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Ford Mondeo BA7 als Gebrauchtwagen

Mittelmäßige Mittelklasse

Eignet sich der Ford Mondeo als Gebrauchtwagen? Wir untersuchen das Vorgänger-Modell der neuen Generation

Der Platz ist seit jeher eng in der Mitte. Vor allem auf dem Automarkt. Neben den Premium-Modellen von Audi, BMW und Co. buhlen mehr auf Nutzwert ausgerichtete Autos um Fuhrparkmanager und Familien. Der Mondeo mischt hier schon seit 1993 mit. Die neueste Generation ist seit Februar offiziell bei den Händlern. Der ab 2007 gebaute Vorgänger Ford Mondeo BA7 macht als Gebrauchter leider nicht in allen Kapiteln eine gute Figur.

Insbesondere die Lenkung fällt laut "TÜV Report 2015" schon bei den ersten beiden Hauptuntersuchung (HU) negativ auf. Ausgeschlagene Gelenke sind laut Erfahrungen meist der Grund. Achsaufhängungen und Antriebswellen machen bei älteren Exemplaren Ärger, auch die Lichtanlage wird bei der HU öfter beanstandet. Ab dem zweiten Pflichttermin ist auch die Auspuffanlage auffällig, Bremsenprobleme gehören seit dem Modellwechsel 2007 indes eher der Vergangenheit an.

Ford Mondeo: Reichhaltige Pannen-Historie

Die Pannenhelfer des ADAC kennen den Mondeo recht gut, besonders wegen der Baujahre 2008 bis 2010 mussten sie überdurchschnittlich häufig ausrücken. Defekte Wegfahrsperren, diverse Fehler im Motormanagement oder auch mal ein defekter Nockenwellensensor machen laut dem ADAC öfter Probleme. Eine fehlerhafte Ladedruckregelung sei bei Dieseln der Baujahre 2012 bis 2013 öfter zu beklagen, Probleme mit der Kraftstoffpumpe bei Mondeos des Baujahres 2010.

Mit einem Ladevolumen von 549 bis 1740 Litern bietet der Mondeo vor allem als Turnier genannter Kombi reichlich Platz. Eine echte Limousine mit Stufenheck gab es hierzulande nur bis zur Modellpflege 2010, danach stand neben dem Kombi noch eine Fließheck-Version zur Wahl. Beide Versionen gelten wegen ihres ausgewogenen Fahrwerks als Mittelklasse-Vertreter, die neben solidem Langstrecken-Komfort auch sportliche Qualitäten bieten.

Das Motorenangebot des Mondeo reicht bei den Benzinern vom 1,6-Liter-Motor mit 110 PS bis zum 2,5-Liter-Fünfzylinder, der satte 220 PS leistet. Wesentlich häufiger dürfte man auf dem Gebrauchtmarkt aber Diesel der mittleren Leistungsklasse antreffen. Wobei das Spektrum hier von 115 PS im 1.6 TDCi bis zu 200 PS im 2.2 TDCi reicht.

Wer sich mit dem Einstiegsmodell Mondeo 1.6 Ti-VCT Trend zufriedengibt, dürfte laut der Schwacke-Liste für rund 6700 Euro ein Fließheck von 2007 mit durchschnittlich 100.200 Kilometer auf dem Tacho bekommen. Für einen Mondeo 1.6 Eco Boost Titanium von 2010 werden noch etwa 11.950 Euro fällig (64.200 Kilometer). Ein Mondeo 2.0 TDCi Ghia mit 115-Diesel-PS desselben Baujahres ist laut den Marktbeobachtern für 10.250 Euro zu haben (89.700 Kilometer).

Den Kombi-Mondeo Turnier bekommt man laut Schwacke als 2.0 Titanium (145 PS) von 2008 für rund 9600 Euro (97.800 Kilometer). Die Dieselversion 1.0 TDCi Ambiente (140 PS) von 2011 ist für rund 11.000 Euro zu haben (81.300 Kilometer), ein junger Mondeo Turnier 2.0 TDCi Trend mit 163 PS von 2013 für 17.000 Euro (45.650 Kilometer). Ein Mondeo Turnier 2.2 TDCi Titanium S mit dem 200 PS starken Topdiesel sollte bei gleichem Baujahr und gleicher Laufleistung noch um die 19.950 Euro kosten.

dpa/az