Ford Evos Concept: IAA 2011 Neuer Look bei Ford

31.08.2011

Mit dem Evos Concept weist Ford den Weg in die Zukunft. Elemente des viertürigen Coupés werden wir beim nächsten Mondeo wiedersehen

Ford traut sich was. Mit der IAA-Studie Evos Concept zeigt uns die Weltmarkeauf der 61. IAA  (15. bis 25. September 2011) die neue, aufregende Designsprache für die Autos der Zukunft.

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Auf Angriff geschaltete Haifischnase, elegant fließende Kraftlinien nebst einer schönen Prise GT-Pfeffer aus dem Repertoire der Klassiker Mustang und Capri. Bitte auch den lateinamerikanischen Hüftschwung beim Abgang beachten. Selten haben wir so stimmige Proportionen gesehen. Und wer jetzt nach rechts schaut, sieht, dass dieses viertürige Sportcoupé – 4,50 Meter lang, üppige 1,97 Meter breit, nur 1,36 Meter hoch – noch eine spezielle Überraschung hat. Ja, vier Flügeltüren sieht man nicht alle Tage. Keine Angst, es gibt keinen Crash, wenn sie zufällig alle gleichzeitig öffnen.

 

Evos: Studie für das neue Design von Ford

Richtig fahren kann der wilde Ford auch, das zeigt uns die sausende Heckansicht, die an einem frühen Morgen bei aufgehender südeuropäischer Sonne zu sehen war. Bevor wir ins Detail gehen, prosten wir erst mal dem verantwortlichen deutschen Karosseriedesigner Stefan Lamm, 42, zu, der in diesem Wunderwerk offensichtlich viel Herzblut gelassen hat. „Dieses Modell ist der Startschuss für das neue Gesicht von Ford“, kommentiert der gebürtige Westfale dann aber ziemlich sachlich. „Das ist unsere neue Formensprache.“

Offiziell gilt die neue Linie als Evolution des aktuellen Kinetic-Designs der Marke – aha, deshalb auch der Name Evos –, doch die Konzernoberen im US-amerikanischen Dearborn könnten auch ungeniert von einer Revolution reden. Besonders auffällig: Es gibt hier keine unnötigen Falten, Sicken und Kanten – das Design wirkt viel klarer und einfacher als bisher. Schöne Details sind die schmalen Voll-LED-Scheinwerfer (auch bei Ford demnächst in Serie), das V-förmig auf das Ford-Logo zulaufende Powerdome-Gebirge auf der Motorhaube und das sich unten quasi schalenförmig um das gesamte Auto ziehende silberfarbene Spoilerwerk, das wie eine zweite Ebene wirkt.

 

Ausblick auf den neuen Ford Mondeo

Auch die sehr runde, stark überwölbte Frontscheibe, die weit vorn auf der Haube ansetzt, hat ihren Reiz. Der trapezförmige Gittergrill, mit Chrom eingefasst, ist weit nach oben gerückt. Und dann fällt da noch das Schlagwort „Premium-Charakter“. Ja, auch Ford will höher hinaus – herzliche Grüße an Audi und BMW. Neuland auch im Innenraum: Das Cockpit mit den frei konfigurierbaren Digital-Instrumenten sieht futuristisch aus, kommt aber technisch der Realität schon nahe. Kühles Blau und feines Schwarz dominieren.

Der Fahrer soll sich via Internet mit seiner persönlichen Lebenswelt voll vernetzen können. Die gerade gehörte Lieblingsmusik, die Stammrouten ins Büro, das lokale Wetter, der Lieblings-Italiener – alles ruck, zuck im Auto abrufbar und kompatibel mit der privaten Wohn- und Freizeitwelt. Dazu gehört natürlich auch eine zukunftsgerechte Power. Der Evos ist ein Plug-in-Hybrid mit Benzintriebwerk, Elektromotor und aufladbarer Lithium-Ionen-Batterie. Gesamtreichweite? Bis zu 800 Kilometer. Rein elektrisch soll das Modell locker quer durch jede Großstadt und zurück fahren. „Das neue Gesicht sehen Sie in den nächsten zwölf Monaten bei einem neuen Ford-Modell“, orakelt Stefan Lamm. Das Rätsel ist schnell gelöst, denn Ende nächsten Jahres wird der neue Mondeo vorgestellt, der 2013 bei den Händlern stehen soll.
Wolfgang Eschment

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