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VW Polo Dreitürer – Gutes Gespann

VW Polo 1.2 TSI

Der jugendlichere dreitürige VW Polo hat mit dem spritzigen 1,2-Liter-TSI die passende Motorisierung – diese Kombination gibt es ab 16.425 Euro

Eckdaten
PS-kW105 PS (77 kW)
AntriebVorderrad, 6 Gang manuell
0-100 km/h9.70 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit190 km/h
Preis16.425,00 €

 Früher war alles anders. Beim Polo zum Beispiel lag der Verkaufsanteil der dreitürigen Modelle noch locker bei 50 Prozent, sportlicheres Aussehen war wichtiger als Bequemlichkeit. Für den aktuellen Polo rechnet VW-Produktmanagerin Gaby Pietrella nur noch mit einem An-teil von 25 Prozent: „Die Leute entscheiden sich lieber für das vollwertigere Auto.“ Beim Fünftürer kann man die Einkaufstüten eben fixer auf die Fondbank werfen und den Kindersitz hinten ohne Verrenkungen befestigen.

Damit der Dreitürer trotzdem zieht, hat er nun ein sportlicheres Design mit einer dynamisch ansteigenden Seitenlinie. Durch die optisch getarnte B-Säule und die schmalere C-Säule ergibt sich eine üppige Fensterparade, hinten gefällt der knackige Dachspoiler, der in die Heckklappe integriert ist. Die geänderte Optik soll vor allem jüngere Leute anziehen und das Durchschnittsalter der Käufer – in Deutschland zuletzt bei 49 Jahren – mittelfristig um rund fünf Jahre nach unten drücken.

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Auch über den Durchstieg in den Fond wird keiner klagen, das geht mit dem bekannten „Easy-Entry“-System (ab „Comfortline“-Ausstattung“) bequem: Am Griff des Vordersitzes ziehen, schon macht dieser eilfertig den Weg frei. Kopffreiheit auf der Rückbank? Reicht bis fast 1,90 Meter Körpergröße, also sehr gut für einen Kleinwagen. Nur die Sicht nach hinten ist nicht so toll, das merkt man beim Rangieren. Und in der Länge verschiebbare Rücksitze wie im Renault Twingo gibt es hier leider nicht.

Gefahren haben wir den Top-Benziner mit dem neuen, nur 1,2 Liter großen Turbo-TSI. Der kleine, vierzylindrige Direkteinspritzer, der laut VW im 100-km-Schnitt nur 5,3 Liter verbrauchen soll, beschleunigt mit Bums wie ein Gro-ßer. Besonders in Kombination mit dem extrem flinken Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG), das allerdings 1400 Euro Aufpreis kostet. Der TSI klingt auch gut und wird selbst auf der Autobahn nicht übermäßig laut – erst kurz vor der Drehzahlgrenze stört ein leichtes Dröhnen, das man aber, je nach Geschmack, auch als sportlich interpretieren könnte.

Ein Freund der Kurven

Den Rest kennen wir vom Fünftürer: exzellente Verarbeitung, sehr gute Geräuschdämmung, viele luxuriöse Extras (gegen Aufpreis). Auch fahrerisch gefällt der Kleine: Er federt straff, aber nicht unkomfortabel, agiert erfreulich schnell und bemerkenswert präzise in allen Kurven, und er ist familien- sowie langstreckentauglich.

Wir fuhren die voll ausgestattete „Highline“-Version für 17.250 Euro. Der Einstieg in den neuen 105-PS-Benziner – Händlerstart ist am Anfang nächsten Jahres – beginnt überhaupt erst mit der „Comfortline“-Version für 16.425 Euro. Im Testauto gefielen besonders die großen, rückenfreundlichen Alcantara-Sportsitze (bei „Highline“ 585 Euro). Günstigster dreitüriger Polo ist übrigens der 60-PS-Benziner in der „Trendline“-Basisausstattung für schlanke 12.150 Euro.
Wolfgang Eschment

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Polo Dreitürer 1.2 TSI

PS/KW 105/77

0-100 km/h in 9.70s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 16.425,00 €