Porsche 911 Carrera S Cabriolet
Porsche 911 Carrera S Cabriolet
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Ein Erlebnis der ganz besonderen Art: unterwegs im Porsche 911 Cabrio auf den schönsten Pässen der Alpen
Drei Dinge muss ein Mann im Leben tun. Genau, Sie kennen das Sprichwort: ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen. Doch ich wüsste da noch etwas, was ein nicht minder prägendes Erlebnis sein kann: mit einem 911er Cabrio die Alpen zu überqueren. Wer einmal dem Mythos Neunelfer verfallen ist, kommt nur noch schwer davon los. Erst recht nicht, wenn man ihn so ungefiltert erlebt wie im 911 Carrera S Cabriolet.
DER WEG IST DAS ZIEL
Wir nähern uns unserem Ziel, dem berüchtigten Passo dello Stelvio, auch bekannt als Stilfser Joch, von Stuttgart aus kommend über die A7 Richtung Füssen. Der Cabrio-Gott meint es gut mit uns, denn kurz hinter Kempten öffnet sich der wolkenverhangene Himmel, und die Sonne kommt zum Vorschein. Wir steuern den nächsten Parkplatz an und lassen die Hüllen fallen. Genau genommen der indischrote 911er, der sich innerhalb von nur 20 Sekunden seiner schwarzen Stoffbedeckung entledigt. Die Seitenscheiben fahren surrend wieder hoch, und ich starte den Motor, worauf mich mein Fotograf strahlend anlacht. Ohne das ausgezeichnet dämmenden Dach klingt der Boxermotor gleich nochmal so gut.
Also nichts wie zurück auf die Autobahn und weiter Richtung Süden. Wir nähern uns mit 140 km/h den Alpen, die vor uns bereits gut sichtbar in den Himmel ragen. Dabei schnurrt der 3,8-Liter-Direkteinspritzer bei 2500 Touren im lang übersetzten siebten Gang des Porsche-Doppelkupplungsgetriebes (PDK) gelassen vor sich hin. Ebenso große Ruhe herrscht im Innenraum, wo nur ein sanfter Windhauch an den Haaren zu spüren ist. Die Kombination aus PDK und dem elektronischen Dämpfersystem PASM macht aus der Ikone des deutschen Sportwagenbaus einen überraschend komfortablen Reisewagen, mit dem sich auch lange Etappen vollkommen entspannt zurücklegen lassen.
Wir passieren Füssen und überqueren den Fern- und Reschenpass, die das Cabrio mit seinen 385 PS mühelos erklimmt. Wenig später erreichen wir Prad am Fuße des Passo dello Stelvio, der oftmals als die „Königin der Alpenpässe“ bezeichnet wird. Die englische Kultsendung „Top Gear“ hat den zweithöchsten Gebirgspass der Alpen sogar mit dem Titel „greatest driving road in the world“ geadelt. Und das nicht ohne Grund. Die enge Straße schlängelt sich wie asphaltgewordene Spaghetti hinauf auf 2.700 Meter Höhe, gespickt mit 48 kaum einsehbaren Spitzkehren. Rasch drücke ich die Sport-Taste auf der Mittelkonsole, die aus dem eleganten Gran Turismo einen waschechten Sportwagen macht. Der 911er holt kurz Luft und spannt die Muskeln an. Wir nehmen die erste Kehre in Angriff. Ich muss bis in den ersten Gang runterschalten und lenke vorsichtig ein. Der Porsche folgt willig dem vorgegebenen Kurs, von Untersteuern keine Spur.






































































