit 2009 an selbstfahrenden Autos und treibt das Projekt nun unter dem Dach der Tochterfirma Waymo voran. Das ultimative Ziel ist es, Menschen in wenigen Jahren mit Waymo-Autos sicher von A nach B zu bringen. Auf ein Lenkrad oder Pedale im Fußraum können diese Autos komplett verzichten, schließlich wird die Steuerung vollständig vom Computer übernommen. In den nächsten Jahren soll die Waymo-Testflotte jeweils mehr als eine Milliarde simulierte Kilometer absolvieren, um Erfahrungen in Alltagssituationen zu sammeln und die unvermeidlichen Kinderkrankheiten der Technik rechtzeitig vor dem Marktstart aus dem Weg zu räumen. In der Realität haben Waymo-Autos bereits mehr als zwei Millionen Kilometer auf öffentlichen Straßen in vier amerikanischen Städten zurückgelegt. Genau dieser Wert soll in den nächsten Monaten deutlich größer werden, wenn die Testflotte von 100 Chrysler Pacifica Hybrid in den regulären Straßenverkehr geschickt wird.

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Entwicklung von eigenem Google-Auto eingestellt

Einige Zeit zuvor hatte der Silicon Valley Branchendienst "The Information", der als erstes Medium über das Google-Auto berichtete, berichtet, dass der Google-Mutterkonzern Alphabet die eigene Entwicklung des 2014 angefangenen Projekts nicht mehr vorantreiben will. Die grundsätzliche Idee eines selbstfahrenden Autos soll zwar nicht auf Eis gelegt werden und noch als Tochterfirma unter der Dachmarke weiterexistieren. Der Alternativplan strebt eine Zusammenarbeit mit Fiat Chrysler an. Entwicklungschef für das "Google Self Driving Car" war zwei Jahre lang Chris Urmson. Seine Vision: ein Zweisitzer, der seine Insassen ausschließlich computergesteuert chauffieren sollte. Testfahrten liefen bereits in Austin/Texas und in der Google-Heimatstadt Mountain- View – aufgrund der aktuellen amerikanischen Straßenverkehrsordnung aber bisher mit Lenkrad und Pedale. Im vergangenen Sommer verließ Urmson Google, um an seinen eigenen Autos der Zukunft weiterzutüfteln. Derzeit baut er seine Start-up-Firma auf, wie das Branchenportal "Recode" aus Insider-Quellen erfahren haben will. Mehr zum Thema: E-Auto Kaufprämie beantragen


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