Fahrbericht Ford Fusion Hybrid: Neuer Mondeo 2014 Der Vorbote

02.10.2013

Erst in der zweiten Hälfte 2014 kommt der neue Mittelklässler Ford Mondeo Hybrid nach Europa. Eine Ausfahrt mit der US-Version Ford Fusion weckt schon jetzt die Vorfreude

Für europäische Fans des Ford Mondeo ist es ein Geduldsspiel. Während auf dem alten Kontinent noch der 2007 vorgestellte Mittelklässler seine Runden dreht, ist in den USA schon seit einem Jahr der Nachfolger als Ford Fusion zu haben. Die Ursache: Bis das Mondeo-Werk im belgischen Genk endgültig dicht gemacht ist, wird das alte Modell dort weiter gebaut.

Der neue Mondeo soll dann ab der zweiten Jahreshälfte 2014 im spanischen Valencia vom Band rollen. Trotzdem lohnt der Blick über den großen Teich: Während sich viele Motoren, Ausstattungen, Fahrwerksabstimmungen und die Verarbeitung zwischen den US- und den Europa-Versionen unterscheiden werden, soll eine Antriebsvariante auf beiden Kontinenten angeboten werden: der in den USA bereits erhältliche Hybrid mit zirka 198 PS Systemleistung.

 

Fahrbericht Ford fusion Hybrid: der neue Mondeo 2014

Hinter der durchaus wohlgeformten, ein wenig an Aston Martin erinnernden Frontpartie arbeitet der bereits von anderen Ford-Modellen (SMAX) bekannte Zwei-Liter-Benziner mit 145 PS. In den USA hat der Motor das zuvor im Fusion Hybrid verwendete 2,5-Liter-Triebwerk abgelöst. Bei seinen Bemühungen unterstützt ihn eine elektrische Wechselstrom-Synchronmaschine. Die Kraft wird von einem stufenlosen CVT-Getriebe auf die Vorderräder übertragen. Laut Ford soll der E-Motor den Mondeo aber auch alleine bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 136 km/h antreiben können.

In der Praxis benötigt man aber einen sehr sensiblen Gasfuß, um rein elektrisch Autobahntempo zu erreichen. Bei zu heftigem Beschleunigen mischt sich immer wieder der Benziner ein, was in Verbindung mit dem CVT-Getriebe zum so genannten Gummiband-Effekt führt: dem unschönen Aufheulen des Verbrennungsmotors bei verzögerter Leistungsentfaltung. Die versprochenen 198 PS merkte man der etwas verhalten lossprintenden Limousine nicht an. Bei Stadttempo lässt sich der Ford dafür aber wunderbar sanft und fast geräuschlos rein elektrisch bewegen. Wie weit die Kraft der neuen Lithium-Ionen-Batterie dabei reicht, verrät Ford noch nicht. Insgesamt streben die Kölner einen Verbrauch von weniger als 4,5 Liter auf 100 Kilometer und einen CO2-Ausstoß von unter 100 Gramm/Kilometer an.

Trotzdem lässt sich schon jetzt sagen, dass der Hybrid in Deutschland eher nicht zu den meistverkauften Mondeo gehören wird. Sparsame Ecoboost-Benziner mit Drei- und Vierylinder-Turbos samt Leistungen von 125 bis 240 PS sowie die starken, sparsamen Turbodiesel mit 115 bis 200 PS werden hierzulande mehr Anhänger finden, zumal es den Hybrid nicht als Turnier (Kombi) oder mit Schrägheck geben wird, sondern nur in der in den USA beliebten Stufenheck-Version mit kleiner Kofferraumklappe. Im Frachtabteil ist der Platz für die Ladung dabei auch noch durch die Batterien eingeschränkt. Trotzdem bleibt der Kofferraum dank umklappbarer Rücksitzlehnen aber variabel und ausreichend geräumig.

Vorfreude auf die nächste Mondeo-Generation wecken indes weitere Details: Die Bedienfreundlichkeit hat durch den großen Touchscreen und weitere berührungsempfindliche Schalter deutlich gewonnen. Mit dem auf Wunsch verfügbaren Multimedia-Konnektivitätssystem und den zahlreich erhältlichen Assistenzsystemen ist der Mittelklasse-Ford technisch auf der Höhe. Ganz neu ist der optionale Gurt-Airbag für die Fondpassagiere. Die Verarbeitung und die verwendeten Materialien machten schon in der von uns gefahrenen US-Version einen sehr guten Eindruck. Die Sitzfläche der vorderen Ledersessel war aber etwas zu kurz. Das Platzangebot ist dafür auch im Fond geradezu üppig.

Unser Fazit

Die Fahrt im neuen Ford weckt große Erwartungen an den nächsten Mondeo: Bessere Bedienung, gediegenere Verarbeitung, großzügigeres Raumangebot. Der neue Hybrid dürfte allerdings nur für wenige Käufer die erste Wahl sein.

Klaus Uckrow

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