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Reportage: Mazda CX-5 in Japan 2012

So fern, so ost

Auf dem Weg von Tokio zum Mount Fuji erleben wir die fernöstliche Fremde als kontrollierten Kulturschock. Doch der wohlvertraute Mazda CX-5 gibt uns Geborgenheit

Das hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt. Da sitzen wir nun von elf Stunden Flug ermattet in unserem Mazda CX-5 und stauen uns von der Mazda-Design-Dependance in Yokohama über die Stadtautobahn durch die imposante Betonwüste, deren Grau sich kaum vom wolkenverhangenen Himmel abhebt. Wetter schlecht, Stimmung schlecht. Der Tag scheint gelaufen.

Immerhin sorgt der CX-5 für eine gewohnt heimelige Atmosphäre – abgesehen vom nervig vor sich hin plärrenden Zubehör-Navisystem. Was uns die leicht hysterische Dame da ständig auf Japanisch erzählt? Wir wissen’s nicht. Vielleicht, wo der nächste Stau lauert, aber das merken wir auch ohne Ansage und farbenfrohe Hinweise auf dem Display.

35 MILLIONEN MENSCHEN WOLLEN STÄNDIG IRGENDWIE IRGENDWO HIN

Der tägliche Fulltime-Stau ist eines der größten Handicaps, mit denen Japans Hauptstadt zu kämpfen hat. Und die knapp neun Millionen Einwohner Tokios sind da nur der kleinere Teil des Problems. Die dicht bebaute Region mit ihren weitläufigen Randbesiedelungen nennen über 35 Millionen Menschen ihre Heimat. Und die wollen ständig irgendwie irgendwo hin, bevorzugt mit dem Auto. Da kapituliert dann doch jedes noch so intelligente Verkehrsleitsystem – und wir gleich mit, nachdem sich der Mazda in der letzten Stunde heldenhaft knapp acht Kilometer weiter in Richtung Ginza (Innenstadt) vorgearbeitet hat. Und das Ganze ist auch noch gebührenpflichtig.

Wenigstens verpulvern wir nicht übermäßig viel Sprit, denn erstens sorgt das i-Stop-System für Ruhe bei jedem Halt, und zweitens gehört der 175-PS-Diesel des CX-5 Skyactiv-D zu den Sparsamen seiner Zunft – und auch zu den Flottesten, doch davon haben wir im Moment leider nichts. Dass wir hier mit einem Diesel unterwegs sind, ist kein Zufall, denn etwa die Hälfte der an sich Benzinerhörigen japanischen Kundschaft entscheidet sich beim Mazda CX-5 für den Diesel. Wohl auch, weil der Vierzylinder zu den Saubersten seiner Art gehört und sowohl die strengen japanischen als auch die Euro-6-Abgaslimits einhält.

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Der erste Tag geht zur Neige, nach stundenlanger Schleichfahrt verschwindet der Mazda gelangweilt in der Hotelgarage und wir etwas entnervt in einem der zahllosen kleinen Restaurants. Beim vorzüglichen und frischest zubereiteten Tisch-Barbecue – Arbeitsgerät ist ein mitten in den Esstisch eingelassener Mini-Kohlegrill inklusive Dunstabzugseinrichtung – spülen wir den Frust mit ein paar Gläsern des ausgezeichneten heimischen Bieres herunter und schöpfen neuen Mut: Morgen soll es sonnig werden.