Fahrbericht Ford EcoSport 1.0 EcoBoost: SUV von Welt Das kleine SUV

03.01.2014

Ford setzt seine Weltauto-Strategie konsequent um: Das kleine SUV EcoSport wurde in Brasilien entwickelt, wird in Indien gebaut und macht mit deutschem Dreizylinder-Motor auch auf Kölner Straßen eine gute Figur – Fahrbericht

Ford-Präsident Allan Mulally denkt global. Seine Strategie für die Zukunft des Autokonzerns heißt „One Ford“. Das bedeutet: Der US-Konzern baut vorwiegend nicht mehr spezielle Modelle für einzelne Märkte, sondern will mit seinen Fahrzeugen überall auf der Welt erfolgreich sein.

 

Fahrbericht Ford EcoSport: Kleines SUV mit 125 PS

Bestes Beispiel ist der in Deutschland entwickelte Kompaktwagen Focus, der sich mit Stufenheck auch in den USA und China bestens verkauft. Mit dem EcoSport tritt Anfang 2014 ein Modell exotischer Abstammung in Deutschland an: Der Ford wurde in Brasilien entwickelt und läuft jetzt auch für Europa in Indien von den Produktionsbändern.

Das kleine SUV auf Basis des Fiesta hat aber auch hierzulande das Zeug zum Hit, folgt er doch wie Renault Captur oder Peugeot 2008 dem modischen Trend zu rustikaler Optik und hoher Sitzposition ohne aufwändige Allradtechnik. Bei uns wird der Ford EcoSport zunächst nur in der Top-Ausstattung Titanium zu Preisen ab 19.200 Euro mit einem 1,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner angeboten, der 112 PS leistet. Ein gleich großer Diesel produziert 90 PS und kostet ab 21.200 Euro.

Der Star unter den Triebwerken ist jedoch der innovative EcoBoost-Dreizylinder mit Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung, der hier in seiner stärksten Ausbaustufe mit 125 PS antritt. Ford kombiniert den in Deutschland entwickelten Motor in diesem Fall mit einer manuellen Fünfgang-Schaltung.

Mit serienmäßiger Titanium-Ausstattung, die unter anderem Alu-Räder, Klimaautomatik, Audio-System und Lederlenkrad beinhaltet, kostet das Paket 20.200 Euro. Auch ohne Start-Stopp-Automatik kommt der so motorisierte Eco-Sport nach Herstellerangabe mit nur 5,3 Liter Super auf 100 Kilometern aus. Bei zurückhaltender Fahrweise sind gut sechs Liter realistisch.

Wer etwas zügiger unterwegs ist, wird aber bei einer sieben vor dem Komma landen. Und etwas zügiger geht es im EcoBoost-EcoSport ohnehin: Das 998-Kubikzentimeter-Motörchen dreht mit Elan hoch, produziert dabei ein markantes, aber nicht unangenehmes metallisches Schnarren. Wer den Motor mit hohen Drehzahlen bei Laune hält, kann mit dem knapp 1,3 Tonnen schweren SUV auf kurviger Landstraße viel Fahrspaß haben.

Die Schaltung arbeitet knackig und präzise, die Lenkung ist in der Mittellage etwas indifferent. Geht es etwas zu schnell zur Sache, schiebt der Ford sanft über die Vorderräder. Dank der serienmäßigen 16-Zöller bügelt der EcoSport auch gröbere Schläge aus. Mit serienmäßiger Dachreling und der Reserverad-Abdeckung auf der links angeschlagenen Hecktür macht der Ford EcoSport richtig was her. Die Sitzposition ist recht hoch, der Fahrersessel allerdings etwas weich geraten.

Die Bedienung ist – wie von Ford gewohnt – nicht ganz unkompliziert. Wer sich aber auf die Sprachsteuerung SYNC (400 Euro, inklusive Notrufassistent) einlässt, kommt ohne etliche der vielen Schalter auf der Mittelkonsole aus. Über das neue Ford AppLink lassen sich so zudem Smartphones mit dem Auto koppeln und zum Beispiel Navigations-Apps des Handys per Spracheingabe steuern. Die Richtungsanweisungen des Navis werden dann über die Lautsprecher der Audioanlage wiedergegeben.

Die Verarbeitung des von uns gefahrenen Vorserienfahrzeugs war schon recht  ordentlich, einige scharfe Grate sollten aber noch geglättet werden. Das Platzangebot ist gut, die Lehnen der Rücksitzbank sind in der Neigung einstellbar, die hinteren Sitze lassen sich auch komplett hochklappen.

Unser Fazit

Mit dem EcoSport und seinem innovativen Motor bietet Ford ein attraktives Klein-SUV an. Einen Allradantrieb wird kaum jemand vermissen

Klaus Uckrow

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