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Ratgeber Autoreise: Roadtrip USA

Von Alaska bis Arizona

Die USA – ein Potpourri der Eindrücke

Ist die Grenze zu den USA passiert, geht es weiter durch die Bundesstaaten Washington, Oregon, Kalifornien und Nevada, bis schließlich Arizona erreicht wird. Knapp 3000 Kilometer müssen zurückgelegt werden, bis das Ziel in Sicht ist, wobei ein Großteil der Strecke an der Westküste der USA entlangführt. Auf der Route finden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten und pulsierende Metropolen, wie San Francisco oder Las Vegas.

Übernachtungsmöglichkeiten
Grundsätzlich ist es in den USA problemlos möglich, auch ohne Reservierung einen geeigneten Schlafplatz zu finden, der dem eigenen Budget entspricht. Lediglich an Feiertagen oder auch in den großen Nationalparks ist eine Reservierung ratsam. In der Regel kann sich zwischen Hotels, Motels und Camping entschieden werden.

Motels befinden sich viele entlang des Highways. Sie bieten den großen Vorteil, dass das Auto für gewöhnlich nah am Zimmer geparkt werden kann, was das Be- und Entladen erleichtert. Zwar sind Motels deutlich günstiger als Hotels, jedoch bieten sie auch weit weniger Schutz vor Einbrechern und weniger Annehmlichkeiten. Im Schnitt muss für eine Übernachtung in einem einfachen Zweibett-Zimmer mit 40 Dollar pro Nacht gerechnet werden. Mittelklasse Zimmer sind für 50 bis 70 Dollar zu haben.

Deutlich günstiger können Reisende in Hostels unterkommen. Für acht bis 20 Dollar die Nacht gibt es allerdings nur sehr wenig Komfort. Mit den europäischen Hostels sind jene in den Vereinigten Staaten nicht zu vergleichen.

Doch des Amerikaners liebste Übernachtungsmöglichkeit auf Reisen ist immer noch das Camping. Entsprechend zahlreich und großzügig angelegt, sind auch die Campingplätze. Auf staatlichen Plätzen muss eine Einheitsgebühr für den Stellplatz gezahlt werden, unabhängig davon, wie viele Personen dort übernachten wollen. Zahlreiche freie Stellplätze und Campingplätze in den USA inklusive GPS-Daten sind unter http://panamericanainfo.com/camping/ zu finden. Wild Campen ist an der Westküste der USA verboten. Dadurch soll das Risiko von Waldbränden gemindert werden, denn häufig werden diese von unvorsichtigen Campern oder ungesicherten Feuerstellen verursacht.

Sehenswürdigkeiten nahe der Route
Benannt nach dem ersten Präsidenten der USA George Washington liegt der Bundesstaat Washington direkt hinter der US-amerikanischen Grenze und ist der erste Bundesstaat, der auf der Route nach Arizona durchfahren wird. Wegen seiner Vielzahl an immergrünen Nadelbäumen trägt Washington auch den Beinamen „Evergreen State“.

Der Bundesstaat hat gleich drei beeindruckende National Parks zu bieten, den Olympic National Park, den Mount Rainier National Park sowie den North Cascades National Park. Einen Einblick in das Leben der Amerikaner im 19. Jahrhundert bekommen Besucher, wenn sie das Ebey´s Landing National Historical Reserve in der Nähe von Coupeville besuchen. Auf dem 70,5 Quadratkilometer großen Gebiet finden sich historische Farmen, welche noch heute in Betrieb sind.

Die Nadelwälder werden hinter sich gelassen und die Reise geht weiter in den Bundesstaat Oregon. Die Route führt an der Küste entlang. Ein Abstecher zu den riesigen Sanddünen, welche sich entlang der Küste von Florence bis Coos erstrecken, lohnt sich in jedem Fall. Ebenfalls beeindruckend ist das Oregon Caves National Monument in den Siskiyou Mountains im Südwesten von Oregon. Etwa 90 Minuten dauert die geführte Tour durch die 1874 entdeckten Tropfsteinhöhlen. Wer sich nicht gern unter Tage begibt, kann am Abzweig zu den Höhlen am Highway 199 auch einfach eine Rast am Bridgeview Vineyard, einem von einer deutsch-amerikanischen Familie betriebenen Weingut machen.

Weiter geht es in den Golden State, nach Kalifornien. Rund 60 Kilometer nördlich von San Francisco liegt das Schutzgebiet Point Reyes National Seashore auf einer Halbinsel mit wilden Steilküsten und tosender Brandung. Mitten durch das Schutzgebiet verläuft die berüchtigte San-Andreas-Spalte, welche aufgrund ihrer tektonischen Aktivität für die zahlreichen Erdbeben der Region verantwortlich ist.

Die Küstenroute wird verlassen und die Reise geht weiter Richtung Wüste, genauer gesagt in den Bundesstaat Nevada. Wer bereit ist, die Route kurzzeitig zu verlassen, kann einen Abstecher in den Death Valley National Park unternehmen. Er liegt in der Mojave-Wüste und ist der trockenste Nationalpark der USA.

Die höchste dort je gemessene Temperatur lag bei 56,7 Grad. Über Las Vegas, auf das im weiteren Verlauf noch näher eingegangen wird, geht es zum Grand Canyon Nationalpark, welcher sich bereits in Arizona befindet. Vorher jedoch wird noch der monumentale Hoover Dam passiert. Der Grand Canyon National Park ist der wohl beeindruckteste National Park der USA. Bereits Teddy Roosevelt sagte, dass der Grand Canyon wohl der einzige Ort sei, den jeder Amerikaner einmal gesehen haben sollte.

Metropolen, die einen Besuch wert sind
Nun soll sich noch den großen Metropolen, welche auf oder nahe der Route liegen, zugewendet werden. Allen voran Seattle im Bundesstaat Washington, welches für sein Space Needle, einen 184 Meter hohen Aussichtsturm, berühmt ist, darf dabei nicht fehlen. Die vielen Grünflächen machen Seattle zu so einer lebenswerten Stadt und wer einmal da ist, sollte sich auch den Woodland Park Zoo sowie das EMP Museum ansehen. Das Experience Music Projekt Museum fällt schon durch seine außergewöhnliche Form sofort ins Auge und ist der kontemporären Popkultur gewidmet.

Ebenfalls ein Must-See ist San Francisco, nicht nur wegen der berühmten Golden Gate Bridge. Auch der Union Square sowie die San Francisco Cable Cars prägen das Stadtbild. Wer möchte, kann der berüchtigten Gefängnisinsel Alcatraz einen Besuch abstatten. Es hieß, Alcatraz sei das einzige Hochsicherheitsgefängnis, aus dem nicht ausgebrochen werden könne. Heute beherbergt die Insel in der Bucht von San Francisco keine Gefangenen mehr. Unter reiseziel-kompass.de sind weitere bekannte Sehenswürdigkeiten in San Francisco zusammengefasst.

Die nächste große Metropole auf der Route ist Las Vegas. Die Spieler-Stadt mitten in der Wüste ist weltweit bekannt und erfreut sich bei Touristen von nah und fern nicht erst seit dem Film „Hangover“ größter Beliebtheit.

Neben den monumentalen Hotelkomplexen, den berühmten Casinos und den zahlreichen Shows ist Las Vegas auch für seine kleinen Wedding Chapels bekannt. Wo sonst kann sich ein Paar schließlich mit Elvis als Trauzeugen das Ja-Wort geben? Weitere interessante Fakten über die Sin City mitten in der Wüste sind dem umfangreichen Las Vegas Guide von Casinoverdiener zu entnehmen.

Die Hauptstadt des Zielstaates Arizona ist Phoenix. Das Ziel der Reise ist erreicht, bevor es jedoch wieder nach Hause geht, sollte noch der Desert Botanical Garden sowie der Phoenix Zoo besichtigt werden. Die Kunst und Kultur der amerikanischen Ureinwohner ist im Heard Museum zu besichtigen.

Was ist in den USA noch zu beachten?
Wer die Westküste der USA entlangfährt, reist durch ganz unterschiedliche Klimazonen. Die eine perfekte Reisezeit gibt es also nicht. In den nördlichen Regionen, also auch im Bundesstaat Washington muss zwischen September und Mai stets mit Schneefällen gerechnet werden. Im südlichen Kalifornien hingegen herrscht das ganze Jahr über ein mildes Klima, während die kalte Meeresströmung in San Francisco für kühlere Wetterbedingungen sorgt. Je nach Dollarkurs kann das Einkaufen für Deutsche in den USA recht günstig sein. Dies gilt vor allem für Bekleidung, jedoch auch für Campingartikel. Lebensmittel werden am besten in einem der großen Supermärkte, wie Wal Mart, erstanden. Zwar kann meist mit Kreditkarte gezahlt werden, dennoch empfiehlt es sich, genügend Bargeld mitzuführen, so www.usa-ti.com. Die Kriminalitätsrate ist in den USA vor allem in den Großstädten recht hoch, jedoch sind in den seltensten Fällen Touristen von Übergriffen betroffen, so der Beitrag „Sicherheit in den USA – Hohe Kriminalitätsrate“.

Autovermietung und Flughäfen
Mit dem Flieger geht es vom Phoenix Sky International Airport zurück in die Heimat. Vorher muss jedoch noch der Mietwagen zurückgegeben werden. Dies ist direkt am Flughafen möglich. Auch hier hilft wieder die Seite des ADACs weiter.

Fazit

Ein Roadtrip von Alaska bis Arizona ist auf jeden Fall ein Abenteuer, jedoch auch eine große Herausforderung. Wer sich optimal vorbereitet, sich mit den Einreisebestimmungen und Gegebenheiten vor Ort beschäftigt und genügend Zeit einplant, wird jedoch mit Sicherheit eine unvergessliche Reise erleben und unbezahlbare Erinnerungen mit nach Hause nehmen.