Ganzjahresreifen – kein Gegner für Sommer- und Winterreifen? Was unterscheidet die Ganzesjahresreifen von Winter- und Sommerreifen

25.06.2013
Inhalt
  1. Nachtfrost und Schnee – die Zeit für Winterreifen
  2. Regen und Sonne – her mit den Sommerreifen
  3. Egal ob Nachtfrost oder Hitze – Ganzjahresreifen bleiben immer

Ein Auto ohne Reifen ist wie ein Sommer ohne Sonne. Aber welche Reifen sind die besten? Und worin unterscheiden sie sich eigentlich?

Von Ostern bis Oktober ist Zeit für die Sommerreifen. Kurz vor Ostern heißt es also, die alten Sommerreifen aus dem Lager zu holen, wieder aufzuhübschen und an das Auto zu montieren. Neue Reifen werden gebraucht, wenn die Profiltiefe weniger als drei Millimeter beträgt, sagt der ADAC. Ein anderer Faktor ist das Alter. Da Reifen auch ohne Gebrauch altern, sollten sie nach circa sechs Jahren aussortiert werden. Möglich ist aber auch, dass sie unter einer schlechten Lagerung oder einer groben Nutzung gelitten haben und nun Schrammen oder Dellen aufweisen. Auch in diesem Fall sollten alte Reifen aussortiert und durch neue ersetzt werden. Müssen neue Reifen her, stellt sich womöglich für viele Reifenbesitzer die Frage: Was für Reifen nehme ich denn nun? Denn klar ist: Es gibt nicht nur verschiedene Reifenanbieter und -hersteller, es gibt auch unterschiedliche Reifentypen, die alle ihre Vor- und Nachteile aufweisen können.

 

Nachtfrost und Schnee – die Zeit für Winterreifen

Warum müssen bei Eis und Frost Winterreifen aufgezogen werden? Was macht diese sicherer als Sommerreifen? Und warum sind nach der neuen Straßenverkehrsordnung M+S-Reifen nun hundertprozentig Pflicht? Winterreifen bestehen aus einer speziellen Mischung, die trotz niedriger Temperaturen sehr elastisch bleiben kann. Bei glatten und vereisten Straßen bleiben die Reifen dadurch besser am Untergrund haften. Allerdings verhärtet der Gummi mit der Zeit. Dies erklärt, warum Reifen ab einem gewissen Alter aussortiert werden müssen. Neben dem Material weisen die Reifen aber auch unzählige Profilrinnen, Lamellen und Einschnitte auf, die bei Schnee und Matsch für eine höhere Bodenhaftung sorgen. Bei der Montur der Winterreifen muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese eine bestimmte Laufrichtung besitzen. So kann loser Untergrund besser in den Laufrinnen transportiert werden.

 

Regen und Sonne – her mit den Sommerreifen

Winter- und Sommerreifen unterscheiden sich unter anderem dadurch, dass letztere aus einem härteren Gummigemisch gefertigt werden. So werden sie auch bei hohen Temperaturen nicht zu weich. Außerdem weisen sie auf trockenen Stellen einen geringeren Bremsweg auf und verfügen über einen geringeren Abrieb, wenn sie mit hohen Geschwindigkeiten gefahren werden. Das Problem bei Sommerreifen ist, dass es schwer ist einen guten Mittelpunkt zwischen einem geringen Rollwiderstand, also dem sparsamen Fahren, und der Vorbeugung von Aquaplaning zu finden. Meist müssen Hersteller hier leider noch einen Kompromiss eingehen. Aber egal ob besonders laufruhig oder hoher Grip – Sommerreifen verfügen über ein eindeutig ebeneres Profil als Winterreifen.

 

Egal ob Nachtfrost oder Hitze – Ganzjahresreifen bleiben immer

Ganzjahresreifen sind ein umstrittenes Thema. Der Wechsel von Sommer- und Winterreifen entfällt. So kann man sich das lästige auf und abmontieren der Reifen sparen, was Zeit und Kräfte einspart. Außerdem hat man weniger Kosten, immerhin muss nur ein Satz Reifen gekauft werden. Allerdings gibt es dadurch auch einige Nachteile. Da Ganzjahresreifen für warme Temperaturen, Regen, Schnee und Eis geeignet sind, wird hier mehr oder weniger ein Kompromiss eingegangen. Der Vorteil der ganzjährigen Nutzung ist gleichzeitig auch ein Nachteil. Die Reifen nutzen durch die ständige Nutzung viel schneller ab, bieten im Sommer nicht so viel Schutz vor Aquaplaning wie Sommerreifen und im Winter weniger Halt als Winterreifen. Bei der Auswahl der Reifen kann auf Ganzjahresreifen zurückgegriffen werden, wenn man Wenigfahrer ist oder in einem Gebiet wohnt, welches das ganze Jahr hinweg über ein gemäßigtes Klima verfügt. Bei Service-Portalen wie Drivelog.de finden sich Anbieter für Reifen aller drei Typen. Allerdings sollte bei dem Kauf immer berücksichtigt werden: In erster Linie geht es um die Sicherheit. Egal welcher Reifentyp gewählt wird, die Bereifung sollte zu Klima, Gelände und Fahrzeug passen. Wer sich unsicher ist, der lässt sich am besten genauer von einem Fachmann beraten, bevor er einen neuen Reifenkauf tätigt.

Jennifer Goldschmidt

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