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Es war am 8. Juni 1948, als ein neues Kapitel Automobilgeschichte aufgeschlagen wurde. An diesem Tag erhielt der erste Porsche-Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356-001 seine Straßenzulassung. Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen", sagte Ferry Porsche.
Schon im Februar 1948 war das Fahrgestell fertig, für das ein schnittiger Roadster-Aufbau aus Aluminium angefertigt wurde. Zur Erprobung nahm der Porsche 356 Nr.1" am 1. Juli 1948 am Innsbrucker Stadtrennen teil und wurde auf Anhieb Klassensieger. Die Produktion einer Kleinserie des Typs 356/2 lief noch in der zweiten Jahreshälfte 1948 an. Ebenso wie der Prototyp Nr. 1" erhielten auch die Porsche 356/2 eine Aluminiumkarosserie.
Bis 1950 entstanden in Gmünd 52 Exemplare des als Coupé und Cabriolet erhältlichen Porsche 356/2. Doch die provisorischen Produktionsanlagen ließen kein weiteres Wachstum zu. Deshalb entschloss sich die Unternehmensführung 1949 nach Stuttgart zurückzukehren.
In angemieteten Hallen begann die Fertigung der nun mit Stahlblechkarosserien ausgestatteten Porsche 356 im März 1950, das Produktionsziel lag zunächst bei bescheidenen 100 Fahrzeugen im Jahr.
Im Jahr 1957 standen die von Ferry Porsche definierten Eckdaten des 356-Nachfolgers fest: Der luftgekühlte Boxermotor im Heck sollte beibehalten werden, außerdem musste der neue Sportwagen über mehr Leistung und Laufruhe verfügen, die Straßenlage galt es zu verbessern sowie den Innen- und Kofferraum zu vergrößern.
Von 1962 an wurde unter dem Projektnamen Typ 901 entwickelt - mit den Eigenschaften, die schon für den 356 galten und bei Porsche bis heute Pflichtprogramm sind: Ein Sportwagen muss zuverlässig und schnell sein, aber gleichzeitig alltagstauglich, sozial akzeptiert und wertbeständig.
Für den 901 wurden Rahmen und Fahrwerk völlig neu konstruiert. So entschied man sich vorn - dem Kofferraum zuliebe - für eine Zahnstangenlenkung sowie für Platz sparende Radaufhängungen nach dem McPherson-Prinzip. Die veraltete Pendelachse hinten ersetzten die Ingenieure durch eine moderne Schräglenkerachse.
Beim Antrieb fiel die Wahl auf ein ebenfalls neu konstruiertes Aggregat: Unter der Leitung von Ferdinand Piëch, dem Neffen von Ferry Porsche, entstand ein luftgekühlter 6-Zylinder-Boxermotor mit Axialgebläse, Trockensumpfschmierung und zwei obenliegenden Nockenwelle.
Da der französische Hersteller Peugeot die Namensrechte an dreistelligen Ziffernfolgen mit einer Null in der Mitte besaß, wurde 1964 aus dem 901 schließlich der 911. Drei Zahlen, die zur großen Nummer werden und in die Geschichte eingehen sollten.
1965 folgte der 911 Targa, der mit feststehendem Überrollbügel und herausnehmbaren Faltdach als Sicherheits-Cabriolet" überzeugte.
Um jüngere Käuferschichten anzusprechen wollte Ferry Porsche Ende der 60er Jahre einen Sportwagen unterhalb des 911 anbieten. So entwickelte Porsche mit möglichst vielen Gleichteilen aus der VW-Serienproduktion einen zweisitzigen Mittelmotorsportwagen mit Vier- und Sechszylindermotor - den VW-Porsche 914. Bei einem Grundpreis von weniger als 12.000 DM entwickelte sich der 914 zu einem Bestseller und war Anfang der 70er Jahre der meistverkaufte deutsche Sportwagen.
1972/73 produzierte Porsche mit dem 911 RS Carrera 2.7 einen ganz besonderen Hochleistungssportler. Als gewichtsreduziertes Homologationsfahrzeug für den Rennsport gilt er bis heute als eines der begehrtesten Modelle überhaupt.
Den nächsten Meilenstein in der Produktgeschichte setzte der 911 Turbo, der im Oktober 1974 als neues Spitzenmodell präsentiert wurde. Als weltweit erster Seriensportwagen mit ladedruckgesteuertem Turbo-Triebwerk war der 911 Turbo das schnellste serienmäßige Automobil seiner Zeit.
Anfang der 70er hatte Porsche von Volkswagen den Auftrag, einen Nachfolger für den VW-Porsche 914 zu bauen. Ziel war die Konzeption eines neuen Sportwagens, dessen Kosten durch die Verwendung von VW-Serienmotoren und -teilen deutlich unterhalb des Porsche 911 liegen sollten. Das Projekt befand sich bereits im Stadium der Serienvorbereitung, als die Volkswagen AG das Projekt 1975 aus modellpolitischen Gründen stoppte. Porsche jedoch war von der Qualität der eigenen Entwicklung so überzeugt, dass das Stuttgarter Unternehmen die serienreife Konstruktion selbst erwarb und den Sportwagen zum Jahresbeginn 1976 als Porsche 924 auf den Markt brachte. Die Konzeption des 924 mit seiner Transaxle-Bauweise und dem wassergekühlten Vierzylinder-Frontmotor führten die Nachfolgemodelle 944 und 968 bis ins Jahr 1995 weiter.
Als luxuriöser Reisesportwagen entstand im Jahr 1977 der 928. Neben einem V8-Leichtmetallmotor, dem Aluminiumfahrwerk und der spurkorrigierenden Hinterachse ging Porsche beim 928 auch bei der Karosserieform neue Wege.
Eine Ausnahmestellung in der Evolutionsgeschichte des 911 nimmt der 959 ein. Mit ihm zeigte Porsche 1985 der Konkurrenz, was im Automobilbau alles möglich war: Angetrieben von einem 450 PS Boxermotor mit wassergekühlten Zylinderköpfen und Biturbo-Registeraufladung überschritt der Hochleistungssportwagen spielerisch die 300 km/h-Grenze.
Nachdem die Vierzylinder-Baureihe 968 und die Achtzylinder-Baureihe 928 zum Ende des Modelljahres 1995 eingestellt werden, folgt 1996 die Markteinführung des Boxster. Ein Jahr später, im September 1997, präsentiert Porsche auf der IAA die Evolution 911 - den neuen 911 Carrera (T
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