Ford Focus 1.5 EcoBoost: Fahrbericht des facegelifteten Focus mit 150 PS Gezielt verbessert

20.09.2014

Ford frischt sein wichtigstes Modell auf. Der überarbeitete Focus sieht schicker aus, fährt komfortabler und bekommt endlich ein neues Infotainment-System. Erste Fahrt im Kölner Bestseller mit dem neuen 150 PS starken 1.5 EcoBoost-Benziner. Fahrbericht

Der Focus ist für Ford eine einzige Erfolgsgeschichte. Allein im letzten Jahr fanden sich weltweit mehr als 1,1 Millionen Käufer für das Kompaktklasse-Modell. Nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit steht nun die übliche Modellüberarbeitung an, damit die Kölner Cash-Cow das meistverkaufte Auto der Welt bleibt. Von außen fällt sofort die neu gestaltete Front mit dem edlen Chromgrill im aktuellen Ford-Look ins Auge. Zudem ist die  Motorhaube jetzt konturiert, und das Heck wirkt mit seinen kleineren Leuchten ebenfalls deutlich eleganter.

 

Ford Focus 1.5 EcoBoost: Facelift mit neuem Infotainment-System

Größter Kritikpunkt am Focus war stets das Bediensystem, das wegen der vielen kleinen Tasten auf der Mittelkonsole und des zu kleinen Bildschirms nicht gerade ein Vorbild an Bedienfreundlichkeit war. Die Kritik kam offensichtlich an, denn im facegelifteten Focus kommt ein neues Bedienkonzept zum Einsatz, das sich über einen großen Touchscreen steuern lässt.

Damit befindet sich der Focus in puncto Bedienbarkeit wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Die Menüstruktur ist logisch aufgebaut, und Befehle wie die Eingabe des Navigationsziels gehen einfach und schnell von der Hand. Die verbesserte Sprachsteuerung erlaubt es, ausgewählte Smartphone-Programme per AppLink zu starten und zu steuern. Praktisch: Zusätzlich zum USB-Anschluss unter der Mittelarmlehne gibt es jetzt einen weiteren besser erreichbaren Port in der Mittelkonsole.

Abgesehen davon erfuhr der Innenraum diverse  Detailoptimierungen, etwa neu gezeichnete Instrumente und eine neue Klimaeinheit. Auch die Materialien wirken nun einen Tick wertiger. Doch an VW Golf den kommt der Ford noch nicht heran. Auch unterm Blech hat sich einiges getan. Obwohl es am Fahrwerk bislang kaum etwas auszusetzen gab, haben die Ford-Ingenieure hier gezielt Hand angelegt. Der Spagat aus Komfort und Agilität gelingt dem überarbeiteten Focus noch ein Quäntchen besser.

Die Dämpfer mit neuer Kennlinie sprechen sensibler an, gleichzeitig sorgen steifere Gummilager der vorderen Querlenker sowie der durch gezielte Versteifungen nun  torsionsstärkere Vorderwagen dafür, dass sich der Fünftürer noch handlicher fährt und Lenkbefehle spontaner umsetzt. Damit zählt der Focus weiterhin zu den fahragilsten Exemplaren der Kompaktklasse. Gleichzeitig wurde er auch  wegen der aufwändigeren Geräuschdämmung – unter anderem durch dickere Seitenscheiben und mehr Dämmmaterial in den Türverkleidungen – noch komfortabler. Laut Joe Bakaj, Vice President Product Development Ford Europe, ist der Focus jetzt das leiseste Fahrzeug seiner Klasse.

Das Motorenangebot hat sich ebenfalls geändert: Die 1,6-Liter-Benziner und -Diesel fallen weg, dafür ziehen vollkommen neu entwickelte 1.5-EcoBoost und -TDCi-Triebwerke unter der Motorhaube ein. Den 150 PS starken Turbobenziner konnten wir auf der ersten Ausfahrt bereits testen. Dank 240 Nm, die bereits ab 1600 Touren anliegen, tritt der Focus schon im Drehzahlkeller energisch an. Im Vergleich zum Vorgängermotor klingt er dabei unter Last etwas kerniger, ohne aber unangenehm aufzufallen.

Die Fahrleistungen sind durchaus munter, der Sprint von null auf Tempo 100 ist laut Ford in 8,9 Sekunden erledigt, die Spitze beträgt 210 km/h. Gleichzeitig liegt der EU-Normverbrauch jetzt um vier Zehntel niedriger bei 5,5 l S/100 km. Nur eines hat sich kaum geändert: die Preise. Sie wurden nur leicht erhöht – beste Voraussetzungen also für eine Fortsetzung der Focus-Erfolgsgeschichte.

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Unser Fazit

Ford hat den Focus gezielt verbessert und fit für die zweite Lebenshälfte gemacht – besonders das neue Bediensystem bekommt ihm gut.

Alexander Lidl

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