Gebrauchtwagen-Tipp Mini Britisches Gokart

31.08.2010

Auch wer einen gebrauchten Mini fährt, gilt als cool. Der von BMW auf Trab gebrachte Brite ist weitgehend zuverlässig und langlebig, aber auch teuer

Der kleine Mini sieht nicht nur schick aus, er fährt sich auch toll: Das Fahrwerk ist sportlich-straff abgestimmt, die Lenkung wirkt sehr direkt, und die tiefe Sitzposition sorgt für ein Übriges. Die Kurvenhatz mit dem Mini lässt ein Feeling aufkommen, das an ein Gokart erinnert.

Etwas enttäuschend erscheinen einem dagegen die Saugmotoren der ersten Mini-Generation. Gaspedalbefehle werden nur träge umgesetzt, der Sound klingt ein wenig metallisch, und sparsam sind diese Triebwerke auch nicht. Wenn es unbedingt ein älteres Modell sein muss, dann sollte man nach einem Cooper mit 115 PS Ausschau halten. Temperamentvoller sind die von der Mini-Mutter BMW gemeinsam mit PSA (Citroën/Peugeot) entwickelten Motoren, die nach 2006 im Mini der zweiten Generation angeboten wurden. Unsere Empfehlung gilt hier dem Cooper S mit Kompressormotor und 163 PS.

Innen ist der Mini vorn geräumig. Auf der Hinterbank reicht der Platz nur für Kinder; auch das Stauabteil ist knapp bemessen. Wer zu zweit auf Reisen geht, kann jedoch die hintere Lehne umlegen und dann auch Sperriges mitnehmen. Der Kombi Mini Clubman wird bislang nur selten gebraucht angeboten.

Motoren
Benziner: 1.4 (95 PS), 1.6 (90, 115, 120, 163, 170, 175, 210, 218 PS)
Diesel: 1.4 (75, 88 PS), 1.6 (110 PS)

PLUS
Sportliches Fahrverhalten, kräftig zupackende Bremsen, viel Platz vorn

MINUS
Kleiner Fond, wenig Stauraum,
unkultivierte Benzinmotoren (bis 2006)

Wichtige Ersatzteilpreise Mini Cooper (115 PS), Preise in Euro
Satz Bremsscheiben vorn 80
Satz Bremsbeläge vorn 100
Auspuffanlage (inkl. Kat.) 1500
AT-Kupplung 250
AT-Wasserpumpe 120
AT-Lichtmaschine 450
AT-Anlasser 320
Stoßfänger vorn 180
Kotflügel vorn 100
Frontscheibe 215
Batterie 85

Die häufigsten Mängel
Fehlerhafte Leuchtweitenregelung, Ölverlust an Motor und Getriebe

Zusammenfassung
Nur bei den bis 2003 gebauten Mini-Modellen häufen sich Beanstandungen an Beleuchtung und Abgasanlage. Ungleichmäßig eingelaufene Bremsscheiben und abgefahrene Bremsbeläge finden die Prüfer der GTÜ indes bei allen Jahrgängen. Bei den vier- bis fünfjährigen Exemplaren des Mini werden überdurchschnittlich oft ausgeschlagene Spurstangenköpfe der Lenkung und Ölundichtigkeiten am Motor bemängelt.

Historie Mini
1959: Vorstellung des Ur-Mini
2000: Einstellung des Urmodells
2001: Marktstart des New Mini als One mit 90 PS und als Cooper mit 115 PS
2002: Cooper S mit 163 PS starkem Kompressor-Triebwerk
2003: Mini One D mit 1,4-Liter-Diesel von Toyota; Tuning-Kits ab Werk
2004: Verkaufsstart Mini Cabrio mit drei Benzinern, Cooper S mit 170 PS, Cooper S Works mit 210 PS, Modellpflege
2005: Mini One D mit 88 PS
2006: Modellwechsel, zunächst als Cooper (120 PS) und Cooper S (175 PS), mit neuen Motoren von BMW/PSA
2007: Neuer Mini One 1.4 mit 95 PS, Cooper D 1.6 mit 110 PS, Clubman

AUTO ZEITUNG

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