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Feuerköpfe

Feuerköpfe

Sportliche Vierzylindermotoren ohne Turbolader. Da geht ohne flirrende Drehzahlen kaum etwas. Alfa 159 2.2 JTS 16V, Honda Accord 2.4 Type S und BMW 320si interpretieren den vermeintlichen Makel aber mit großer Charakterstärke: Ausgeprägte Fahrfreude ist hier ausnahmslos immer mit an Bord

In der automobilen Sportschau erscheinen diese Typen nicht gerade auf dem besten Sendeplatz: drehzahlhungrige Saugmotoren statt druckvoller Turbo-Kraftwerke, dazu brave Vierzylinder an Stelle hubraumstarker Sechszylinder-Maschinen. So zumindest die erste Bestandsaufnahme. Biedere Hutablagen-Wackeldackel-Cruiser sind hier aber nicht zugange: Unter der Motorhaube sorgt Hightech für Aha-Erlebnisse in Sachen Spritzigkeit und Charisma. Leistungsdurchhänger? Von wegen! Stramme 185 PS drückt der direkteinspritzende Alfa 159 JTS an die Vorderräder, noch einmal fünf PS mehr macht der Honda Accord Type S aus seinem Hubraumvorsprung. Gegen diesen Leistungsüberschuss scheint der hubraumkleinste Kontrahent, der nur 173 PS starke BMW 320si, chancenlos. Allerdings zeigt dieses auf 2600 Stück limitierte Sondermodell reinrassige Race-Technik: straffes Sportfahrwerk, gekürzte Getriebeübersetzung, dazu Hochleistungsbremsen. Und ein Vierzylinder-Benziner mit Pfiff: Weniger Hub, größere Bohrung, erleichterter Ventiltrieb sowie Racing-Zylinderköpfe aus der Motorsport-Abteilung sorgen hier für ungestüme Drehfreude und damit herzhaften Biss in jedem Drehzahlbereich.

Karosserie

Die unterschiedlichen Charaktere dringen bereits in der Art der Unterbringung durch: Während der BMW auf knackig sitzende Ergonomie ohne Platzüberschuss und gute Qualität setzt, dazu allerhand Schmankerl aus dem M-Programm (Sportsitze, Spoilerpaket, usw.) addiert, macht sich beim Honda kühle japanische Funktionslogik breit, die aber im Cockpit etwas kunststoffig daherkommt und obendrein ihre Mängel hat: Lange Fahrerbeine betätigen ungewollt die am Lenkrad angeordneten Multifunktionstasten. Dafür gibt es im Honda viel Bewegungsfreiheit, vor allem auf den Fondplätzen. Der durchaus geräumige Alfa macht durch sein stimmungsvolles Auftreten Spaß, allerdings freuen sich auch echte Alfisti wohl kaum über die teilweise unregelmäßigen Spalte und versteckten Grate. Unter den integrierten Navi-/Audio-Bediensystemen (Aufpreis) erweist sich letztendlich das BMW iDrive als das schlüssigste.

KarosserieMax. PunkteBMW 320 siHonda Accord 2.4 Type SAlfa Romeo 159 2.2 JTS 16V
Raumangebot vorn100727171
Raumangebot hinten100597362
Übersichtlichkeit100605052
Bedienung/ Funktion100837372
Kofferraumvolumen100545447
Variabilität70101513
Zuladung/ Anhängelast80343122
Sicherheit1501069096
Qualität/ Verarbeitung200178169168
Kapitelbewertung1000656626603
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW 320 si

PS/KW 173/127

0-100 km/h in 8.90s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 225 km/h

Preis 32.150,00 €

Honda Accord 2.4 Type S

PS/KW 190/140

0-100 km/h in 8.70s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 227 km/h

Preis 28.300,00 €

Alfa Romeo 159 2.2 JTS 16V

PS/KW 185/136

0-100 km/h in 9.10s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 222 km/h

Preis 28.100,00 €