Fiat Panda (II): Gebrauchtwagen kaufen Gebrauchter Panda problematisch

26.07.2016

Der Fiat Panda als Gebrauchtwagen hat unbestrittene Qualitäten als Stadtauto, ist aber fehleranfällig. Unser Gebrauchtwagen-Ratgeber sagt, worauf beim Kauf eines gebrauchten Panda zu achten ist.

"Fiat Panda - die tolle Kiste" – es gibt nur wenige Werbesprüche für Autos, die sich so stark eingebrannt haben. Toll sollte der Kleinwagen Fiat Panda nach Lesart des italienischen Herstellers aufgrund seiner Einfachheit ohne viel Schnickschnack und dem vergleichsweise niedrigen Verbrauch sein. Tatsächlich überzeugen gebrauchte Fiat Panda der zweiten Generation mit viel Platz im Innenraum bei kompakten Außenabmessungen, was den kleinen Italiener zu einem stadttauglichen Begleiter oder einem guten Anfänger-Auto macht. Zumal die erhöhte Sitzposition und die gute Rundumsicht im Fiat Panda begeistern können. Trotzdem scheint der alte Slogan nicht mehr recht zum Kleinwagen zu passen – zumindest hinsichtlich der technischen Zuverlässigkeit eines gebrauchten Fiat Panda. Für den Nachfolger des Urmodells verzeichnet der ADAC eine sinkende Kurve. In der aktuellen Pannenstatistik des Autoclubs sind bis 2009 gefertigte Exemplare des Fiat Panda noch als "relativ pannensicher" vermerkt. Bei späteren Modellen des Fiat Panda habe sich das Abschneiden jedoch kontinuierlich verschlechtert, so der ADAC.

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Gebraucht-Panda mit Rückrufen

Bis 2012 gab es demnach bei gebrauchten Fiat Panda immer wieder Probleme mit der Kraftstoffpumpe. Bei Baujahren bis 2008 wurden regelmäßig Fehler bei der elektronischen Wegfahrsperre diagnostiziert. Bei gebrauchten Fiat Panda von 2009 sind defekte Kurbelwellensensoren ein Thema. Insgesamt fünf Rückrufe gab es: Die meisten Panda, nämlich rund 45.000, mussten ab März 2007 in die Werkstätten. Aufgrund von möglichem Wassereintritt in das ABS-Steuergerät drohte Kurzschlussgefahr – und damit ein Fahrzeugbrand. Betroffen sind Fiat Panda zwischen April 2003 bis November 2006. 23 Jahre nach dem Start des ersten Panda rollte 2003 der Nachfolger namens Nuova Panda mit größerem Raumangebot erstmals zu den Händlern. ABS war bis 2004 ein kostenpflichtiges Extra. Auch eine Crossvariante des Fiat Panda im Offroad-Look und mit Allradantrieb gab es zu kaufen. 2012 wurde der Nuovo Panda schießlich von der dritte Generation abgelöst, die aktuell noch im Neuwagenhandel ist. Eine Besonderheit bieten gebrauchte Panda der zweiten Generation unter Motorhaube: ein Erdgas-Aggregat, das 2007 erstmals bestellt werden konnte und je nach Wunsch 60 oder 77 PS bietet.

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Preis: Gebrauchter Fiat Panda ab 5000 Euro

Abhängig von Baujahr und Auflage leisten die normalen Benziner von 54 PS bis 100 PS. Die Diesel eines gebrauchten Fiat Panda kommen auf 70 PS bis 95 PS, einen Rußpartikelfilter baute Fiat im Panda allerdings erst ab 2006 ein. Wer einen gebrauchten Allradler sucht, muss im Falle des gebrauchten Fiat Panda 1.3 Multijet 4x4 mit 75 PS von 2013 laut Schwacke-Liste mit durchschnittlich 9700 Euro Kaufpreis rechnen (Laufleistung: 56.400 Kilometern). Wer hingegen ein Erdgasfahrzeug sucht, wird im gebrauchten Fiat Panda 1.2 Natural Power von 2010 mit 60 PS fündig. Dieser gebrauchte Panda wird für um die 5550 Euro gehandelt (Laufleistung: 60.000 Kilometer). 500 Euro weniger muss im Durchschnitt für einen gebrauchten Fiat Panda 1.2 Active von 2012 mit 69 PS gezahlt werden – bei rund 42.000 Kilometern auf dem Zähler.

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