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Avensis/CR-V/Forester/Mazda2/Pixo: Gebrauchtwagen kaufen

Die zuverlässigsten Japaner

Wir zeigen die besten Japaner, die auch als Gebrauchtwagen nur extrem selten eine Werkstatt aufsuchen – vom Kleinstwagen über die Mittelklasse bis zum geräumigen SUV.

Es ist fast schon eine Ironie des Schicksals: Der Toyota Avensis wurde komplett in Europa entwickelt und produziert, der Verkaufserfolg in der Mittelklasse blieb trotzdem aus. Dabei ist der Avensis auch als Gebrauchtwagen der perfekt Begleiter für alle, die mit ihrem Auto keinen Stress haben wollen: Ungeplante Werkstattaufenthalte oder gar Pannen sind dem unaufgeregten Japaner fremd. Lediglich verschlissene Bremsbeläge oder defekte Glühlampen sind manchmal zu monieren. Vor allem der Combi überzeugt mit hoher Alltagstauglichkeit: Sein Kofferraum fasst bis zu 1690 Liter, die Rücksitzlehnen lassen sich mit einem Handgriff zusammenfalten. Auch im Fond bietet der Toyota Avensis genügend Platz, lediglich die Kopffreiheit ist etwas eingeschränkt. Im Cockpit gefallen die schön gezeichneten Instrumente und die einfache Bedienung. Gebrauchte Avensis sind häufig gut ausgestattet, eine Klimaautomatik war Serie. Die Sitze des EU-Japaners sind groß und bequem, könnten jedoch mehr Seitenhalt bieten. Der Mittelklässler fährt sich komfortabel und sicher – seine Federung fällt jedoch überraschend straff aus. Der 2,2 Liter große Turbodiesel gibt sich im Leerlauf rau, überzeugt aber mit guten Fahrleistungen und einem geringen Verbrauch.

Bildergalerie: Die zuverlässigsten Gebrauchtwagen aus Japan

Mazda 2 1.3 MZR: Gebrauchtwagen-Preis ab 6.600 Euro

Radikaler Wandel: Während die erste Generation des Mazda 2 an einen kantigen Minivan erinnert, gibt ihr Nachfolger ab 2007 den Dynamiker. Das liegt nicht nur an der sportlich gezeichneten Karosserie, sondern auch an der knackigen Schaltung und der tiefen Sitzposition. Die Lenkung des Japaners arbeitet nun auch in der Mittellage exakt. Vorn und hinten können sich die Passagiere über genügend Platz freuen, der Kofferraum fällt dagegen relativ klein aus. Das Armaturenbrett präsentiert sich frisch und aufgeräumt. Gehört der Mazda 2 unter dem Blech zu den zuverlässigsten Autos seiner Klasse, bereiten die teils einfachen Materialien im Innenraum Probleme: Durchgesessene Sitze oder verkratzte Kunststoffe sind bei Gebrauchtwagen mit einem gewissen Kilometerstand nicht selten. Der 1,3 Liter große Benziner mit 84 PS läuft kultiviert und recht munter.

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Honda CR-V 2.2 i-DTEC: Gebrauchtwagen ab 12.750 Euro

Weltweit werden die Talente des Honda CR-V geschätzt, nur in Europa ist er kein Verkaufsschlager. Dabei überzeugt der Honda durch seine ausgereifte Technik und die großzügigen Platzverhältnisse. So bietet das variable Gepäckabteil bis zu 1532 Liter Stauvolumen. Die Verarbeitung ist gut, die verschiedenen Kunststoffe im Cockpit wirken aber wie zusammengewürfelt. Der Honda CR-V lässt sich komfortabel bewegen, Fahrdynamiker sind bei ihm jedoch falsch. Sein serienmäßiger Allradantrieb schaltet sich bei geringer Traktion automatisch zu. Der 2,2-Liter-Diesel ist sparsam und kräftig, weshalb wir ihn auch Gebrauchtwagen-Käufern empfehlen.

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Subaru Forester 2.0D: Gebrauchtwagen-Preis 11.650 Euro

Die eingeschworene Fangemeinde des Subaru Forester schätzt vor allem zwei Dinge: seine Zuverlässigkeit und den permanenten Allradantrieb. Daran konnte auch der Imagewechsel 2008 nichts ändern: Aus dem kernigen Allradkombi der Jäger und Förster wurde ein modernes Kompakt-SUV. Die flachen Boxermotoren sorgen für einen tiefen Schwerpunkt, der eine sichere Straßenlage mit geringer Seitenneigung begünstigt. Andere SUV sind jedoch spürbar komfortabler. Der nur durchschnittliche Laderaum lässt sich durch das Umklappen der Rückbank auf 1649 Liter vergrößern. Das im Vergleich zum Vorgänger modernere Armaturenbrett gibt keine Rätsel auf. Da der einzig erhältliche Benziner recht schwach ist, empfiehlt sich der Boxer-Diesel mit 147 PS. Der exotische Antrieb sorgt im Siubaru Forester für gute Fahrleistungen, verbraucht aber mehr als vergleichbare Turbodiesel der Konkurrenz. Die manuelle Sechsgang-Schaltung des Japaners arbeitet exakt und ist der antiquierten Viergang-Automatik vorzuziehen.

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Nissan Pixo 1.0: Gebrauchtwagen-Preis 4.150 Euro

Der Nissan Pixo ist ein echter Kosmopolit: Er entspricht technisch weitgehend dem Suzuki Alto und wurde wie dieser von Maruti in Indien produziert. Er eignet sich für alle Sparfüchse, die Platz für zwei Personen plus Gepäck suchen. Seine hinteren Sitze taugen nur für kurze Strecken, doch umgeklappt entsteht ein Kofferraumvolumen von 774 Litern. Die tristen Kunststoffe im Innenraum versprühen kaum Lebensfreude. Diesen Part übernimmt das agile Fahrverhalten des Nissan Pixo, verbunden mit der recht komfortablen Federung. Vorsicht: ESP ist nicht immer an Bord. Der 1,0 Liter große Dreizylinder-Benziner mit 68 PS ist der einzige Motor.

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Markus Bach