FCA Verkauf Jeep, Alfa Romeo und Maserati: Gerücht Alfa und Maserati stehen nicht zur Diskussion

von AUTO ZEITUNG 04.09.2017

Absatzprobleme in den USA, der Dieselskandal und Milliardenschulden bereiten Fiat-Chrysler (FCA) Probleme, deshalb könnte das Interesse des chinesischen Autobauers Great Wall Motor an Jeep gerade recht kommen. Alfa Romeo und Maserati stehen hingegen nicht zur Diskussion.

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat-Chrysler (FCA) möchte seine beiden Marken Alfa Romeo und Maserati nicht verkaufen. Sie seien noch nicht für die Unabhängigkeit bereit, sagte Konzernchef Sergio Marchionne nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Samstag, 2. September 2017. Es sei "der falsche Zeitpunkt", daher werde es eine Ausgliederung unter seiner Führung nicht geben, so Marchionne. Die Amtszeit des derzeitigen Fiat Chrysler-Chefs endet 2019. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte Mitte August 2017 unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass sich FCA von Alfa Romeo und Maserati trennen wolle. Analysten schätzen den Wert der Luxusmarken auf bis zu sieben Milliarden Euro, den des Komponentengeschäfts auf bis zu fünf Milliarden Euro. Die Einzelteile des Konzerns sind nach Schätzungen der Investmentbank Goldman Sachs aber doppelt so viel Wert wie die aktuelle Börsenbewertung des Konzerns. Entgegen entsprechender Meldungen will Fiat-Chrysler offenbar auch an Marken wie Fiat, Chrysler, Ram Trucks oder Dodge weiter festhalten, dies gilt auch für Jeep, an dem der chinesische Autobauer Great Wall Motor Interesse zeigt.

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Fiat-Chrysler: kein Verkauf von Maserati und Alfa

Erst am Montag, 21. August 2017, bestätigte Great Wall Motor, die Marke Jeep des italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat-Chrysler (FCA) übernehmen zu wollen. "Wir erwägen gegenwärtig einen Kauf", sagte Zhao Lijia, Sprecher der SUV-Sparte Haval von Great Wall, der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Details könne er aber noch nicht nennen. FCA-Chef Marchionne sagte, er habe keine Angebote von chinesischen Autoherstellern erhalten, wie die Webseite "Automotive News" im August 2017 berichtet hatte. In einem als " Reaktion auf Marktgerüchte" überschriebenen Statement erklärte Autokonzern, dass Great Wall Motor bislang weder im Zusammenhang mit der Marke Jeep noch in sonstigen geschäftlichen Belangen einen Kontakt hergestellt habe. Jeep ist eine der traditionsreichsten US-Automarken. Der 1941 gegründete Autohersteller sitzt in Toledo (US-Bundesstaat Ohio) und ist für seine Geländewagen bekannt, die anfangs vor allem als Armeefahrzeuge zum Einsatz kamen. Great Wall ist ein aufstrebender chinesischer Geländewagen-Hersteller, der auch weltweite Ambitionen hat. Beobachter halten es für möglich, dass die Chinesen das nötige Geld für die FCA-Marke Jeep aufbringen könnte. Allerdings könnte ein Verkauf angesichts des Argwohns der Regierung von US-Präsident Donald Trump gegenüber wirtschaftlicher Einflussnahme Chinas in den Vereinigten Staaten auf politischen Widerstand treffen.

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Great Wall an FCA-Marke Jeep interessiert

Zuletzt hatte Fiat-Chrysler signalisiert, dass er offen für strategische Optionen sei. Schließlich drückten noch am Ende des dritten Quartals 2016 sieben Milliarden Dollar Schulden auf den Konzern. Hinzu kommen Gerüchte um weitere Rückrufaktionen, die den Konzern aufgrund fehlerhafter Elektronik betreffen könnten. Schon im Spätsommer vergangenen Jahres musste FCA etwa 1,9 Millionen Autos wegen defekter Airbag-Systeme in die Werkstatt zurückbeordern. Auch Ram-Pickups und Dodge-SUV machten Probleme, die sich trotz aktiver Parksperre in Bewegung setzten und bei abschüssigen Terrain davonrollten.

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