Ford Focus RS gegen Honda Civic Type R: Vergleich Focus RS trifft auf Civic Type R

29.09.2015

Nach Jahren des Friedens treffen Anfang 2016 Ford Focus RS und Honda Civic Type R wieder aufeinander. Ein erster Vergleich gibt einen Ausblick auf den Ausgang der Götterdämmerung.

2010 stellten Ford und Honda die Produktion von Focus RS und Civic Type R ein. Ein schwerer Schlag für sportliche Fahrer in der Kompaktklasse, die das Besondere neben dem Golf R liebten. Anfang 2016 hat die Leidenszeit ein Ende. Dann startet der Focus RS und trifft auf den frisch aufgelegten Honda Civic Type R. Höchste Zeit, für ein erstes Kräftemessen. Der Civic Type in typischer Keilform mit auffälliger Frontschürze und Flaps, fasziniert eher mit seinem Hinterteil. Aus einem imposanten Diffusor ragt die zweiflutige Sportabgasanlage mit vier Endrohren. Das Highlight ist der Heckflügel, der alles andere in der Kompaktklasse überragt. Etwas kleiner fällt der Spoiler am Heck des Focus RS aus, im Gegenzug machen die zwei armdicken Endrohre unmisverständlich klar, dass dieser Focus keine halben Sachen macht.

 

Der Ford Focus RS hängt den Honda Civic Type R ab

Einen starken Auftritt legen beide hin, doch entscheidend sind die inneren Werte. Ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner beschert Hondas Civic Type R satte 310 PS, die bei 6500 Touren anliegen. Das Drehmoment von 400 Newtonmeter drückt bei 2500 bis 4500 Umdrehungen vollends auf die Kurbelwelle. In 5,7 Sekunden beschleunigt der Japaner auf Tempo 100 und streicht erst bei 270 km/h die Segel. Der Ford Focus RS läuft in der Spitze zwar 4 km/h langsamer, doch hängt er den Type R bis dahin mühelos ab. Speziell für den schnellsten Focus aller Zeiten wurde der 2,3-Liter-Ecoboost-Vierzylinder aus dem Ford Mustang weiterentwickelt und leistet 350 PS bei 6000 Touren. Im Standardmodus hat der Focus RS 40 Newtonmeter mehr zu bieten als der Type R,  die zudem 500 Umdrehungen früher anliegen. Eine Overboost-Funktion schiebt für 15 Sekunden weitere 30 Newtonmeter nach. Kein Wunder also, dass der Focus eine Sekunde schneller von 0 auf 100 km/h beschleunigt.

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Zudem hat der Ford Focus RS entscheidende konzeptionelle Vorteile. Erstmals gibt es ihn mit Allradantrieb, beim Civic Type R müssen weiterhin allein die Vorderräder mit der immensen Kraft klar kommen. Für den immensen Fahrspaß hat sich Ford Performance einen namhaften Driftkünstler ins Boot geholt. Kein geringerer als Ken Block war bei der Entwicklung der Allrad- und Fahrwerksabstimmung beteiligt. Über letzteres liefert Ford bisher keine genauen Infos, doch der Allradantrieb mit Torque Vectoring verspricht feinste Performance-Technik, die eine Launch Control und ein Driftmodus verstärken. Doch zu früh sollte sich der der Ford nicht freuen. Ein wichtiges Kriterium für den Kaufentscheid in der Kompaktklasse ist und bleibt der Preis. Mit 34.000 Euro ist der Type R exakt 5000 Euro günstiger als die Kölner Wuchtbrumme.

Bildvergleich: Ford Focus RS vs. Honda Civic Type R

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