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Sprung nach vorn

Sprung nach vorn

Der neue Santa Fe zeigt, wie Hyundai bei uns künftig Gas geben will: Sein europäisches Styling, hochwertige Materialien, die gute Verarbeitungsqualität und der moderne Common-Rail-Diesel können überzeugen

Eckdaten
PS-kW150 PS (110 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 5 Gang Automatik
0-100 km/h12.90 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit178 km/h
Preis31.990,00 €

Wenn die Koreaner mit ihrer Modelloffensive so weiter machen, werden sie in der deutschen Zulassungsstatistik bald im Vorderfeld fahren. Die Kunden kaufen, weil es ordentliche Qualität, solide Technik und eine zunehmend attraktivere Optik zum guten Preis gibt. Beispiel: der neue Hyundai Santa Fe, der jetzt bei den Händlern steht. Die zweite Generation ist ansprechender gestylt und bietet im Innenraum mittlerweile Wohlfühl-Ambiente: Die im 2590 Euro teuren Komfortpaket enthaltene Lederausstattung fühlt sich nun besser an und gefällt mit farblich abgesetzten Nähten. Das übersichtliche Armaturenbrett überrascht mit gelungenem Materialmix und guter Verarbeitung. Die großzügigen Platzverhältnisse runden den Eindruck ab: Vier Personen sind selbst mit Gepäck bequem unterwegs . Die optionale und voll versenkbare dritte Sitzreihe (1490 Euro) ist auf längeren Fahrten aber nur Kindern zuzumuten. Neues auch unter der Motorhaube: Hyundai setzt hier erstmals einen selbstentwickelten Common-Rail-Turbodiesel mit 2,2 Liter Hubraum ein. Der 150 PS starke Selbstzünder läuft angenehm leise und vibrationsfrei. Seine Kraft entfaltet sich geschmeidig, doch am fast zwei Tonnen schweren Santa Fe hat er ordentlich zu schleppen. Die maximal 335 Newtonmeter Drehmoment (ab 1800 Umdrehungen) und die auch manuell schaltbare Fünfstufen-Automatik reichen aber aus, um zügig voranzukommen. Wermutstropfen: Partikelfilter gibt es erst zum Spätsommer, ebenso die Einstufung nach Euro 4. Wer jetzt bestellt, bekommt den Filter später gratis nachgerüstet, der Santa Fe erfüllt dann aber nicht die EU-4-Norm. Auch ein 189 PS starker, 2,7 Liter großer V6-Benziner ist im Programm. Doch er verbraucht deutlich mehr Kraftstoff, und seine Fahrleistungen sind kaum besser . Der laufruhige Diesel ist im Santa Fe die bessere Wahl. Auch am Fahrverhalten hat Hyundai gearbeitet. Prinzipiell geht die Kraft an die Vorderräder. Nur wenn diese durchdrehen, greift eine elektronisch geregelte Mehrscheibenkupplung ein und leitet die Kraft zu den Hinterrädern. So verhält sich der Santa Fe 4WD wie das Frontantriebsmodell: Überschüssiges Kurventempo baut er sicher untersteuernd ab. Auf Lastwechsel in Kurven reagiert er mit sanftem Eindrehen. Auch die Feder-Dämpfer-Abstimmung ist akzeptabel: straff genug, um bei Ausweichmanövern den Aufbau nicht ins Wanken zu bringen, weich genug, um geschmeidig über lange Bodenwellen zu gleiten. Kurze Stöße aber gibt der Santa Fe spürbar weiter. Gesamteindruck: Der Hyundai ist ein gut verarbeiteter Offroader mit viel Platz und akzeptablem Preis, der auch abseits der Straße noch Reserven hat. Martin Hube

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi 4WD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 12.90s

Allradantrieb, permanent, 5 Gang Automatik

Spitze 178 km/h

Preis 31.990,00 €