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Formel 1 2012 - Japan GP in Suzuka: Vettel holt dritten Saisonsieg

Nur noch vier Punkte Rückstand auf Alonso

Formel 1 2012 in Suzuka: Beim Japan GP holt Sebastian Vettel seinen dritten Saisonsieg und rückt bis auf vier Zähler auf Spitzenreiter Fernando Alonso ran. Der Spanier fliegt früh raus

Übers ganze Gesicht strahlend stemmte Sebastian Vettel immer wieder den Siegerpokal in den Himmel. Der souveräne Start-Ziel-Erfolg auf seiner Lieblingsstrecke Suzuka bedeutete für den Red-Bull-Piloten einen Triumph in gleich mehrfacher Hinsicht.

"Das ist einfach fantastisch. Ich bin überglücklich. Viel besser kann es nicht laufen", jubelte Vettel und bedankte sich bei den Fans auf japanisch: "Arigato." Der zweimalige Formel-1-Weltmeister machte mit seinem dritten Saisonsieg einen großen Schritt Richtung Titel-Hattrick.

Vettel konnte seinen Rückstand auf den bereits vor der ersten Kurve ausgefallenen WM-Spitzenreiter Fernando Alonso auf vier Punkte reduzieren. Zudem zog er mit seinem insgesamt 24. Grand-Prix-Erfolg mit Formel-1-Legende Juan Manuel Fangio gleich. 

F1 - Suzuka 2012: Massa Zweiter, Lokalmatador auf Rang drei

"Das ist was ganz Besonderes", sagte Vettel nach dem 15. Saisonlauf. "Man hat Angst, es auszusprechen, deswegen überlasse ich es Euch. Ich glaube, wenn man als kleines Kind von der Formel 1 träumt, ist das sehr weit weg." Felipe Massa belegte im Ferrari den zweiten Platz vor dem japanischen Sauber-Piloten Kamui Kobayashi, der damit sein Heimrennen krönte.

Nicht nur die Egalisierung der Fangio-Marke, das ganze Wochenende kam Vettel wie ein Traum vor. "Wenn man sich nachts hinlegt, um zu schlafen und vom nächsten Tag zu träumen, ist es genau das, was man sich wünscht", berichtete er. Mit Sieg, Pole Position und schnellster Rennrunde glückte Vettel beim Großen Preis von Japan ein ganz spezieller Hattrick.
 
Zudem profitierte der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim bei seinem insgesamt dritten Sieg beim Großen Preis von Japan von Alonsos Riesenpech. Kimi Räikkönen hatte mit dem Frontflügel seines Lotus das linke Hinterrad des Ferrari aufgeschlitzt. Chancenlos raste der Spanier ins Kiesbett und musste völlig frustriert aus dem Cockpit steigen.

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"Das ist das Problem, wenn man in der Mitte startet. Das ist immer ein Risiko", schilderte Alonso seinen möglicherweise WM-entscheidenden Ausfall. "Jetzt ist es eine Mini-WM mit fünf Rennen." Der zweite Nuller in dieser Saison nach Spa bedeutete für den zweifachen Champion einen herben Rückschlag im Titelrennen.

Nach seinem zweiten Erfolg hintereinander, was in dieser Saison noch keinem Konkurrenten glückte, rückt Vettel mit Riesenschritten Alonso auf die Pelle. Fünf Rennen vor Schluss führt der Ferrari-Pilot mit 194 Punkten nur noch knapp vor Vettel (190). Der Gesamtdritte Räikkönen (157) erreichte Rang sechs und hat mit 37 Zählern Rückstand auf Alonso vorerst den Anschluss an das Spitzenduo verloren.

Vettel stapelte trotz seiner guten WM-Ausgangsposition tief: "Es ist viel zu früh, jetzt schon daran zu denken." Vor dem Großen Preis von Korea am Sonntag, bei dem er Alonso überholen kann, forderte Vettel: "Wir sollten nicht von der Meisterschaft quatschen."

Japan GP 2012: Rosberg und Webber fliegen früh raus

Opfer der harten Positionskämpfe in einer turbulenten Auftaktphase wurden unter anderem auch Nico Rosberg (Wiesbaden) im Mercedes und Vettels Teamkollege Mark Webber. Der schon mehrfach negativ aufgefallene Renn-Rüpel Romain Grosjean verursachte erneut einen Unfall, was die Kommissare mit zehn Sekunden Zeitstrafe für den Franzosen ahndeten. Wenigstens konnte Webber nach einer Reparatur an seinem Red Bull weiterfahren und noch Neunter werden.

Schumacher verpasste vier Tage nach seiner Rücktrittserklärung zum Saisonende als Elfter knapp einen Zähler. Der um zehn Positionen nach hinten strafversetzte Rekord-Weltmeister aus Kerpen hatte vom 23. Startplatz aus eh nur minimale Chancen auf Punkte. Rosbergs Ausfall komplettierte den enttäuschenden Sonntag für die Silberpfeile. "Leider war wieder der Grosjean der Auslöser", beschwerte sich der Blondschopf über den Wiederholungstäter.

Nico Hülkenberg, der wegen eines Getriebewechsels fünf Startplätze verloren hatte, belegte einen guten siebten Rang. Der als 15. gestartete Force-India-Pilot aus Emmerich machte damit insgesamt acht Positionen gut.
dpa/az