General Motors: Weiterer Rückruf wegen Elektronik 218.000 Autos in die Werkstatt

22.05.2014

Es scheint, als gebe es keinen Tag ohnen einen Rückruf von General Motors - der Konzern ist bei Nummer 28 und 29 angelangt. Diesmal ist es eine überhitzte Elektronik, die Ärger macht. Die Kosten steigen immer weiter

Die nächsten Autos von General Motors müssen zur Reparatur. Nachdem der Opel-Mutterkonzern am Dienstag mehr als 2,4 Millionen Wagen in den USA wegen diverser Mängel in die Werkstätten gebeten hatte, folgten am Mittwoch weitere gut 218.000 Autos. Die Unterlagen seien am Vortag noch nicht fertig gewesen, erklärte ein Firmensprecher.


GENERAL MOTORS: RÜCKRUFE REIßEN NICHT AB


GM hat damit in diesem Jahr 29 einzelne Rückrufe angestoßen mit einer Gesamtzahl von 13,8 Millionen Fahrzeugen alleine in den USA. Hier hatte der Hersteller den weitaus größten Teil der betroffenen Wagen verkauft. Aktualisierte Gesamtzahlen für den Weltmarkt konnte der Firmensprecher auf Anfrage zunächst nicht nennen.

In den neuesten Fällen - Nummer 28 und 29 - geht es um den Chevrolet Aveo und Optra der Modelljahre 2004 bis 2008. Hier kann es zu einer Überhitzung des Steuermoduls für das Tagfahrlicht kommen und dadurch schlimmstenfalls zu einem Brand. Ob auch Fahrzeuge im Ausland dieses Problem haben, war zunächst unklar.

GM leidet seit Jahresbeginn unter millionenfachen Rückrufen wegen diverser Mängel. Das geht auch ins Geld. Der Konzern veranschlagt für alle in diesem Jahr verkündeten Reparaturen 1,7 Milliarden Dollar(1,2 Mrd Euro), wovon 400 Millionen Dollar auf die Rückrufe des zweiten Quartals entfallen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hat GM nach einer Reihe tödlicher Unfälle wegen mangelhafter Zündschlösser eine Strafe von 35 Millionen Dollar aufgebrummt. GM habe die Mängel zu spät gemeldet, hieß es zur Begründung. Weil ein Schalter zu schwach ausgelegt ist, kann der Zündschlüssel zurückspringen. Das schaltet neben dem Motor auch Bremskraftverstärker, Airbags und Servolenkung aus.

Hinweise auf das Zündschloss-Problem existieren schon seit einem Jahrzehnt, wie aus zwischenzeitlich veröffentlichten Unterlagen hervorgeht. Die lange Untätigkeit hat dem Konzern heftige Kritik eingebracht. General Motors selbst bringt 13 Unfalltote mit dem Defekt in Verbindung.

Die seit Jahresbeginn amtierende GM-Chefin Mary Barra hat die Suche nach Defekten in den Modellen des Konzerns intensiviert, wodurch sich die hohe Zahl an Rückrufen erklären lässt. Sie will zudem mit einer neuen Verteilung der Verantwortlichkeiten im Unternehmen dafür sorgen, dass Mängel schneller gefunden und behoben werden.

AUTO ZEITUNG

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