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Toyota iQ 1.0 VVT-i

Flex and the City

Wendig und trendy, stylisch und flexibel: So soll der Toyota iQ jene Großstadt-Singles und -Paare erobern, denen der Smart zu klein ist

Eckdaten
PS-kW68 PS (50 kW)
AntriebVorderrad, 5 Gang manuell
0-100 km/hk.A.
Höchstgeschwindigkeit150 km/h
Preis12.700,00 €

Das kleinste Auto überhaupt sollte der iQ, dessen Entwicklung bereits 2003 auf dem sprichwörtlich leeren Blatt Papier startete, nicht werden. Diesen Titel überlässt Toyota gern den Kollegen von Smart. Da selbst Singles oder Paare nicht immer nur allein unterwegs sind und daher vier Sitze eine nicht zu leugnende Qualität sind, sollte der iQ der kleinste Viersitzer der Welt werden.

iQ, die Abkürzung für Intelligenz-Quotient, ist dabei durchaus Programm, denn bis sich vier Sitze auf knapp drei Meter Länge unterbringen ließen, wurden viele bewährte Lösungen über Bord geworfen und neue Ansätze erdacht und umgesetzt. Am 24. Januar hat der stämmige Kleine Händler-Premiere und soll die junge großstädtische Meinungs- und Stilelite für sich gewinnen.

Dass die erfolgreich im Job ist und nicht so sorgsam aufs Geld schauen muss wie der Käufer eines Toyota Aygo oder eines Yaris, gilt als gesichert. 12 700 Euro kostet das Einliter-Basismodell mit 68 PS, 14 900 Euro die 90-PS-Dieselvariante. Der Preis des 1,33-Liter-Benziners mit 101 PS und Start-Stopp-Automatik, der das Programm von Juli 2009 an ergänzt, ist noch offen. Bei nur drei Meter Länge, 1,68 Meter Breite und 1,50 Meter Höhe können sich die Designer mühen, wie sie wollen.

Ringen um Zentimeter

Diese Maße legen Vergleiche mit einem Elefanten-Rollschuh nahe, wobei die breite Spur, die schräg stehenden Dachsäulen und geschwungene Linien in den Flanken für Spannung sorgen: Nicht süß und verletztlich, eher selbstbewusst-robust steht der iQ auf denserienmäßigen Alu-Rädern.

Hinterm Steuer dann eine große Überraschung: Das Platzangebot ist wirklich üppig – auch dank der großen, allerdings nicht in der Höhe einstellbaren Sitze. Sie verfügen über extra dünne Lehnen, die in der zweiten Reihe Platz für lange Beine schaffen sollen.

Das gelingt allerdings nur auf der Beifahrerseite, da das Armaturenbrett sich dort näher an die Windschutzscheibe schmiegt, damit der Beifahrer weiter vorrücken kann als der Fahrer hinter dem nur in der Neigung einstellbaren Lenkrad. Die zwei Mitfahrer auf der rechten Seite sind dadurch tatsächlich unerwartet bequem untergebracht. Hinter dem Fahrersitz kommt Beinraum indes nur in Spurenelementen vor, so dass man ohne Mogelei von einem 3+1-Sitzer reden darf.

Die asymmetrische Cockpitgestaltung war nur möglich durch den Verzicht auf das gewohnte Handschuhfach und die Entwicklung einer extra kleinen Klimaanlage. Die schafft gemeinsam mit dem sehr kompakten Lenkgetriebe und einem vorverlegten Vorderachs-Differenzial Platz im Vorderwagen und vergrößert dadurch den Innenraum. Im Heck ist dann aber irgendwann Schluss mit dem Raumgewinn: 32 Liter fasst der Kofferraum hinter den Rücksitzlehnen, die sich nach Demontage der Kopfstützen flachlegen lassen. Dann steigt das Ladevolumen auf 238 Liter an.

Neun Airbags sind Serie

Schon mit dem 68 PS starken Basismotor ist der relativ leichte iQ (Leergewicht um 800 Kilo) kein Langeweiler. Kehlig grollend meistert der Miniatur-Toyota den Ampelstart, legt ausreichend energisch zu beim Fahrstreifen-Slalom und verfällt bei konstantem Autobahn-Tempo mit bis zu 150 km/h in ein leises, vom Fahrtwind und den Abrollgeräuschen übertöntes Knurren.

Der Federungskomfort ist manierlich, in Anbetracht des zwei Meter kurzen Radstands, der einen rekordverdächtigen Wendekreis von nur 7,8 Metern ermöglichen soll, sogar gut. Wunderdinge darf man aber nicht erwarten, denn im Sinne der Fahrsicherheit muss die Abstimmung straff sein.

Ein guter Teil des selbstbewussten Preises ist mit weitreichenden Maßnahmen zum Unfallschutz erklärt. Nicht nur ein ESP gibt es serienmäßig, sondern auch neun Airbags. Zu Front-, Seiten- und Kopfairbags gesellt sich einer im Sitzpolster des Beifahrersitzes, einer für die Knie des Fahrers und – Weltneuheit – einer hinter den Fondkopfstützen.

Darüber hinaus verfügt jeder iQ über Klimaanlage, CD-Radio, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber. Die Ausstattungslinie iQ+ (plus 1400 Euro) bietet unter anderem elektrisch einstellbare Außenspiegel, Licht und Regensensor, einen automatisch abblendbaren Innenspiegel und eine Klimaautomatik. Tipp für unbeschwertes City-Cruisen: die gelungene CVT-Automatik für
1200 Euro.
Michael Harnischfeger

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Toyota iQ 1.0 VVT-i

PS/KW 68/50

0-100 km/h in k.A.

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 150 km/h

Preis 12.700,00 €