Fiat 500C, Audi A5, VW Golf R und BMW 640i Cabrio-Tour durch Frankreich

11.04.2015
Inhalt
  1. Vier Cabrios auf Goodyear-Reifen in Frankreich
  2. Goodyear EfficientGrip: geringer Rollwiederstand spart Sprit
  3. Golf R: Erste Wahl für dynamisches Fahren

Große Open-Air-Tournee: Von den Alpen bis ans Mittelmeer – in vier Cabriolets mit grundverschiedenen Charakteren. Passt ein einziger Reifen-Typ auf alle vier Autos?

Sie hat viele Namen. Zum Beispiel Kehre oder Haarnadel. Taucht sie gleich mehrmals hintereinander mit Richtungsänderungen auf, spricht man von einer Serpentine. In besonders enger und verschlungener Form nennt man sie Schikane. Und dann gibt es noch zahlreiche Attribute, die ihre Beschaffenheit präzisieren – kurz, lang, scharf, weit, flach oder steil. Curvus, die Kurve, gebogen, gekrümmt. Aus gemahlenem Gestein und Bitumen gegossen und plattgewalzt ist sie die schönste Verbindung zwischen A und B, der Rhythmusgeber für Fahrer und Maschine, sportliche Herausforderung, seit der Mensch auf Rädern unterwegs ist.

 

Vier Cabrios auf Goodyear-Reifen in Frankreich

Die französischen Alpen bieten genug Kurven zum Genießen und Austoben, eingebettet in die Natur – von sattgrün bis kahl und steinig. In der Gegend um den Col de Serre Chevalier, wo sie sich im Winter zu Tausenden auf Brettern die weißen Hänge hinunterstürzen und im März bereits wieder die ersten Velo-Athleten für die neue Saison trainieren, öffnen wir die schwarze Stoffkapuze des BMW 6er Cabrio und lassen die Sonne herein.

Augen zu, tief durchatmen. Aaaahh. Ein Ziegenhirte treibt seine Herde über die Straße, sein vierbeiniger Aufpasser lässt sich nur für einen Sekundenbruchteil vom Fremdling in Metallic-Schwarz ablenken und rennt bellend weiter. Im Cabrio erlebt man all dies intensiver.

Nicht nur Fotograf und Autor schmeckt die kühle Bergluft, auch der aufgeladene Reihensechser fühlt sich in diesem Klima wohl und säuselt gelassen im Leerlauf. Wir ziehen den Wählhebel in Drive, stellen die Dämpfer auf extra komfortabel und cruisen über abgelegene Feldwege. Hier braucht man nicht nur Talent zum Kurven-Carven, sondern auch zum Ausbügeln der Asphaltblessuren – Landverkehr und Witterung hinterlassen jedes Jahr neue Spuren. Doch der wuchtige Bayer bleibt cool, pariert Asphaltausformungen jedweder Couleur souverän.

Dazu tragen auch die Goodyear-Gummis in der 17-Zoll-Standardgröße für das BMW 640i Cabrio bei. Nur 17 Zoll auf einem 6er? Aber ja! Passt prima und sieht keineswegs unterdimensioniert aus. Wir überprüfen noch einmal den Wetterbericht über die Online-Funktion: zwei Tage Sonne. „Demnächst rechts  abbiegen auf die D1091 in Richtung Bri-an-zon“ meldet die emotionslose Navi-Stimme. Noch zehn Minuten bis zu unserem Treffpunkt mit drei weiteren Frischluft-Vehikeln.

Eine einzige funktionierende Waschanlage hat die kleine, auf über 1200 Meter Höhe gelegene Alpenstadt Briançon, vor der sich bereits die stoffbedachten Audi A5, Fiat 500 und VW Golf R postiert  haben. Alle vier Kandidaten fahren heute auf dem gleichen Reifen, dem EfficientGrip Performance von Goodyear. Dass der Pneu sanft und flüsterleise abrollen kann, hat er bereits bewiesen, aber wie harmoniert er mit den anderen Fahrzeug-Konzepten?

Acht Euro fürs Schäumen, Schrubben, Trocknen. Mit glänzendem Lack und feuchter Kapuze geht’s in Richtung Cervières und dann die gut zehn Kilometer lange Passstraße hoch zum Col d’Izoard. Je näher wir dem Gipfel kommen, desto mehr Asphalt-Malerei gibt es auf den ausladenden Serpentinen – als Gruß an die Profis der Tour de France. Kleine Schilder am Straßenrand zeigen die verbleibenden Kilometer bis zum Gipfel an – Orientierungshilfe für ambitionierte Hobbyradler irgendwo zwischen Tunnelblick und Hunger-Rast.

 

Goodyear EfficientGrip: geringer Rollwiederstand spart Sprit

Jetzt übernimmt der graue Golf das Kommando. Sein Zweiliter-Turbo hängt gierig am Gas, Gangwechsel unter Volllast quittieren die Endrohre mit bassigen Zwischentönen. Beschleunigen, hochschalten, abbremsen, ein Zug an der linken Schaltwippe, einlenken und das Ganze wieder und wieder. So klettern wir den Pass hinauf – von einer Kurve zur nächsten, zwischendurch mal eine Kehre, weiter oben dann über Serpentinen bis zum höchsten Punkt auf 2361 Metern.

Im Vergleich zum Blechdach-R fehlen der Cabrio-Variante die hinteren Antriebswellen und 35 PS. Trotzdem: Auf Lenkbefehle legt sich die steife Karosserie folgsam in jede Kurve und stützt sich über die 225 Millimeter breiten, 18 Zoll großen Reifen mit 40er-Querschnitt sicher ab. Langsam werden die Gummis wärmer, was sowohl die Traktion als auch die Seitenführung weiter steigert. Den Beinamen Performance führt der Pneu also ebenfalls zu Recht.

Auf der Südseite des Col d’Izoard passieren wir die Casse Déserte, eine Steinwüste aus Geröll und steil aufragenden Felsbrocken. Der Boden trocken, die Luft eiskalt – außer den wenige Meter hohen Nadelhölzern scheint in dieser Landschaft alles ausgestorben. Ziemlich öde hier. Jochen, der Fotograf, klettert auf und zwischen Steinen herum – in der einen Hand die Canon, die andere ausgestreckt wie ein Seilartist: „Dächer auf!“ Klick, klick, klick. Schon tippen wir das nächste Ziel ins Navi: Gap.

Auf dem Weg dorthin verlassen wir die N94 und fahren entlang des Lac de Serre-Ponçon. Unter dem 20 Kilometer langen Stausee liegt ein Wasser-Kraftwerk, das in der Region rund 140.000 Menschen mit Strom versorgt. Der Kraftstoff für unsere Cabrios heißt Benzin. Um davon möglichst wenig zu verbrauchen sowie strenge Abgasvorschriften einhalten zu können, haben die Konstrukteure in den letzten Jahren die Motoren immer weiter geschrumpft.

Damit das Leistungsniveau trotzdem gleich bleibt, setzen sie Turbolader ein. Ein Paradebeispiel dafür ist der Fiat 500 mit seinem TwinAir genannten Mini-Motörchen. Zwei Zylinder, 0,9 Liter Hubraum und Zwangsbeatmung sind gut für 105 PS – noch kleiner geht’s kaum. Das Aggregat surrt und hämmert wie ein Rennmotor, macht den Schönling aus Turin quirlig und flott. Aber: Wie sparsam fährt der kesse Luftikus tatsächlich?

Mit einem durchschnittlichen Spritkonsum von 6,1 Litern je 100 Kilometer setzt der Fiat eine klare Bestmarke! Doch nicht nur Motoren-Ingenieure tüfteln mit Leidenschaft, um den Durst der Verbrenner zu senken, auch Reifen-Entwickler suchen nach immer neuen Möglichkeiten, den Rollwiderstand ihrer Profile zu reduzieren und damit den Fahrzeugantrieb zu entlasten – etwa durch Leichtbau oder spezielle Gummi-Mischungen mit geringerer Wärmeentwicklung. So stand bei der Entwicklung des Goodyear EfficientGrip Performance neben den Themen Fahrsicherheit und Laufleistung auch ein geringer Rollwiderstand weit vorn im Lastenheft.

 

Golf R: Erste Wahl für dynamisches Fahren

Im „Le Sostène Bacchus“ oberhalb der dunkelgrün schimmernden Wasseroberfläche genießen wir Salat mit Ziegenkäse und Brause aus Büchsen. Das Quecksilber kitzelt an der 20-Grad-Marke, ein paar Rad-Touristen im Profi-Outfit lassen sich schnaufend in die weißen Plastikstühle fallen: „Deux cafés, s’il vous plaît.“ Bevor auch wir der Idylle erliegen, machen wir uns wieder auf den Weg und folgen der verschlungenen D954 in Richtung Osten – dicht am See entlang.

Immer wieder führt die Straße einspurig durch kleine, in den schroffen Fels geschlagene Tunnel, und wir knipsen das Fernlicht der Audi-Xenon-Beleuchtung an. Der Ingolstädter – hier mit 225 PS starkem Zweiliter-Turbo – ist einer, der auf Ausgewogenheit setzt. Er gibt sich komfortabel, zeigt sich zügigen Kurvenfahrten keinesfalls abgeneigt und arbeitet erfreulich effizient. Zudem hat unser Auto Allradantrieb und rollt auf RunOnFlat-Reifen. Damit sind wir gegen alle Widrigkeiten bestens gewappnet und genießen ein beruhigendes Gefühl von größtmöglicher Sicherheit. Dem angekündigten Nieselregen sehen wir gelassen entgegen und genießen die untergehende Sonne.

Am nächsten Morgen dimmen zwar dicke Wolken den Himmel, doch es bleibt trocken, während sich A5, 6er, 500C und Golf am Étang de l’Or für ein weiteres Foto aufreihen. Über Carnon Plage und Palavas-les-Flots steuern wir unser letztes Tour-Ziel an: das Goodyear-Testgelände nahe Mireval. Hier prüfen wir Autos und Reifen in zwei Disziplinen: Nasshandling und Bremsen. Der Fiat legt auf schmalen 15-Zöllern vor. Dabei klingt der Kleine wie ein ganz Großer und macht richtig Spaß.

Am schnellsten umrundet aber das Golf R Cabriolet den bewässerten Rundkurs, dicht gefolgt vom A5 mit dank Allradantrieb souveräner Traktion und dem starken, aber schweren 640i. Nebenan liegt die Bremspiste. Dort setzt der Münchner aus Landstraßentempo bis zum Stillstand die Bestmarke. Dass der rund 1,9 Tonnen schwere Testwagen in nur 35,4 Metern stoppt, spricht auch für Griffigkeit des Goodyear-Profils.

Fast genauso stark verzögert der Audi auf den Notlaufreifen – ein kompromissloser Sicherheitsgewinn also. Doch wir wollen gar nicht bremsen, sondern beschleunigen und lenken – in Kurven: langen, scharfen, flachen, steilen. Durch Schikanen und Serpentinen, Haarnadeln und Kehren, den Taktgebern für uns sowie Audi A5, BMW 6er, Fiat 500 und VW Golf R. Wir drehen den Maßstab der Navi-Karte auf groß: nur drei Stunden noch bis zum Fuß der Pyrenäen …

TECHNIK
       

Fiat 500C 0.9 8V TwinAir
Audi A5 Cabriolet 2.0 TFSI quattro VW Golf R Cabriolet BMW 640i Cabrio
Motor 2-Zylinder, Turbo 4-Zylinder, Turbo 4-Zylinder, Turbo 6-Zylinder, Turbo
Leistung 105 PS 225 PS 265 PS 320 PS
Messwerte 0-100 km/h in 10,0 s 0-100 km/h in 7,2 s 0-100 km/h in 6,4 s 0-100 km/h in 5,4 s
Höchstgeschwin-
digkeit
188 km/h 240 km/h 250 km/h 250 km/h
EU-Verbrauch 4,2 l S/100 km 6,9 l S/100 km 8,2 l SP/100 km 7,6 l S/100 km
Grundpreis 18.350 Euro 50.050 Euro 45.225 Euro 88.150 Euro
Reifen 185/55 R 15 82 V 225/50 R 17 94 W RoF 225/40 R 18 92 W 225/55 R 17 101 W

Unser Fazit

Dieses Cabrio-Quartett zeigt, dass es für jeden Geschmack das passende Auto gibt: den sicheren Allrounder Audi A5, den komfortbetonten 6er von BMW, den quirligen und genügsamen Fiat 500 sowie den auf Sportlichkeit getrimmten VW Golf R. Doch so verschieden die Fahrzeug-Konzepte auch sind – alle bringen ihre Talente auf dem gleichen Reifen zu Geltung. Das zeigt, welche immense Bandbreite an Eigenschaften ein moderner Pneu wie der Goodyear EfficientGrip Performance heutzutage abdecken muss.

Paul Englert

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