Geisterfahrer-Unfälle auf der Autobahn: Leichtsinn ist Haupt-Ursache Fataler Leichtsinn

19.11.2012

Geisterfahrer verursachen immer wieder schwere Unfälle auf der Autobahn. Ursache für Falschfahrten ist häufig Leichtsinn oder Orientierungslosigkeit

In den letzten Wochen ist es auf deutschen Autobahnen immer wieder zu schweren Unfällen durch Geisterfahrer gekommen. Purer Leichtsinn ist nach einer Einschätzung des Auto- und Reiseclubs Deutschland (ARCD) ein häufiger Grund, warum Autofahrer zu Geisterfahrern werden. "In den meisten Fällen wenden sie oder setzen zurück, wenn sie eine Ausfahrt verpasst haben", erklärt ARCD-Sprecher Joseph Harrer.

 

Geisterfahrer-Unfälle: Leichtsinn häufige Ursache

Dass Autofahrer aus Versehen die falsche Auffahrt nehmen und so zum Geisterfahrer werden, sei eher die Ausnahme. In der Regel sind Fahrer laut Harrer in so einem Fall orientierungslos, entweder weil sie gestresst sind oder unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten stehen. Auch schlechte Sicht könne eine Rolle spielen. Oder es stecken Selbstmordabsichten dahinter. Ob neue Beschilderungen oder Hinweis-Tafeln Abhilfe schaffen können, ist fraglich.

Bundesweit gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Geisterfahrer-Kollisionen mit mehreren Toten. Zuletzt hatte am frühen Sonntagmorgen ein 20-Jähriger aus dem badischen Ortenaukreis auf der Autobahn 5 bei Offenburg als Falschfahrer einen schweren Unfall verursacht, bei dem er und fünf weitere Menschen getötet wurden.

Dem ARCD zufolge stammt die aktuellste Statistik zum Thema Falschfahrer von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST). Sie wurde für sechs Bundesländer erhoben und 2006 veröffentlicht. "Demnach waren Geisterfahrer an 0,3 Prozent der Unfälle mit Personenschaden auf Autobahnen beteiligt", sagt Harrer.

Sobald Autofahrer bemerken, dass sie in der falschen Richtung unterwegs sind, heißt es: Das Auto weit am Rand abstellen und dabei keinesfalls noch einmal die Fahrbahn queren, rät Harrer. Weil in den meisten Fällen Gefahr für Leib und Leben bestehe, sollten Betroffene darauf verzichten, ein Warndreieck aufzustellen. "Besser sie bringen sich sofort in Sicherheit", so der ARCD-Sprecher. "Meistens bietet der Bereich zwischen den Leitplanken auf dem mittleren Grünstreifen den besten Schutz."

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Sobald andere Autofahrer von einem Geisterfahrer über den Verkehrsfunk erfahren, sollten sie sich den Automobilclubs ADAC und Auto Club Europa (ACE) zufolge rechts halten und das Tempo drosseln, um auf den Seitenstreifen ausweichen zu können. "Wer die Möglichkeit hat, auf einen Parkplatz zu fahren, geht den sichersten Weg", sagt ADAC-Sprecher Jürgen Grieving.
dpa/az

AUTO ZEITUNG

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