Fahrbericht: Ford Fiesta 1.0 EcoBoost 2013 Beliebt und aufgefrischt: Ford Fiesta

05.12.2012

Fahrbericht Ford Fiesta 1.0 EcoBoost: Markantes Design, neue Motoren: Frisch gestärkt geht der Kleinwagen ins Jahr 2013. Erste Fahrt mit dem Dreizylinder-Turbo

Polo, Corsa, Fiesta heißen die beliebtesten Kleinwagen Deutschlands. Wobei übrigens nur der Fiesta komplett auch in Deutschland produziert und montiert wird: im europäischen Stammwerk von Ford in Köln-Niehl. Ab Januar rollt der Mehr Infos zum Facelift des Ford Fiesta mit frischem Schwung von den Bändern – mit deutlich verändertem Design und neuen, sparsameren Motoren.

Insgesamt sind sieben verschiedene Antriebe im Angebot, die weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilometer durch den Auspuff blasen. Sogar das zur Zeit leistungsmäßige Topmodell mit 125 PS starkem Dreizylinder-Turbo unterbietet diesen Wert mit einem Normverbrauch von 4,3 Litern und 99 Gramm CO2.

 

DER FÜNFTÜRER KOSTET 750 EURO AUFPREIS

Auch der Fiesta für unseren Fahrbericht war mit diesem preisgekrönten Motor ("Engine of the year“) ausgerüstet. In dieser dreitürigen Variante mit manueller Fünfgang-Schaltung, Start-Stopp-System und in der schicken Titanium-Ausstattung ist der kleine Kölner ab 17.570 Euro zu haben. Zwei weitere Türen kosten 750 Euro Aufpreis. Die günstigste Version mit 60-PS-Benziner und vier Zylindern steht übrigens mit 10.950 Euro in der Preisliste. Die Überarbeitung des Ford ist auch bei flüchtigem Hinsehen nicht zu übersehen. Der deutlich markantere Kühlergrill passt zum neuen Markengesicht, das beim kleinen Van B-MAX vorgestellt wurde und lässt den Kleinwagen ein wenig wie einen geschrumpften Aston Martin erscheinen. Am Heck beschränken sich die Änderungen im Wesentlichen auf leichte Retuschen am Rückleuchten-Layout.

Auch beim Interieur scheint sich auf den ersten Blick nur wenig geändert zu haben. Die zentrale Bedieninsel für Radio und Multimedia wirkt immer noch etwas überfrachtet. Doch unter den sauber eingepassten, lackierten Kunststoffabdeckungen hat sich einiges getan: Auch der Fiesta kann jetzt optional mit "Ford SYNC“, dem aus den USA stammenden Multimediasystem mit Sprachsteuerungund Notrufassistenten, bestellt werden. Das kostet beim Titanium mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung ab 1125 Euro, mit zusätzlichem Navi ab 1630 Euro. Günstiger ist die Paket-Lösung Cool & Sound, wo es fürs gleiche Geld eine Klimaautomatik dazu gibt. Die serienmäßigen Sitze sind ausreichend groß, bequem und finden einen guten Kompromiss aus Straffheit und Komfort.

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Die Bedienung ist zwar nicht selbsterklärend, überfordert aber niemanden. Die Verarbeitung macht einen sauberen Eindruck, lackierte oder aufgeschäumte Kunststoffe überwiegen. Das Raumgefühl vorn ist gut, im Fond des Dreitürers sitzen auch Großgewachsene erstaunlich luftig. Der Einstieg ins Heckabteil lässt sich dank der weit nach vorn fahrenden Sitze leicht bewältigen. Das Laderaumvolumen mit bis zu 979 Litern hat sich bei der Überarbeitung nicht verändert – dank doppeltem Gepäckraumboden entsteht bei umgeklappten Rücksitzlehnen eine ebene Fläche.

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Mit sieben Airbags und ESP mit Traktionskontrolle liegt die serienmäßige Sicherheitsausstattung auf gehobenem Klassenniveau. Ebenso ab Werk verfügt jeder Fiesta über Ford Easy Fuel, das vor Fehlbetankungen schützt. Sahnestück des Kölners ist aber der Dreizylinder-Motor mit Benzin-Direkteinspritzung und Turbolader. Das Triebwerk, das im neuen Focus Premiere feierte und auch den kommenden Mondeo in der Basisversion antreiben soll, ist im Normalfall durchzugsstark und geschmeidig, wirkte in unserem Testfahrzeug aus der Vorserie aber ungewohnt verhalten. Das typische Schnurren des Dreizylinders war im Fiesta zudem etwas präsenter als im größeren Focus.

Im Zusammenspiel mit der knackigen und präzisen Fünfgang-Schaltung lässt sich der Ford sehr zügig beschleunigen. Die Lenkung dirigiert den Kleinwagen exakt durch Kurven und gibt jederzeit genaue Rückmeldung. Das Fahrwerk, traditionell eine Kernkompetenz der deutschen Ford-Ingenieure, vermittelt stets ein Gefühl der Sicherheit, hält aber trotzdem Belästigungen durch Schlaglöcher und Schwellen von den Insassen weitestgehend fern.
Klaus Uckrow

 

FAZIT

Die Optik des Fiesta wirkt nach der Überarbeitung wieder frisch und aktuell. Der Dreizylinder-Turbo ist wie gemacht für den Ford und verspricht sehr gute Fahrleistungen.

Ford Fiesta 1.0 EcoBoost: Technische Daten
Motor: 3-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, Direkteinspritzung Hubraum: 998 cm3 Leistung: 92 kW / 125 PS Max. Drehmoment: 200 Nm bei 1400 bis 4500 /min Getriebe: 5-Gang, manuell Antrieb: Vorderrad Fahrwerk v.: McPherson-Federbeine, Querlenker, Stabilisator; h.: Verbundlenkerachse, Federn, Dämpfer, Stabilisator; ESP Bremsen v.: innenbelüftete Scheiben; h.: Trommeln; ABS, Bremsassistent
Reifen: 195/50 R 16 H L / B / H: 3969 / 1709 / 1433 mm Radstand: 2489 mm Leergewicht: 1016 kg Kofferraum: 295 – 979 l Fahrleistungen¹: 0-100 km/h in 9,4 s Höchstgeschw.¹: 196 km/h EU-Verbrauch: 1 4,3 l S/100 km CO2-Ausstoß¹: 99 g/km Grundpreis: 17.570 Euro
¹ Werksangaben

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