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Renault Mégane GT

French Dressing

Für den sportlich orientierten und zugleich modebewussten Kompaktwagen-Käufer gehört der extravagant gestylte Mégane GT zur ersten Wahl. Für die nötige Würze sorgt ein neuer 150-PS-Turbodiesel

Eckdaten
PS-kW150 PS (110 kW)
AntriebVorderrad, 6 Gang manuell
0-100 km/h8.70 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit210 km/h
Preis24.150,00 €

Ein erfolgreiches Engagement in der Formel1 dient im Allgemeinen dem sportlichen Image. Bei einem Massenhersteller wie Renault lässt sich Sportlichkeit jedoch nur bedingt in die Serienprodukte umsetzen. Deshalb soll der jüngste F1-Titel nicht nur ein Indiz für die Kompetenz der Franzosen im Motorsport sein. Vielmehr soll die Zuverlässigkeit, mit der Alonsos Rennwagen den Titel holte, sich auch in der Qualität der konventionellen Serienprodukte widerspiegeln. Schön und gut, aber gegen ein wenig Rennatmosphäre in ihrem Renault hätten sicher viele Kunden nichts einzuwenden. Die kommen nun mit der rasant aufbereiteten F1-Sonderausgabe des Mégane Renault Sport auf ihre Kosten (siehe Kasten). Wer es etwas zurückhaltender und preiswerter mag, kann auch zum neuen Mégane GT greifen, der im Januar zum Händler rollt. Für 23450 Euro (Fünftürer: 24150 Euro) hüllt sich der Mégane in ein knackiges Outfit, das sich durch modifizierte Kühllufteinlässe, Front- und Dachkantenspoiler, mittige Doppelrohrauspuffanlage, Türschwellerverbreiterung, 17 Zoll große Leichtmetallräder (205/50 R 17) und eine um zehn Millimeter tiefer gelegte Karosserie auszeichnet. Innen treffen Sportsitze, lederbezogenes Lenkrad nebst Lederschaltknauf, Alu-Pedalerie sowie grau eingefärbte Instrumenten-Zifferblätter den Geschmack von Sportfreunden. Auch für Komfort ist gesorgt: Klimaautomatik, schlüssellosen Zugang (Keycard Handsfree), elektrische Fensterheber, Licht- und Regensensor sowie ein CD-Radio bringt der GT serienmäßig mit. Ausschließlich im GT bietet Renault den modernsten und stärksten Diesel der Mégane-Palette an. Der Zweiliter-Vierzylinder bringt es auf 150 PS und verfügt mit Common-Rail-Einspritzung, Piezo-Injektoren mit Sechslochdüsen, variabler Turbolader-Geometrie und einer ausgeklügelten Luftführung inklusive Vierventiltechnik über alles, was einen modernen Diesel ausmacht. Das heißt: Fast alles, denn einen Partikelfilter wird es erst im Laufe des nächsten Jahres geben. Dennoch finden sowohl Sportfahrer als auch empfindsame Naturen auf Anhieb Gefallen am neuen Motor. Leise und kultiviert benimmt sich dieser Selbstzünder, sodass kaum der Wunsch nach einem Benziner aufkommt. Bereits deutlich unter 2000 Touren nimmt der GT zügig Fahrt auf, um sodann kräftig durchzuziehen und locker bis 4000 Touren hochzudrehen. Selbst dann hält sich das Verbrennungsgeräusch angenehm im Hintergrund. Wer sich fleißig durch das etwas unpräzise geführte Sechsganggetriebe durchschaltet, soll laut Renault in 8,7 Sekunden Tempo 100 und maximal 210 km/h erreichen – nicht schlecht für einen Diesel. Zwar wurde auch die Steuerung der elektro-mechanisch unterstützten Servolenkung modifiziert, dennoch bleibt das Gefühl für den nötigen Lenkeinschlag oftmals auf der Strecke. Schade, denn der GT verträgt hohe Querbeschleunigungen und lässt es trotz Sportfahrwerk und verstärkter Stabilisatoren nicht an Komfort missen. Mit einer präziseren Lenkung und Partikelfilter wäre er fast perfekt. Jürgen Voigt

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Renault Mégane GT

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 8.70s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 24.150,00 €