Ford Focus/Escort RS/ST-Reihe Fords schnelle Kompakte

05.12.2013

Mit dem Focus RS bringt Ford nächstes Jahr endlich wieder einen schnellen Kompakten. Wir zeigen die sportlichen Ahnen.

Mit dem neuen Focus RS zeigen die Kölner 2009 mal wieder, dass sie nach wie vor sportliche Autos bauen können. In der WRC-Rallye-Serie sind die Kompakten zwar sehr erfolgreich, aber auf der Straße sind VW Golf GTI und R32 populärer und öfter vertreten als der ST.

Dabei hat der Focus RS wie auch sein schwächerer Bruder ST eine lange Vorgeschichte. Schon der Focus-Vorgänger Escort wird als Rennwagen in den unterschiedlichsten Klassen eingesetzt und ist besonders in den 1970er Jahren sehr erfolgreich. Angefangen hat es 1968 mit dem 500-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring, als vier Hundeknochen-Escorts aus der neu formierten Ford-Rennsportabteilung zum Wettkampf antreten. Der Schritt zur Markteinführung der sportlichen Ableger ist danach nicht mehr weit. Zwar gibt es schon vor dem Escort sportliche Ford-Fahrzeuge, aber nur wenige sind in der in der Kompaktklasse vertreten und für die breite Masse bezahlbar.

1968 wird der Escort mit dem Hundeknochen-Kühlergrill eingeführt. Hundeknochen deshalb, weil der Kühler zwischen den beiden Scheinwerfern genau diese Form hat. Neben dem 1,1-Liter-Vierzylinder kommt bald der 1300 GT für 6600 Mark und 64 PS. Der Zweitürer schafft 152 km/h und ist damit deutlich schneller als ein VW Käfer. 1973 kommt die Ablöse in Form des Escort RS 2000. Der Vierzylinder leistet nun 100 PS und beschleunigt den Escort in zehn Sekunden auf Tempo 100. Bis 1974 wird der Hecktriebler gebaut. Ein Jahr später erhält der Escort eine optische Auffrischung, so auch die sportlichen Modelle. Der RS 2000 hat jetzt 110 PS und rennt 178 km/h schnell.

Bis 1980 wird der beliebte Freizeitsportler produziert, dann folgt eine neue Generation von Escort, die RS-Reihe wird durch den XR3 ersetzt. Mit dem Vierzylinder-Vergasermotor leistet der Kompakte 96 PS. Zwei Jahre später wird der Vergaser vom Einspritzer ersetzt und nennt sich nun XR3i. 105 PS sorgen bis 1985 für Spaß auf vier Rädern – und das bis zu 185 km/h und einer Beschleunigung von unter zehn Sekunden auf Tempo 100. Stärker geht es noch mit dem 1984 vorgestellten Escort RS Turbo. 132 PS knacken zum ersten Mal die magische 200-km/h-Grenze. Der durch einen Garret-Abgasturbolader zwangsbeatmete Escort wird leicht verändert bis 1989 gebaut.

Auch mit dem 1990 neu vorgestellten Escort bleibt es im Rheinland sportlich. Die Karosserie geht mit dem Trend der Zeit und zeigt sich windschlüpfrig. Die starken Modelle heißen wieder RS 2000 und schöpfen ihre Leistung aus einem 2,0-Vierzylinder mit 150 PS. Aber auch der XR3i wird angeboten und kommt mit 130 PS aus 1,8-Liter Hubraum auf den Markt.

Das Topmodell und der stärkste Escort wird der RS Cosworth mit 220 PS. Als Rallye-Fahrzeug konzipiert, werden alle vier Rädre des Cossy angetrieben und sorgt mit großem (wahlweise) Heckflügel und breiten Kotflügel für Aufsehen. Gebaut wird der Cosworth bei Karmann in Rheine, bei denen auch die Escort Cabrios vom Band laufen. Mit dem Cossy ist Ford endlich auch wieder im Rallye-Sport erfolgreich, verpasst aber die Marken-Weltmeisterschaft.

Mit der Einführung des Ford Focus 1998 kommt das Aus für die XR3i und Cosworth-Reihe. Die sportlichen Ableger müssen erst mal zurückstecken, dann kommt aber 2005 der ST. Unter der Haube arbeitet der 2,5-Liter-Fünfzylinder von Volvo und aktiviert 226 PS.

2009 soll der Focus RS wieder auf die Straße kommen und dann dem neuen Golf GTI, R32, Opel Astra OPC und Audi S3 das Leben schwer machen. Der 2,5-Liter-Turbomotor soll 300 PS leisten und 410 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung stellen. Das gesperrte Differential soll dabei die Traktion verbessern und den Kölner auch auf der Rennstrecke richtig schnell machen. Außerdem hat der Fronttriebler einen neuen Kühlergrill mit mächtigen Lufteinlässen, die breiten Seitenschweller und ausgestellte Radhäuser machen den Ford schon im Stand schnell.

1981 überträgt Ford die Idee der kleinen, leichten Sportwagen auf den Fiesta. XR-2 heißt der Kölner Flitzer mit 84 PS und sucht in seiner Klasse vergeblich nach Konkurrenz. Der 850-Kilo-Floh fährt schnelle 172 km/h. Ab Baujahr 1989 gibt es einen neuen Fiesta XR2i mit 104 PS. Der Kleinwagen fährt bis zu 187 km/h schnell. Der XR2i wird bis 1996 bis zu 130 PS stark. Dann ist erst mal Pause.

Erst 2005 kommt wieder ein starker und sportlicher Fiesta auf den Markt, der sich jetzt auch ST nennen darf. Seitdem sorgen 150 PS in dem Kleinwagen für eine Menge Fahrspaß. Ende des Jahres kommt der neue Fiesta auf den Markt und es ist davon auszugehen, dass Ende 2009 wieder eine starke Variante gezeigt wird.
hob

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