Ford C-MAX und Grand C-MAX im Fahrbericht: Facelift für Kompaktvan Rundum aufgefrischt

09.05.2015

Mit dem Facelift erhält der Ford C-MAX neue Motoren und ein optimiertes Bedienkonzept. Fahrbericht zum überarbeiteten Kompaktvan der Kölner

Ford hat seinen Kompaktvan C-MAX frisch gemacht, der Kölner rollt mit ef zienteren Motoren ab Ende Juni zu den deutschen Händlern. Die auffälligste Neuerung ist der riesige Trapezgrill à la Aston Martin. Damit trägt jetzt auch der kompakte Familien-Van aus Saarlouis das neue Gesicht der Marke – und das steht ihm richtig gut. Den Arbeitsplatz haben die Ford-Techniker ebenfalls gründlich aufgeräumt: Statt des viel zu kleinen Displays und der verwirrenden Tastenvielfalt gibt es nun das Infotainmentsystem SYNC 2 mit neuem Bedienkonzept. Tasten und Schalter sind jetzt besser sortiert, die Bedienung der Klimaanlage ist einfacher.

 

Ford C-MAX: Überarbeiteter Kompaktvan in zwei Varianten

Navi, Telefon und Radio lassen sich direkt über den acht Zoll großen Touchscreen (20,3 Zentimeter) steuern. Das funktioniert recht gut. Novum in diesem Segment ist die komfortable Spracherkennung. So genügt es, sie zu aktivieren und zu sagen: „Ich habe Hunger“. Schon erscheint auf dem Farbdisplay eine Liste von Restaurants in der Nähe. Allerdings ist der Umfang von möglichen Abfrage-Themen recht begrenzt.

Für unsere erste Probefahrt wählten wir den neuen 1,5-Liter-EcoBoost-Vierzylinder mit 150 PS. Er erfüllt – wie jetzt alle Motoren im Programm – die Euro-6-Abgasnorm und ist mit einem Start-Stopp-System ausgestattet. Beim Tritt aufs Gaspedal reagiert der agile Benziner prompt und bringt den Ford C-MAX flott auf Touren. Für den Spurt auf Tempo 100 benötigt der Kölner laut Werk 9,4 Sekunden, seine Kraft reicht für ein Spitzentempo von 204 km/h.

Besonders auffällig ist der kultivierte Lauf des neuen Benziners. Bei allen Drehzahlen verrichtet er leise säuselnd seine Arbeit. Auch wenn er unter Last stärker gefordert wird, bleibt sein Sound stets angenehm. Lob verdient darüber hinaus die gelungene Kombination des Triebwerks mit der leichtgängigen Sechsgang-Schaltung.

Der EcoBoost-Motor soll obendrein sparsam sein: Ford gibt einen Normverbrauch von  6,1 l/100 km an. Unter Alltagsbedingungen gönnt sich der C-MAX allerdings deutlich mehr: Nach 150 Kilometer Testfahrt registrierte unser Bordcomputer 10,5 l/100 km.

 

Ford C-MAX: Nach dem Facelift mit angenehmer Soundkulisse

Auch der Geräuschdämmung widmete Ford große Aufmerksamkeit. Das ist vor allem bei Autobahntempo spürbar: Sowohl Wind- als auch Abrollgeräusche gelangen jetzt besser gedämmt und damit weniger aufdringlich in den Fahrgastraum. Ein ganzes Paket cleverer Helfer soll den C-MAX-Fahrer künftig unterstützen: Die automatische Notbremse Active City Stop bleibt jetzt bis Tempo 50 (statt 30 km/h) aktiv, die sensorgesteuerte Heckklappe öffnet jetzt elektrisch und lässt sich auch per Gestensteuerung (Fußbewegung unterm Stoßfänger) auslösen.

Der Einparkassistent erkennt nun zusätzlich Lücken, die quer zur Fahrbahn ausgerichtet sind und parkt den Ford selbstständig ein. Sehr gut funktioniert die Warnung bei Gefährdung durch Querverkehr:  Hier erkennt ein Nahfeld-Radar herannahende Fahrräder und Autos, die der C-MAX-Fahrer noch gar nicht sehen kann. Das soll helfen, Unfälle beim Ausparken und an Kreuzungen zu vermeiden.

Als erster Van der Ford-Flotte erhält der C-MAX zudem das neue Schlüsselsystem My-Key. Damit können zum Beispiel Eltern für ihren „Fahrer-Nachwuchs“ den Schlüssel individuell programmieren und so etwa ein Tempolimit oder eine Lautstärkebegrenzung der Audioanlage festlegen.

Ford Grand C-MAX:
Wem das Raumangebot des Kompaktvans nicht reicht, der sollte sich den Grand C-MAX ansehen. Für 1500 Euro Aufpreis ist der Kölner 14 Zentimeter länger und bietet bis zu sieben Personen Platz. Für einen bequemen Einstieg sorgen Schiebetüren hinten. Das Gepäckabteil (mit fünf Sitzen) bietet 600 bis 1867 Liter Ladevolumen.

Unser Fazit

Der Ford C-MAX sieht erwachsener aus, ist besser ausgestattet und hat nun ein gutes Bedienkonzept mit großem Touchscreen.

Holger Ippen

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