Mit Fiat 500C und Vespa GTS 300 nach Italien
Flucht in den Sommer
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Mit Fiat 500C und Vespa GTS 300 gen Italien
"Früher sind die Leute noch im Fiat 500 oder mit dem Roller über die Alpen gefahren", warum dann nicht auch heute? |
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Mit Fiat 500C und Vespa GTS 300 gen Italien
Motorisiertes Surfbrett und Kleinwagen mit Motorrad-Feeling auf ihrem Weg durch österreichische Serpentinen |
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Mit Fiat 500C und Vespa GTS 300 gen Italien
Kaiserwetter in den Alpen - gerade rechtzeitig für die Großglockner-Etappe |
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Mit Fiat 500C und Vespa GTS 300 gen Italien
Bestens ausgerüstet geht es über die Großglockner-Hochalpenstraße |
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Mit Fiat 500C und Vespa GTS 300 gen Italien
Der Turbolader macht dem Hubraum-Winzling solche Beine, dass der Fiat 500C mit Feuereifer in Richtung Passhöhe stürmt |
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Mit Fiat 500C und Vespa GTS 300 gen Italien
Saftig-grüne Täler und dichte Bergwälder - die erste sehnsüchtig-warme Brise findet den Weg ins Cockpit |
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Mit Fiat 500C und Vespa GTS 300 gen Italien
Mit gewagten Schräglagen tanz die Vespa den Berg hinunter in Richtung Brixen - der Ciquecento immer in der Nähe |
Hinter den Alpen scheint die Sonne. Wir suchen mit Fiat 500 Cabriolet und Vespa den Sommer in Italien
Sechs Wochen April-Wetter mitten im Hochsommer – wir haben davon die Nase gründlich voll. An die Redaktions-Fenster pladdert lauwarmer Regen, die Jalousien klappern im Gewittersturm. „Hinter den Alpen soll es ja tatsächlich so etwas wie Sommer geben …“ Jürgen Homberg, gute Seele der AUTO ZEITUNG-Testabteilung, steht in der Bürotür und spricht aus, was jeder denkt. Ich grüble sofort an der Ausrede für den Chefredakteur: „Rolls-Royce Drophead Coupé versus Harley-Davidson Road King wäre ja mal schön, oder?“
REISEN WIE GESTERN
Hinter Homberg taucht mahnend der Fotograf Jochen Faber auf: „Früher sind die Leute noch im Käfer oder Fiat 500 über die Alpen gefahren, und wenn die Kohle nicht für vier Räder gereicht hat, musste die Tour eben mit dem Roller gemacht werden.“ – Hm?!
Eine Woche später stehen wir im Laden des Rosenheimer Vespa-Händlers Rupp, der uns für den kleinen Ausritt eine Vespa GTS Super versprochen hat. Die Dreihunderter mit richtig Qualm! Das wird dem Fiat 500C TwinAir vor der Tür ordentlich einheizen.
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Als Rupp senior aber erfährt, dass wir noch an diesem Tag über den Großglockner bis nach Südtirol wollen, wirft er sich prustend in die Werkstatt-Ecke: „Ihr seid’s net ganz sauber!“ Meister Rupp kennt allerdings den AUTO ZEITUNG-Chefredakteur nicht, der sofort glasklar realisiert hat, dass es uns mit der „investigativen Reportage-Reise“ nur um sonniges Dolce Vita geht, und lachend die Peitsche ausgepackt hat: „Drei Tage gebe ich Euch, runter, rüber, rauf, basta!“ Mit dieser Ermahnung in den Ohren treiben wir nun in Richtung Alpen: Auf der Autobahn nach Osten, hinterm Chiemsee rechts ab und dann immer der Nase nach. Kurzer Zwischenstopp in Zell am See, und dann summt am Fiat zum ersten Mal das kleine elektrische Bikini-Verdeck nach hinten: Die Sonne streckt heute tatsächlich ihre warmen Finger über die Berge bis hierher, das Kaiserwetter kommt gerade rechtzeitig für die Großglockner-Etappe.
In Richtung Süden habe ich den Cinquecento gezogen, beinahe etwas neidisch schaue ich hinter Jürgen her, der mit der Vespa hoch erhobenen Hauptes von der Großglockner-Mautstelle weg den Berg hinaufprescht. Allerdings muss ich schon nach wenigen Kilometern meine Meinung über das kleine italienische Cabriolet revidieren. Der 875-Kubik-Zweizylinder ist nicht etwa die Spar-Variante im Modellprogramm, sondern die Entertainment-Version: Unter Last purrt und knarzt der Twin so energisch, dass tatsächlich so etwas wie Motorrad-Feeling aufkommt. Obendrein macht der Turbolader dem Hubraum-Winzling solche Beine, dass der Fiat 500C mit Feuereifer in Richtung Passhöhe stürmt. Schade nur, dass heute ganze Karawanen von schwer bepackten Familienvans den Berg hinaufbummeln – am Straßenrand wird fotografiert, gegrillt, geschlafen, gespielt.
ITALIEN, WIR KOMMEN!
Glücklicherweise verläuft sich die Betriebsamkeit auf der Südseite zunehmend, vor mir tanzt die Vespa mit gewagten Schräglagen den Berg hinunter, und ich lasse den Cinquecento hinterherschnurren. Dazu das überirdische Bergpanorama – ein klein wenig ist das tatsächlich, als würde man fliegen. Herrlich. Zunehmend wandelt sich das schroffe Hochgebirge mit den weißen Gipfeln, wir schlendern durch saftig-grüne Täler und dichte Bergwälder, dann plötzlich wird die frische, sauerstoffreiche Luft im Cockpit von einer ersten sehnsüchtig-warmen Brise abgelöst.































































